Rezidivierender Harnwegsinfekt
Ein rezidivierender Harnwegsinfekt ist das wiederholte Auftreten ärztlich bestätigter Infektionen der Harnwege innerhalb eines begrenzten Zeitraums.
Katheter, Restharn, Steine, Schleimhautveränderung und weitere Ursachen werden geprüft; Bakterien im Urin ohne Beschwerden sind nicht automatisch eine Infektion.
Auch gebräuchlich: wiederkehrender Harnwegsinfekt
Wiederkehrende Beschwerden brauchen eine gezielte Ursachensuche
Von wiederkehrenden Harnwegsinfekten wird häufig bei mindestens zwei Episoden in sechs Monaten oder drei in einem Jahr gesprochen. Gemeint sind Infektionen mit passenden Beschwerden, nicht mehrere positive Teststreifen ohne Symptome. Frühere Urinkulturen und Behandlungen helfen, Rückfälle und neue Episoden einzuordnen. Auch Restharn, Steine oder ein Katheter können eine Rolle spielen.
Vorbeugung gemeinsam auswählen und ihren Nutzen überprüfen
Halten Sie Beginn, Beschwerden, Untersuchung und verordnetes Antibiotikum der einzelnen Episoden fest. Die Praxis kann damit eine gezieltere Strategie besprechen. Nach den Wechseljahren kann bei geeigneter Situation eine lokale vaginale Östrogenbehandlung infrage kommen; das ist keine allgemeine Empfehlung für jede Person. Weitere vorbeugende Medikamente oder eine Antibiotikaprophylaxe benötigen eine Abwägung und Verlaufskontrolle. Ausreichendes Trinken bleibt an mögliche Herz- oder Nierenvorgaben gebunden.
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Quellen
NICE NG112 behandelt vorbeugende Strategien bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Die IDSA grenzt symptomlose Bakteriurie ab; Empfehlungen unterscheiden sich nach Anatomie, Schwangerschaft, Katheter und weiteren Risiken.
- National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Urinary tract infection (recurrent): antimicrobial prescribing – NG112
- Infectious Diseases Society of America (IDSA): Clinical Practice Guideline for the Management of Asymptomatic Bacteriuria (2019)
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026