Misstrauen bei Pflegebedarf
Misstrauen bei Pflegebedarf ist eine anhaltende oder situative Erwartung, dass andere schaden, täuschen, stehlen oder Kontrolle übernehmen wollen.
Es kann aus früheren Erfahrungen, Sinnesproblemen, Demenz, Delir, Psychose, realen Grenzverletzungen oder unklaren Abläufen entstehen.
Auch gebräuchlich: Beschuldigungen bei Demenz, misstrauisches Verhalten
Misstrauen bei Pflegebedarf: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Es kann aus früheren Erfahrungen, Sinnesproblemen, Demenz, Delir, Psychose, realen Grenzverletzungen oder unklaren Abläufen entstehen. Bei Misstrauen bei Pflegebedarf werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Misstrauen bei Pflegebedarf
- Veränderung erkennen
Auslöser, beteiligte Personen, verschwundene Gegenstände, Hör- und Sehfähigkeit, Orientierung und tatsächliche Unstimmigkeiten werden ohne vorschnelle Pathologisierung geprüft. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Transparente Abläufe, gleiche Bezugspersonen, gemeinsames Suchen, Quittungen und respektvolle Bestätigung des erlebten Gefühls können Sicherheit erhöhen. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Misstrauen bei Pflegebedarf werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026