Altershaut
Altershaut bezeichnet altersbedingte Veränderungen wie geringere Elastizität, dünnere Hautschichten, langsamere Regeneration und häufigere Trockenheit.
Sie kann verletzlicher sein, ist aber nicht automatisch krank und braucht eine an Zustand, Wünsche und Belastungen angepasste Pflege.
Auch gebräuchlich: reife Haut, Haut im höheren Lebensalter
Schonender Hautschutz beginnt bei Beobachtung, Reinigung und Reibungsvermeidung
Mit zunehmendem Alter können Talg- und Schweißproduktion abnehmen. Häufiges heißes Waschen, aggressive Produkte, Klebstoffe oder Reibung schädigen die Barriere zusätzlich. Pflege achtet auf Trockenheit, Risse, Hämatome, Druck- und Feuchtigkeitsbelastung und wählt milde Reinigung sowie passende Rückfettung.
Worauf es bei Altershaut besonders ankommt
- Sanft reinigen
Lauwarmes Wasser, hautschonende Produkte und vorsichtiges Trocknen vermindern unnötige Entfettung. Vollständiges Waschen wird nicht häufiger durchgeführt als individuell nötig und gewünscht.
- Reibung reduzieren
Gleit- und Transferhilfen, glatte Kleidung und behutsamer Umgang mit Pflastern schützen fragile Haut. Ziehen an Unterarmen oder Kleidung kann Einrisse verursachen.
- Veränderungen vergleichen
Neue Rötung, Bluterguss, Blase, Juckreiz oder Wunde werden nach Ort und Verlauf beurteilt. Nicht jede Veränderung lässt sich mit Alter erklären.
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Quellen
Hautschutzstandard und ZQP betreffen alltagsnahe Prävention; ISTAP befasst sich speziell mit Hautrissen bei fragiler Haut. Altersbedingte Veränderungen erklären nicht automatisch neue Blutungen, Hautentzündungen oder Wunden.
- Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP): Hautschutz bei pflegebedürftigen Menschen
- International Skin Tear Advisory Panel (ISTAP): Best Practice Recommendations for the Prevention and Management of Skin Tears in Aged Skin, 2. Auflage 2025
- Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Auditinstrumente
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026