Mundpflege am Lebensende
Mundpflege am Lebensende lindert Trockenheit, Beläge, unangenehmen Geschmack, Verletzungen und Durstgefühl mit möglichst schonenden, individuell angenehmen Maßnahmen.
Komfort und Zustimmung stehen vor einem schematischen Reinigungsziel. Häufigkeit und Mittel richten sich nach wahrnehmbarer Linderung und Belastung.
Auch gebräuchlich: palliative Mundpflege, Mundpflege in der Sterbephase
Kleine, häufige und vertraute Maßnahmen können großen Komfort schaffen
In der Sterbephase nimmt die orale Aufnahme oft ab und Mundatmung verstärkt Trockenheit. Lippen, Zunge und Schleimhaut werden regelmäßig beobachtet und nach Wunsch befeuchtet oder vorsichtig gereinigt. Geschmack, Temperatur und vertraute Produkte können wichtig sein; jeder Reiz wird an Reaktion und Belastung angepasst.
Worauf es bei Mundpflege am Lebensende besonders ankommt
- Befeuchten statt überfordern
Kleine Mengen, befeuchtete Tupfer oder geeignete Gele können angenehmer sein als umfangreiches Spülen. Schluckfähigkeit und Aspirationsrisiko werden berücksichtigt.
- Schmerzzeichen beachten
Abwehr, Grimassieren, Blutung, Pilzbelag oder verletzte Mundwinkel können zusätzliche Behandlung erfordern. Mundpflege wird nicht gegen deutliche Belastung fortgesetzt.
- Angehörige anleiten
Wer helfen möchte, erhält eine einfache sichere Vorgehensweise und erfährt, welche Mittel ungeeignet sind. Nähe und Zuwendung bleiben wichtiger als technische Perfektion.
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Quellen
- AWMF, DGAZ und DGZMK: Zahnmedizinische Betreuung geriatrischer Patientinnen und Patienten
- World Health Organization: Palliative care
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026