Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Beatmung

Beatmung unterstützt oder übernimmt die Atmung über eine Maske oder einen invasiven Atemweg mit individuell eingestellten Druck-, Volumen- und Alarmparametern.

Sichere Versorgung benötigt qualifizierte Einweisung, überwachte Schnittstellen, Notfallstrom, Ersatzmaterial und einen schriftlichen Geräteausfallplan.

Auch gebräuchlich: nichtinvasive Beatmung, invasive Beatmung

Klinisch einordnen

Beatmung: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten

Sichere Versorgung benötigt qualifizierte Einweisung, überwachte Schnittstellen, Notfallstrom, Ersatzmaterial und einen schriftlichen Geräteausfallplan. Bei Beatmung werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.

Sicher handeln

Drei Entscheidungspunkte bei Beatmung

  • Veränderung erkennen

    Atmung, Bewusstsein, Maskensitz, Haut, Sekret, Geräteanzeigen, Alarme und Abweichung vom üblichen Verlauf werden zusammen beurteilt. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.

  • Unterstützung anpassen

    Pflege setzt ausschließlich freigegebene Einstellungen um, schützt Druckstellen, sichert Schläuche und kennt den geübten Ablauf bei Alarm oder Stromausfall. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.

  • Versorgung abstimmen

    Bei Beatmung werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.

Vom Begriff zur Handlung

Passende Fachbeiträge

Quellen

  1. NICE: Chronic obstructive pulmonary disease in over 16s
  2. Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege
  3. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026