Medikamente stellen
Medikamente stellen bedeutet, verordnete Einzeldosen für definierte Einnahmezeiten patientenbezogen vorzubereiten und bis zur Gabe sicher aufzubewahren.
Der Vorgang verlangt eine aktuelle eindeutige Verordnung, störungsarme Arbeitsbedingungen, Hygiene und eine lückenlose Zuordnung; nicht jedes Präparat eignet sich zum Vorbereiten außerhalb der Originalpackung.
Auch gebräuchlich: Arzneimittel stellen, Wochenbox befüllen
Eine gefüllte Wochenbox beweist noch keine sichere Einnahme
Beim Stellen werden Dosen für festgelegte Zeitpunkte vorbereitet. Ob die Person das richtige Fach öffnet, die Tabletten schlucken kann und sie tatsächlich einnimmt, muss zusätzlich geklärt sein. Sorgen Sie für gute Beleuchtung, eine saubere Arbeitsfläche und möglichst wenige Unterbrechungen. Bearbeiten Sie die Medikamente einer Person vollständig, bevor die nächste Person an der Reihe ist, damit Zuordnungen erhalten bleiben.
Nach einer Verordnungsänderung die vorbereiteten Fächer überprüfen
Wird ein Mittel abgesetzt oder anders dosiert, reicht es nicht, nur den Plan zu ändern. Bereits vorbereitete Boxen oder Blister müssen durch die zuständige Stelle fachlich angepasst beziehungsweise ersetzt werden. Unbekannte Tabletten werden nicht anhand von Farbe und Form erraten. Manche Präparate benötigen Schutz vor Licht oder Feuchtigkeit und eignen sich nicht für jede Wochenbox. Fragen Sie die Apotheke nach Eignung, Teilbarkeit und sicherer Aufbewahrungsdauer. Eine Bruchkerbe garantiert nicht bei jedem Arzneimittel eine gleichmäßige Dosisverteilung.
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Quellen
AkdÄ beschreibt Fehlerquellen im Medikationsprozess; die Bundesapothekerkammer ergänzt sachgerechte Lagerung. Ob ein einzelnes Präparat aus der Originalverpackung genommen, geteilt oder länger vorbereitet werden darf, wird produktspezifisch in der Apotheke geklärt.
- Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Arzneimitteltherapiesicherheit
- Bundesapothekerkammer: Leitlinien Prüfung und Lagerung
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Mit Arzneimitteln richtig umgehen
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026