Mobilität, Haut & Prävention

Chronische Wunde

Eine chronische Wunde heilt trotz angemessener Zeit und Behandlung nicht regelgerecht, häufig weil Druck, Durchblutungsstörung, Diabetes oder eine andere Grunderkrankung fortbesteht.

Versorgung verbindet Ursachenbehandlung, Wundtherapie, Schmerz, Ernährung, Mobilität und persönliche Ziele. Der Verlauf wird mit einem einheitlichen Verfahren dokumentiert.

Auch gebräuchlich: schwerheilende Wunde, nicht heilende Wunde

Sicher einordnen

Die Wunde ist sichtbar – die heilungshemmende Ursache oft nicht

Dekubitus, venöses oder arterielles Ulkus und diabetische Fußwunde benötigen unterschiedliche Entlastungs- und Behandlungsstrategien. Wundgröße und Verband allein reichen deshalb nicht. Durchblutung, Druck, Ödem, Infektion, Stoffwechsel, Schmerz und Alltagssituation werden systematisch zusammengeführt.

Im Pflegealltag

Worauf es bei Chronische Wunde besonders ankommt

  • Ursache bestimmen

    Lokalisation, Belastung, Gefäßstatus, Sensibilität und Erkrankungen helfen, die Wundart einzuordnen. Ohne Ursachenbehandlung kann auch ein moderner Verband nur begrenzt wirken.

  • Verlauf vergleichbar machen

    Maße, Tiefe, Wundgrund, Rand, Umgebung, Exsudat, Geruch und Schmerz werden nach demselben Verfahren dokumentiert. Fotos brauchen Einwilligung und standardisierte Bedingungen.

  • Alltag und Ziel einbeziehen

    Druckentlastung, Kompression oder häufige Termine müssen praktisch durchführbar sein. Heilung, Stabilisierung, Geruchs- oder Schmerzlinderung können je nach Situation unterschiedliche Ziele sein.

Vom Begriff zur Handlung

Passende Fachbeiträge

Quellen

  1. AWMF: S3-Leitlinie Lokaltherapie schwerheilender und chronischer Wunden
  2. Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Methodenpapier

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026