Fraktur
Eine Fraktur ist eine vollständige oder unvollständige Unterbrechung eines Knochens durch Unfall, Belastung oder krankhaft verminderte Knochenfestigkeit.
Bei Osteoporose können geringe Kräfte genügen; Schmerz, Fehlstellung und Funktionsverlust sind möglich, aber nicht immer deutlich.
Auch gebräuchlich: Knochenbruch
Fraktur: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Bei Osteoporose können geringe Kräfte genügen; Schmerz, Fehlstellung und Funktionsverlust sind möglich, aber nicht immer deutlich. Bei Fraktur werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Fraktur
- Veränderung erkennen
Unfallhergang, Schmerz, Schwellung, Fehlstellung, Durchblutung, Gefühl, Bewegung und blutverdünnende Medikamente werden ohne unnötige Manipulation erfasst. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Betroffene Region wird ruhiggestellt, Belastung vermieden und nach Diagnose die vorgegebene Mobilisation, Thromboseprophylaxe und Hautkontrolle umgesetzt. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Fraktur werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Osteoporose
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026