Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Schilddrüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion ist ein Mangel an Schilddrüsenhormonen, der Stoffwechsel, Kreislauf, Verdauung, Haut, Stimmung und Denken verlangsamen kann.

Müdigkeit, Frieren, Verstopfung oder Konzentrationsprobleme sind unspezifisch und werden durch Blutwerte sowie ärztliche Beurteilung eingeordnet.

Auch gebräuchlich: Hypothyreose

Müdigkeit wird nicht allein durch den TSH-Wert erklärt

Eine Schilddrüsenunterfunktion wird anhand von Beschwerden, Vorgeschichte und Blutwerten eingeordnet. Bei einer latenten Unterfunktion ist der TSH-Wert erhöht, während die freien Schilddrüsenhormone noch im Referenzbereich liegen. Nicht jeder solche Befund verlangt sofort Tabletten. Ob behandelt oder zunächst kontrolliert wird, hängt unter anderem von Ausprägung und persönlicher Situation ab. Andere Gründe für Müdigkeit oder Verstopfung bleiben ebenfalls möglich.

Eine gleichbleibende Einnahme erleichtert die Kontrolle

Verordnetes Levothyroxin wird nach dem besprochenen Schema eingenommen. Nahrung, weitere Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel können die Aufnahme beeinflussen; lassen Sie geeignete Abstände in der Apotheke oder Praxis prüfen. Teilen Sie Änderungen der Einnahme und neue Präparate mit, bevor eine Dosis allein aufgrund eines Laborwerts angepasst wird. Kontrolltermine helfen zu beurteilen, ob der Hormonersatz passt.

Quellen

IQWiG und gesund.bund.de erklären Diagnostik und Hormonersatz. Unspezifische Beschwerden allein beweisen keine Unterfunktion; Einnahmeabstände und Kontrollen werden für das verordnete Präparat individuell abgestimmt.

  1. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  2. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Schilddrüsenunterfunktion
  3. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Mit Arzneimitteln richtig umgehen

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026