Beckenbodensenkung
Eine Beckenbodensenkung ist das Absinken von Blase, Gebärmutter, Scheide oder Enddarm durch geschwächtes Stützgewebe und kann Druckgefühl, Inkontinenz oder Entleerungsprobleme verursachen.
Beschwerden hängen von Ausmaß, Belastung und persönlichem Empfinden ab; nicht jede Senkung benötigt eine Operation.
Auch gebräuchlich: Organsenkung, Prolaps
Der persönliche Leidensdruck zählt bei der Behandlungswahl
Eine Senkung kann Druck- oder Fremdkörpergefühl und Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang verursachen. Wie stark sie stört, hängt nicht nur vom Untersuchungsbefund ab. Bei geringen Beschwerden kann Beobachtung ausreichen; angeleitetes Beckenbodentraining, ein stützendes Pessar oder eine Operation sind weitere Möglichkeiten. Vorteile, Belastungen und eigene Ziele werden gemeinsam besprochen.
Bei einem Pessar Pflege und Kontrollen von Anfang an klären
- Passform erproben
Ein Pessar muss fachlich angepasst werden. Fragen Sie, woran guter Sitz erkennbar ist und bei welchen Beschwerden Sie früher Kontakt aufnehmen sollen.
- Entfernen und Reinigen vereinbaren
Je nach Modell und Fähigkeiten kann die Person die Pflege selbst erlernen oder Unterstützung benötigen. Ein vergessener Wechselplan ist keine Dauerlösung.
- Den Alltag einbeziehen
Besprechen Sie Toilettengang, Verstopfung, Husten, Heben und Sexualität. Maßnahmen sollen Beschwerden lindern und dürfen nicht unnötig jede Aktivität einschränken.
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Quellen
IQWiG beschreibt Beckenbodentraining und Pessare bei Scheiden- oder Gebärmuttersenkung. Die Wahl richtet sich nach Beschwerden und Wünschen; ein Pessar benötigt Anpassung und verlässliche Kontrollen.
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Beckenbodentraining und Pessare bei Scheiden- oder Gebärmuttersenkung
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Blasenschwäche und Harninkontinenz im Alter
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026