Polyneuropathie
Polyneuropathie ist eine Schädigung mehrerer peripherer Nerven, die Taubheit, Kribbeln, brennenden Schmerz, Muskelschwäche und unsicheren Gang verursachen kann.
Diabetes, Alkohol, Medikamente, Mangelzustände und weitere Erkrankungen sind mögliche Ursachen; verminderte Sensibilität erhöht Verletzungs- und Fußrisiken.
Auch gebräuchlich: periphere Neuropathie
Polyneuropathie: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Diabetes, Alkohol, Medikamente, Mangelzustände und weitere Erkrankungen sind mögliche Ursachen; verminderte Sensibilität erhöht Verletzungs- und Fußrisiken. Bei Polyneuropathie werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Polyneuropathie
- Veränderung erkennen
Gefühl, Schmerz, Kraft, Gleichgewicht, Haut, Schuhe, Stürze und Verteilung der Beschwerden werden beidseits und im Verlauf beobachtet. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Fußschutz, passende Schuhe, Hilfsmittel, sichere Temperaturprüfung und Bewegung werden angepasst; Ursache und Schmerztherapie werden ärztlich geklärt. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Polyneuropathie werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- AWMF und NVL-Programm: Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Multiple Sklerose
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026