Monika Krohwinkel
Monika Krohwinkel entwickelte ihr Modell nicht nur als Kategorienlehre, sondern in Forschung zur rehabilitierenden Prozesspflege bei Menschen nach Schlaganfall. Fähigkeiten, Probleme, Beziehungen, Umgebung und existenzielle Erfahrungen sollten in einen fördernden Pflegeprozess eingehen.
- Zeit
- Geboren 1941
- Räume und Netzwerke
- Deutschland
- Zeitfenster im Museum
- 1990–2006 · Versicherung & Wissenschaft

Was hier auf dem Spiel steht
Monika Krohwinkel wird in Ausbildung und Dokumentation häufig mit einer Reihe von AEDL oder ABEDL verbunden. Das verkürzt ein Modell, das aus Forschung zur rehabilitierenden Pflege von Menschen nach Schlaganfall hervorging und Fähigkeiten, Probleme, Beziehungen, Umgebung, existenzielle Erfahrungen sowie Organisation in einen fördernden Prozess einordnen wollte.
Der Raum zeigt deshalb keine Merkliste und kein Porträt der lebenden Wissenschaftlerin. Zwei freie Illustrationen richten den Blick auf das eigentliche Prüfgebiet: eine fiktive Forschungssituation zwischen Station und häuslichem Alltag sowie ein Unterstützungsnetz, in dem dieselbe Person nicht auf Defizite reduziert wird. Publikationsgeschichte, kritische Einwände und heutige Rechte stehen gleichberechtigt neben der weiten Verbreitung des Modells.
Warum Monika Krohwinkel in diesem Museum steht
Das Exponat zeigt bewusst keine erfundene Ähnlichkeit der lebenden Wissenschaftlerin. Im Zentrum steht eine fiktive Forschungssituation, in der ein Modell an Alltag, Umfeld und Aushandlung zurückgebunden wird.
Wann fördert ein Prozessmodell Fähigkeiten – und wann verwandelt es individuelle Pflege in Verwaltungsroutine?
3 Prüfaufträge statt fertiger Antworten
Die Aufgaben lassen sich mit den Quellenkarten am Ende der Seite bearbeiten. Entscheidend ist, Behauptung, Beleg, Perspektive und Leerstelle auseinanderzuhalten.
- 01
Welche Fähigkeit, Präferenz oder Beziehung der Person verändert den Pflegeprozess konkret – und wo ist diese Veränderung im Ziel sichtbar?
- 02
Welcher Teil eines festgestellten Problems liegt in Umwelt, Organisation oder fehlender Unterstützung statt in der Person selbst?
- 03
Welche Daten belegen für unsere konkrete Anwendung, dass ein ABEDL-basiertes Vorgehen bessere Ergebnisse erzielt als bloße Dokumentationsvollständigkeit?
Das Zeitfenster neben dem Exponat
Die Epochenräume bilden die deutsch geprägte Hauptchronologie. Bei internationalen Exponaten dient diese Zuordnung als zeitlicher Vergleich, nicht als Gleichsetzung regionaler Geschichte.
Pflege wird versichert, vermessen und erforscht
Pflegeversicherung, Begutachtung und neue Pflegemärkte trafen auf Hochschulen, Forschung und Expertenstandards – mit neuen Ansprüchen und neuen Grenzen.
Vollständiges Zeitfenster öffnen →- Im Zuhause
- Geld-, Sach- und Kombinationsleistungen eröffnen Gestaltungsspielräume. Eine echte Wahl setzt jedoch erreichbare Dienste, verständliche Beratung, Krisenreserven und die freiwillige Beteiligung der Angehörigen voraus.
- Ambulant
- Zulassung, Verträge, Begutachtung und Qualitätsanforderungen schaffen einen verlässlichen Rahmen. Gute Pflege muss dennoch das leisten können, was sich nicht vollständig in Tour, Leistungskomplex oder Dokumentationsfeld übersetzen lässt.
- Stationär
- Die Versicherung beteiligt sich an pflegebedingten Aufwendungen, finanziert aber nicht automatisch das gesamte Leben in einer Einrichtung. Fachlich begründete Qualität verlangt mehr als einen bestandenen Nachweis: Personal, Beziehung, Beteiligung und Ergebnisse müssen zusammenkommen.






