Atemtherapiegerät
Ein Atemtherapiegerät unterstützt eine verordnete Sauerstoffgabe, Inhalation, Sekretmobilisation oder Beatmung und verbindet technische Funktion mit einer unmittelbar wirksamen Behandlung.
Gerät, Zubehör, Einstellungen und Arzneimittel müssen zur Person und zum konkreten Auftrag passen; baugleiche Systeme oder ähnliche Anschlüsse sind nicht automatisch austauschbar.
Auch gebräuchlich: respiratorisches Therapiegerät, Sauerstoff-, Inhalations- und Beatmungstechnik
Inhalation, Sauerstoffgabe und Beatmung erfüllen verschiedene Aufgaben
Ein Vernebler bringt ein vorgesehenes Mittel in die Atemwege, ein Sauerstoffgerät erhöht die zugeführte Sauerstoffmenge, ein Beatmungsgerät unterstützt die Atmung. Je nach Erkrankung können mehrere Systeme nötig sein. Ähnliche Schläuche oder Anschlüsse machen Geräte nicht austauschbar. Lassen Sie Zweck, Anwendung und typische Störungen des konkret verordneten Systems erklären und üben Sie Aufbau und Kontrolle unter Anleitung.
Den normalen Betrieb und einen Ausfall gleichermaßen planen
Prüfen Sie nach Geräteanleitung Anschlüsse, Stromversorgung, vorgesehenes Zubehör und Hygiene. Die Person wird auf Atemarbeit, Wachheit, Hautdruckstellen und Verträglichkeit beobachtet. Für einen Alarm muss feststehen, welche einfachen Kontrollen die geschulte Person selbst durchführen darf und wann sofort Hilfe nötig ist. Reservegerät, Akku oder andere Ersatzversorgung richten sich nach der tatsächlichen Abhängigkeit. Einstellungen, Sauerstoffmenge und Alarmgrenzen werden nicht auf Verdacht verändert, um ein Warnsignal zum Schweigen zu bringen.
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Quellen
Die DGP-Leitlinie behandelt nichtinvasive Beatmung bei chronischer Ateminsuffizienz; KRINKO ergänzt Hygiene. Inhalations-, Sauerstoff- und andere Atemtherapiegeräte haben eigene Anleitungen. Einstellungen und Ausfallpläne lassen sich nicht zwischen diesen Gerätearten übertragen.
- Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin / AWMF: S3-Leitlinie Nichtinvasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz, Version 1.3 (2024)
- Robert Koch-Institut: Aktuelle Empfehlungen der KRINKO
- Deutscher Rat für Wiederbelebung: Reanimationsleitlinien 2025
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026