Amputation
Eine Amputation ist die operative oder unfallbedingte Entfernung einer Gliedmaße oder eines Teils davon mit körperlichen, funktionellen, psychischen und sozialen Folgen.
Wundheilung, Stumpfform, Phantomempfindung, Mobilität, Körperbild und Rehabilitationsziel werden von Beginn an zusammen betrachtet.
Auch gebräuchlich: Gliedmaßenamputation
Amputation: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Wundheilung, Stumpfform, Phantomempfindung, Mobilität, Körperbild und Rehabilitationsziel werden von Beginn an zusammen betrachtet. Bei Amputation werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Amputation
- Veränderung erkennen
Wunde, Schwellung, Haut, Schmerz, Phantomschmerz, Kontrakturrisiko, Stimmung und Fähigkeit zu Transfer oder Selbstversorgung werden regelmäßig beurteilt. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Stumpf wird nach Vorgabe geschützt und geformt, Gelenkbeweglichkeit erhalten und psychologische sowie rehabilitative Unterstützung früh angeboten. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Amputation werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Periphere arterielle Verschlusskrankheit
- World Health Organization: International Classification of Functioning, Disability and Health
- Bundesministerium der Justiz: Sozialgesetzbuch IX – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026