Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Urostoma

Ein Urostoma ist eine operativ geschaffene Ableitung des Urins über die Bauchdecke.

Dichtigkeit, kontinuierlicher Urinfluss, Hautschutz, Versorgungssystem und Infektionszeichen werden beobachtet.

Auch gebräuchlich: künstlicher Blasenausgang, Harnstoma

Pflegealltag

Beim Urostoma muss Urin ungehindert ablaufen

Ein Urostoma leitet Urin dauerhaft über ein operativ geschaffenes Stoma ab, häufig über ein kurzes Darmsegment. Urin fließt kontinuierlich in einen Beutel. Versorgung achtet auf dichten Hautschutz, freie Ableitung, Flüssigkeit nach Vorgabe und Veränderungen von Stoma und Urin.

Vertiefung

Urostoma sicher einordnen: Freier Abfluss – Haut passgenau schützen

  • Freier Abfluss

    Schlauch und Beutel liegen ohne Knick oder Zug und unterhalb des Stomas. Rückstau erhöht Leckage- und Infektionsrisiko.

  • Schleim einordnen

    Da häufig Darmgewebe genutzt wird, kann Schleim im Urin normal sein. Neue starke Trübung, Blut, Geruch und Beschwerden werden dennoch beurteilt.

  • Haut passgenau schützen

    Die Öffnung der Platte passt zur aktuellen Stomaform. Feuchte aufgeweichte Haut und wiederholte Undichtigkeit benötigen Stomafachberatung.

Kurz geklärt

Missverständnisse rund um Urostoma klären

  • Muss ein Urostomabeutel nachts geleert werden

    Ein Nachtbeutel kann größere Mengen aufnehmen und Schlaf unterstützen. Verbindung, Rückflussvermeidung und Reinigung erfolgen nach Systemvorgabe und individuellem Plan.

  • Wann ist medizinische Hilfe nötig

    Bei Fieber, Flankenschmerz, deutlich weniger Urin, starker Blutung, dunklem Stoma, anhaltender Leckage oder Allgemeinverschlechterung. Fehlender Abfluss mit Schmerz ist dringlich.

Quellen

  1. Gemeinsamer Bundesausschuss: Häusliche Krankenpflege-Richtlinie
  2. Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026