Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Immuntherapie bei Krebs

Immuntherapie bei Krebs aktiviert oder verändert die körpereigene Immunantwort gegen Tumorzellen und kann andere, teils verzögert auftretende Nebenwirkungen als Chemotherapie verursachen.

Entzündliche Reaktionen können Haut, Darm, Lunge, Leber, Hormondrüsen oder weitere Organe betreffen und müssen früh gemeldet werden.

Auch gebräuchlich: Krebsimmuntherapie, Checkpoint-Inhibitor

Immuntherapie umfasst unterschiedliche Behandlungsarten

Bei einer Immuntherapie wird das Immunsystem gezielt gegen Krebs genutzt. Dazu gehören unterschiedliche Verfahren. Checkpoint-Hemmer lösen beispielsweise Bremsen der Immunantwort; dabei können auch gesunde Organe entzündlich betroffen sein. Andere Verfahren haben andere Risiken. Deshalb ist der genaue Name der Behandlung wichtiger als die Sammelbezeichnung ‚Immuntherapie‘.

Neue Beschwerden früh und mit Therapiebezug melden

  • Darm und Atmung beachten

    Neuer oder zunehmender Durchfall, Husten und Atemnot werden zeitnah dem Behandlungsteam gemeldet. Nicht bis zum nächsten planmäßigen Termin warten.

  • Ungewöhnliche Veränderungen nennen

    Starke neue Müdigkeit, Kopfschmerz, Ausschlag oder Kreislaufbeschwerden können ebenfalls bedeutsam sein. Beginn und Verlauf helfen bei der Einordnung.

  • Behandlungsausweis mitnehmen

    Informieren Sie auch andere Praxen und Notaufnahmen über Präparat und letzte Gabe. Nebenwirkungen können noch nach dem Ende der Behandlung auftreten.

Quellen

Der Krebsinformationsdienst beschreibt unterschiedliche Immuntherapien. Die ESMO-Patientenleitlinie vertieft immunvermittelte Nebenwirkungen von Checkpoint-Hemmern; deren Ablauf wird nicht allen immunologischen Krebsbehandlungen gleichgesetzt.

  1. Deutsches Krebsforschungszentrum – Krebsinformationsdienst: Immuntherapie gegen Krebs
  2. European Society for Medical Oncology (ESMO): Patientenleitlinie: Immuntherapie-bedingte Nebenwirkungen und ihr Management

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026