Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Orthostatische Hypotonie

Orthostatische Hypotonie ist ein deutlicher Blutdruckabfall beim Aufstehen, der Schwindel, Schwäche oder Ohnmacht auslösen kann.

Langsames Aufrichten, sichere Begleitung, Beobachtung und ärztliche Prüfung möglicher Ursachen senken das Sturzrisiko.

Auch gebräuchlich: orthostatische Dysregulation, Kreislaufabfall beim Aufstehen

Klinisch einordnen

Beim Aufstehen sackt der Kreislauf ab

Orthostatische Hypotonie ist ein deutlicher Blutdruckabfall beim Aufrichten, der Schwindel, Schwarzwerden vor Augen, Schwäche oder Sturz verursachen kann. Flüssigkeitsmangel, Medikamente, lange Bettruhe, neurologische Erkrankungen und autonome Störungen können beitragen. Symptome und Messwerte werden im zeitlichen Zusammenhang beurteilt.

Vertiefung

Orthostatische Hypotonie sicher einordnen: Langsam aufrichten – Sturzfolgen verhindern

  • Langsam aufrichten

    Erst aufsetzen, Beine bewegen, kurz warten und dann mit sicherer Unterstützung aufstehen. Hektisches Hochziehen erhöht Sturz- und Kreislaufrisiko.

  • Messung standardisieren

    Blutdruck und Puls werden nach Ruhe und in festgelegten Abständen nach Lagewechsel gemessen. Zeitpunkt, Symptome und Medikamente gehören zur Dokumentation.

  • Auslöser erkennen

    Morgenstunden, warme Räume, große Mahlzeiten, Dehydration oder neue Medikamente können Beschwerden verstärken und helfen bei der Ursachenklärung.

  • Sturzfolgen verhindern

    Erreichbare Sitzmöglichkeiten, Klingel, passende Schuhe und Begleitung bei bekannten Risikosituationen verbinden Kreislaufmanagement mit Sturzprävention.

Konkrete Orientierung

Fragen, die bei Orthostatische Hypotonie häufig entscheiden

Was tun bei akutem Schwindel nach dem Aufstehen?

Sofort sicher hinsetzen oder hinlegen, Sturz verhindern und Beschwerden beobachten. Bei Ohnmacht, Brustschmerz, neurologischen Zeichen oder anhaltenden Problemen medizinische beziehungsweise notfallmäßige Hilfe organisieren.

Soll mehr getrunken oder Salz gegessen werden?

Solche Maßnahmen können bei manchen Ursachen helfen, sind bei Herz-, Nieren- oder Blutdruckerkrankungen aber nicht pauschal sicher. Sie gehören in einen individuell ärztlich abgestimmten Plan.

Kann ein Medikament die Ursache sein?

Ja. Blutdrucksenker, Entwässerungsmittel, Psychopharmaka und weitere Arzneimittel können beitragen. Eine Medikationsprüfung ist sinnvoll; Präparate werden nicht eigenmächtig abgesetzt.

Quellen

  1. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Stürze bei älteren Menschen
  2. Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Methodenpapier

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026