Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Synkope

Eine Synkope ist ein plötzlich einsetzender, kurzer Bewusstseinsverlust durch vorübergehend zu geringe Hirndurchblutung mit meist rascher spontaner Erholung.

Eine rasche Erholung ist möglich, beweist aber keine harmlose Ursache. Besonders ein erstes, ungeklärtes oder wiederholtes Ereignis sollte medizinisch abgeklärt werden.

Auch gebräuchlich: kurze Bewusstlosigkeit, Ohnmacht

Während der Bewusstlosigkeit nicht auf die erwartete Erholung warten

Reagiert die Person nicht, werden sofort Hilfe und 112 organisiert und die Atmung geprüft. Bei fehlender oder nicht normaler Atmung beginnt die Wiederbelebung nach Anleitung der Leitstelle. Bei vorhandener normaler Atmung wird der Atemweg gesichert, in der Regel durch stabile Seitenlage, und die Atmung weiter überwacht. Nichts zu trinken einflößen.

Nach dem Ereignis den Ablauf möglichst genau beschreiben

  • Situation vor dem Kollaps

    War die Person aufgestanden, lange gestanden oder körperlich belastet? Gab es vorher Herzrasen, Schmerzen, Übelkeit oder Schwarzwerden vor Augen? Solche Angaben helfen bei der Ursachenklärung.

  • Beobachtungen währenddessen

    Anwesende beschreiben ungefähre Dauer, Atmung, Hautfarbe, mögliche Verletzung und auffällige Bewegungen. Einzelne Zuckungen allein beweisen keinen epileptischen Anfall.

  • Erholung und weiterer Schutz

    Nach dem Wiedererlangen des Bewusstseins nicht sofort allein aufstehen lassen. Neue Beschwerden, Verwirrtheit und Sturzfolgen werden geprüft und mitgeteilt. Über weitere Untersuchung und sichere Mobilität entscheidet die behandelnde Stelle.

Quellen

Die ESC-Leitlinie behandelt Ursachen und Abklärung von Synkopen, die DRK-Information unmittelbare Erste Hilfe. Erst im Nachhinein lässt sich ein kurzer Bewusstseinsverlust als Synkope einordnen; währenddessen zählt die Prüfung von Reaktion und Atmung.

  1. European Society of Cardiology (ESC): Guidelines for the diagnosis and management of syncope (2018)
  2. Deutsches Rotes Kreuz: Wiederbelebung: Prüfen, Rufen, Drücken
  3. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026