AusbildungStatistik & Bericht

Mehr neue Ausbildungsverträge in der Pflege im Jahr 2025

Die endgültigen Destatis-Zahlen weisen für 2025 rund 63.900 neue Ausbildungsverträge und insgesamt etwa 157.200 Auszubildende in der Pflege aus.

Darum geht esDie Seite ordnet den dritten Anstieg bei neuen Pflegeausbildungsverträgen ein und trennt Ausbildungsbeginn, Gesamtbestand, Abschluss und späteren Berufsverbleib.
OriginalquellenStatistisches BundesamtAmtliche Pressemitteilung · Amtliche Themenseite

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Ereignis2. Juli 2026Veröffentlicht2. Juli 2026Aktualisiert1. September 2026
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63.900 Neuverträge markieren den dritten Anstieg in Folge

Im Jahr 2025 schlossen rund 63.900 Auszubildende einen neuen Vertrag zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ab. Gegenüber 2024 mit 59.400 Neuverträgen entspricht das einem Plus von rund acht Prozent. Bereits 2023 mit 54.400 und 2022 mit 52.100 hatte die Zahl zugenommen.

Damit ist der Aufwärtstrend über mehrere Jahrgänge hinweg sichtbar und nicht nur ein einmaliger Ausschlag. Für die künftige Personalbasis ist das ein positives Eingangssignal. Es zeigt zunächst aber nur, wie viele Menschen eine Ausbildung begonnen haben und sich am Stichtag mit Neuvertrag noch in Ausbildung befanden.

Einordnung aus den OriginaldatenNeue Ausbildungsverträge steigen vier Jahre in FolgeGezählt werden jeweils neu geschlossene Verträge der generalistischen Pflegeausbildung im betreffenden Kalenderjahr.
  1. 202252.100
    Neuverträge im Jahr 2022.
  2. 202354.400
    Neuverträge im Jahr 2023.
  3. 202459.400
    Neuverträge im Jahr 2024.
  4. 202563.900
    Neuverträge im Jahr 2025; rund acht Prozent mehr als 2024.
Skala ab null · Einheit: Tausend Neuverträge

Die Zeitreihe misst Zugänge, nicht erfolgreiche Abschlüsse derselben Personen. Datengrundlage: Quelle 1, Quelle 2

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Neuvertrag, Ausbildungsbestand und Abschluss messen verschiedene Etappen

Zum 31. Dezember 2025 befanden sich insgesamt knapp 157.200 Menschen in der Ausbildung zur Pflegefachperson, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Im selben Jahr bestanden rund 35.300 Personen die Prüfung. Diese Werte dürfen nicht direkt als Erfolgsquote desselben Jahrgangs gegeneinander gerechnet werden, weil sie unterschiedliche Gruppen und Ausbildungsphasen abbilden.

Für eine belastbare Nachwuchsbilanz müssen Ausbildungsstarts, laufende Ausbildungsverhältnisse, Abbrüche, bestandene Abschlüsse und spätere Berufseinmündung getrennt betrachtet werden. Die Pressemitteilung liefert für mehrere dieser Etappen wichtige Größen, aber keine vollständige Verlaufskohorte vom Vertragsbeginn bis zum dauerhaften Berufsverbleib.

Einordnung aus den OriginaldatenDrei Kennzahlen, drei Stationen der AusbildungBestand und Prüfungen umfassen andere Personengruppen als die Neuverträge eines einzelnen Jahres.
Neuverträge 2025
63.900Personen, die 2025 einen neuen Ausbildungsvertrag geschlossen haben.
Ausbildungsbestand Ende 2025
157.200Alle zu diesem Zeitpunkt in Ausbildung befindlichen Personen über mehrere Jahrgänge.
Bestandene Abschlüsse 2025
35.300Erfolgreiche Prüfungen im Jahr 2025; keine Erfolgsquote der 2025 gestarteten Kohorte.

Aus den drei Zahlen darf keine Abbruch- oder Bestehensquote errechnet werden. Datengrundlage: Quelle 1, Quelle 2

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Der Zuwachs verteilt sich nicht gleich über Alter und Geschlecht

71 Prozent der Auszubildenden mit Neuvertrag waren Frauen und 29 Prozent Männer. Der Männeranteil stieg damit gegenüber 24 Prozent im Jahr 2020. Gleichzeitig nahm der Anteil der 22- bis 29-Jährigen seit 2020 zu und lag 2025 bei 31 Prozent; gut die Hälfte der Neuverträge entfiel weiterhin auf Menschen bis 21 Jahre.

Diese Verschiebungen sind für Ansprache, Lernbegleitung und Lebenslagen in der Ausbildung relevant. Sie bedeuten jedoch nicht automatisch, dass bestimmte Gruppen leichter einen Ausbildungsplatz finden oder erfolgreicher abschließen. Dafür wären regionale, schulische und verlaufsbezogene Daten erforderlich.

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Für Interessierte und Schulen bleiben die örtlichen Bedingungen entscheidend

Die bundesweite Statistik ändert keine Zugangsvoraussetzung, Vergütung, Bewerbungsfrist oder Platzvergabe einer konkreten Pflegeschule. Ausbildungsinteressierte können aus ihr ableiten, dass der Bildungsgang insgesamt wächst; ob ein passendes Angebot vorhanden ist, muss weiterhin bei Schulen und Trägern vor Ort geprüft werden.

Für Schulen und Praxiseinrichtungen ist der Anstieg ein Planungssignal für Lehrkapazität, Praxisanleitung und verlässliche Begleitung. Ob aus mehr Verträgen langfristig mehr Pflegefachpersonen entstehen, entscheidet sich aber erst an Ausbildungsqualität, erfolgreichen Abschlüssen, Berufseinstieg und Bindung im Beruf.

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Quellen

Verantwortlich: Benjamin Metzig

Zuletzt aktualisiert: 1. September 2026

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