Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Kompressionstherapie

Kompressionstherapie übt kontrollierten Druck auf eine Extremität aus, um venösen Rückfluss zu verbessern und Ödeme oder venöse Wunden zu behandeln.

Binden, Strümpfe und adaptive Systeme unterscheiden sich; Voraussetzung sind klare Indikation, passende Größe, geschulte Anwendung und geklärte arterielle Durchblutung.

Auch gebräuchlich: medizinische Kompression, Kompressionsstrumpf

Klinisch einordnen

Kompressionstherapie: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten

Binden, Strümpfe und adaptive Systeme unterscheiden sich; Voraussetzung sind klare Indikation, passende Größe, geschulte Anwendung und geklärte arterielle Durchblutung. Bei Kompressionstherapie werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.

Sicher handeln

Drei Entscheidungspunkte bei Kompressionstherapie

  • Veränderung erkennen

    Haut, Umfang, Schmerz, Farbe, Temperatur, Zehengefühl, Sitz und Falten werden vor und nach dem Anlegen sowie im Tagesverlauf kontrolliert. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.

  • Unterstützung anpassen

    System wird nach Verordnung mit geeigneter Technik angelegt, Haut gepflegt und Anzieh- beziehungsweise Ausziehhilfen für selbstständige Nutzung erprobt. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.

  • Versorgung abstimmen

    Bei Kompressionstherapie werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.

Quellen

  1. AWMF: S3-Leitlinie Lokaltherapie schwerheilender und chronischer Wunden
  2. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026