Hepatische Enzephalopathie
Hepatische Enzephalopathie ist eine durch schwere Leberfunktionsstörung verursachte Beeinträchtigung von Denken, Aufmerksamkeit, Motorik und Bewusstsein.
Infektion, Blutung, Verstopfung, Flüssigkeits- oder Elektrolytstörung und Medikamente können eine Episode auslösen.
Auch gebräuchlich: Leberenzephalopathie
Hepatische Enzephalopathie: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Infektion, Blutung, Verstopfung, Flüssigkeits- oder Elektrolytstörung und Medikamente können eine Episode auslösen. Bei Hepatische Enzephalopathie werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Hepatische Enzephalopathie
- Veränderung erkennen
Schlaf-Wach-Rhythmus, Orientierung, Handschrift oder Feinmotorik, Gang, Stuhlgang, Blutungs- und Infektionszeichen werden gegenüber dem Ausgangszustand beobachtet. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Verordnete Medikamente, Stuhlziel und Auslöserbehandlung werden exakt umgesetzt; sedierende Mittel oder Eiweißrestriktion werden nicht eigenmächtig begonnen. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Hepatische Enzephalopathie werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Mit Arzneimitteln richtig umgehen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026