Person & Pflegealltag

Zahnprothese

Eine Zahnprothese ist herausnehmbarer oder festsitzender Zahnersatz, der fehlende Zähne funktionell und ästhetisch ersetzt.

Sitz, Reinigung, Kennzeichnung, sichere Aufbewahrung und Druckstellen sind im Pflegealltag besonders wichtig.

Auch gebräuchlich: Zahnersatz, Gebissprothese

Pflegealltag

Zahnersatz muss funktionieren, sitzen und gepflegt werden

Zahnprothesen können Kauen, Aussprache und Aussehen unterstützen, benötigen aber eine individuelle Passform und tägliche Pflege. Gewichtsveränderung, Veränderungen des Kiefers oder Schäden am Zahnersatz können den Sitz verschlechtern und Schmerzen oder geringere Nahrungsaufnahme verursachen.

Vertiefung

Zahnprothese sicher einordnen: Richtig reinigen – Verwechslung verhindern

  • Richtig reinigen

    Prothesen werden nach Hersteller- und zahnärztlicher Empfehlung mechanisch gereinigt. Sehr heißes Wasser, aggressive Mittel oder harte Werkzeuge können Material und Oberfläche schädigen.

  • Mund ohne Prothese pflegen

    Zahnfleisch, Zunge, Gaumen und verbliebene Zähne brauchen ebenfalls Reinigung und Beobachtung. Zahnersatz allein hält den Mund nicht gesund.

  • Verwechslung verhindern

    In Einrichtungen werden Prothesen eindeutig und diskret zugeordnet. Sichere Behälter und feste Abläufe vermeiden Verlust, Vertauschung oder versehentliche Entsorgung.

Kurz geklärt

Missverständnisse rund um Zahnprothese klären

  • Soll eine Zahnprothese nachts getragen werden

    Das hängt von Prothesenart, Mundsituation und individueller Empfehlung ab. Häufig entlastet eine Tragepause die Schleimhaut; bei besonderen funktionellen Gründen kann etwas anderes vereinbart sein. Aufbewahrung und Reinigung müssen geklärt sein.

  • Was tun bei einer Druckstelle

    Die Ursache sollte zahnärztlich geprüft werden. Eigenmächtiges Abschleifen oder dauerhaft mehr Haftmittel kann das Problem verschleiern. Bis zur Klärung werden Schmerzen, Nahrungsaufnahme und Mundschleimhaut beobachtet.

Quellen

  1. AWMF, DGAZ und DGZMK: Zahnmedizinische Betreuung geriatrischer Patientinnen und Patienten

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026