Leistungen, Wohnen & Versorgung

Transition in die Erwachsenenversorgung

Transition in die Erwachsenenversorgung ist der früh vorbereitete, strukturierte Wechsel eines chronisch kranken oder pflegebedürftigen jungen Menschen aus kinderzentrierten in erwachsenenorientierte Systeme.

Sie betrifft nicht nur Ärzte, sondern auch Pflege, Therapien, Hilfsmittel, Teilhabe, Wohnen, Schule oder Beruf, rechtliche Vertretung und wachsende Selbstverantwortung.

Auch gebräuchlich: Übergang aus der Kinder- in die Erwachsenenmedizin, medizinische Transition

Den Rahmen verstehen

Worum es bei Transition in die Erwachsenenversorgung wirklich geht

Sie betrifft nicht nur Ärzte, sondern auch Pflege, Therapien, Hilfsmittel, Teilhabe, Wohnen, Schule oder Beruf, rechtliche Vertretung und wachsende Selbstverantwortung. Bei Transition in die Erwachsenenversorgung werden Wille und Alltag der betroffenen Person, tatsächlicher Bedarf, verfügbare Unterstützung und der jeweils geltende fachliche oder rechtliche Rahmen zusammen betrachtet. Eine allgemeine Beschreibung ersetzt keine Prüfung des Einzelfalls, schafft aber eine belastbare Gesprächs- und Entscheidungsgrundlage.

Vom Bedarf zur tragfähigen Lösung

Drei Prüfpunkte bei Transition in die Erwachsenenversorgung

  • Lage vollständig erfassen

    Entwicklungsstand, Gesundheitswissen, Selbstmanagement, Einwilligung, Notfallkompetenz, Medikamente, Technik, neue Fachstellen, Termine, Leistungszuständigkeit und Rolle der Eltern werden geprüft. Annahmen werden von belegbaren Angaben und offenen Fragen getrennt.

  • Nächsten Schritt festlegen

    Ein gemeinsamer Zeitplan benennt Übergabegespräch, Unterlagen, erste Kontakte und Rückfalloption; der junge Mensch übt schrittweise Fragen, Entscheidungen und eigene Dokumentenführung. Zuständigkeit, Frist und Rückmeldung werden so festgehalten, dass der Weg auch bei einem Personenwechsel fortgesetzt werden kann.

  • Wirkung und Anschluss sichern

    Bei Transition in die Erwachsenenversorgung wird nachgeprüft, ob die vereinbarte Leistung, Unterstützung oder Entscheidung im Alltag angekommen ist, verstanden wird und das persönliche Ziel tatsächlich fördert.

Quellen

  1. Bundesministerium für Gesundheit: Fit für den Wechsel – Transition in die Erwachsenenversorgung
  2. Bundesministerium der Justiz: Sozialgesetzbuch IX – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
  3. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Wegweiser für Familien mit behindertem oder chronisch krankem Kind

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026