Dialyse
Dialyse ist ein Nierenersatzverfahren, das Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper entfernt.
Zugangs- oder Katheterschutz, Gewicht, Kreislauf, vereinbarte Trinkmenge und Termine bestimmen den Pflegealltag mit.
Auch gebräuchlich: Blutwäsche, Nierenersatzverfahren
Dialyse ersetzt nur einen Teil der Nierenfunktion
Dialyse ersetzt einen Teil der Ausscheidungs- und Regulationsfunktion der Nieren. Hämodialyse reinigt Blut außerhalb des Körpers, Peritonealdialyse nutzt das Bauchfell. Behandlungstage, Gefäß- oder Bauchzugang, Flüssigkeit, Ernährung, Medikamente und Infektionsschutz prägen den Pflegealltag.
Dialyse sicher einordnen: Zugang schützen – Infektionszeichen
- Zugang schützen
Dialyseshunt, Katheter oder Peritonealzugang werden auf Rötung, Schmerz, Schwellung, Sekret und Funktion beobachtet. Blutdruckmessung und Einschnürung am Shuntarm werden vermieden.
- Gewicht vergleichen
Gewicht vor und nach Behandlung hilft, Flüssigkeitsentzug zu steuern. Schwindel, Krämpfe und Erschöpfung nach Dialyse werden ernst genommen.
- Termine sichern
Ausfälle oder erhebliche Verspätung können gefährlich sein. Transport, Medikamente, Mahlzeiten und Pflegehandlungen werden um den verbindlichen Dialyseplan organisiert.
- Infektionszeichen
Fieber, Schüttelfrost oder Veränderungen am Zugang benötigen rasche Abklärung, besonders bei zentralem Katheter oder Peritonealdialyse.
Fragen, die bei Dialyse häufig entscheiden
Darf am Shuntarm Blutdruck gemessen werden?
In der Regel nein. Druck, Blutabnahme und enge Kleidung können den Gefäßzugang gefährden. Individuelle Kennzeichnung und Information aller Beteiligten verhindern Verwechslungen.
Warum ist die Trinkmenge oft begrenzt?
Wenn wenig Urin ausgeschieden wird, sammelt sich Flüssigkeit zwischen Behandlungen an und belastet Herz und Lunge. Die persönliche Grenze richtet sich nach Restfunktion und Dialyseplan.
Was ist bei fehlendem Shuntgeräusch zu tun?
Wenn das gewohnte Schwirren oder Pulsieren nicht tastbar ist, kann ein Verschluss vorliegen. Nicht massieren oder abwarten, sondern sofort das Dialysezentrum beziehungsweise den vereinbarten Notfallkontakt informieren.
Quellen
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026