Synkope
Eine Synkope ist ein plötzlich einsetzender, kurzer Bewusstseinsverlust durch vorübergehend zu geringe Hirndurchblutung mit meist rascher spontaner Erholung.
Ursachen reichen von Kreislaufreaktion und Orthostase bis zu Herzrhythmusstörung; Sturzfolgen und Verwechslung mit Krampfanfall müssen berücksichtigt werden.
Auch gebräuchlich: kurze Bewusstlosigkeit, Ohnmacht
Synkope: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Ursachen reichen von Kreislaufreaktion und Orthostase bis zu Herzrhythmusstörung; Sturzfolgen und Verwechslung mit Krampfanfall müssen berücksichtigt werden. Bei Synkope werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Synkope
- Veränderung erkennen
Dauer, Situation, Vorzeichen, Hautfarbe, Puls, Atmung, Verletzung, Zuckungen und Zustand nach dem Ereignis werden von anwesenden Personen konkret beschrieben. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Atmung wird geprüft, bei normaler Atmung sichere Lagerung und weitere Beobachtung gewährleistet; erstes Ereignis und unklare Ursache werden medizinisch abgeklärt. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Synkope werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026