Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Dialyseshunt

Ein Dialyseshunt ist eine operativ geschaffene Verbindung zwischen Arterie und Vene, die einen ausreichend starken Gefäßzugang für die Hämodialyse ermöglicht.

Der Shuntarm braucht Schutz vor Druck, Blutentnahme, Blutdruckmessung und Verletzung sowie regelmäßige Kontrolle von Strömungszeichen und Haut.

Auch gebräuchlich: AV-Fistel, Shunt für Hämodialyse

Das gewohnte Schwirren und die Haut kennenlernen

Ein Shunt verbindet operativ eine Arterie mit einer Vene; daneben gibt es Zugänge mit Gefäßprothesen. Lassen Sie sich zeigen, wie sich Ihr Zugang normalerweise anfühlt und welche Änderungen gemeldet werden sollen. Blutdruckmessungen, gewöhnliche Blutabnahmen und einschnürender Druck werden am Shuntarm vermieden. Ein pauschales Verbot jeder Bewegung ist dagegen nicht sinnvoll; geeignete Belastung wird individuell besprochen.

Bei verändertem Zugang das Dialyseteam sofort erreichen

Fehlt das gewohnte Schwirren, nehmen Schmerzen oder Schwellung zu oder wird die Hand kalt und schmerzhaft, ist eine sofortige fachliche Beurteilung nötig. Den Shunt nicht massieren oder selbst punktieren. Rötung, Sekret und Fieber können auf eine Infektion hinweisen. Bewahren Sie den zuständigen Notfallkontakt erreichbar auf und sagen Sie auch anderen Behandelnden, an welchem Arm der Dialysezugang liegt.

Quellen

Die NHS-Informationen beschreiben Zugangskomplikationen und Erste Hilfe bei starker Shuntblutung. Für Deutschland gilt 112; Kontrollen, Bewegung und Punktionspflege werden persönlich mit dem Dialyseteam eingeübt.

  1. Dorset County Hospital NHS Foundation Trust: Management of Life Threatening Bleed from Haemodialysis Fistula or Graft
  2. National Health Service (NHS): Complications of dialysis
  3. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Chronische Nierenerkrankung

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026