Blasenentleerungsstörung
Eine Blasenentleerungsstörung liegt vor, wenn Urin nicht ausreichend, nur erschwert oder trotz gefüllter Blase gar nicht entleert werden kann.
Hinweise können schwacher Harnstrahl, Pressen, häufige kleine Mengen, Restharngefühl, Überlaufinkontinenz oder Unterbauchschmerz sein. Der Verlauf wird mit Trinkmenge, Ausscheidung und Medikamenten eingeordnet.
Auch gebräuchlich: erschwerte Miktion, Restharnproblem
Häufige kleine Mengen bedeuten nicht automatisch, dass die Blase leer wird
Ursachen reichen von Prostatavergrößerung, Verstopfung und Medikamenten bis zu neurologischen Erkrankungen oder einer akuten Blockade. Ausscheidungsmuster, Beschwerden, Trinkmenge und tastbare beziehungsweise messbare Befunde werden fachlich zusammengeführt. Eine Blasenfüllung lässt sich nicht zuverlässig aus Unruhe allein diagnostizieren.
Worauf es bei Blasenentleerungsstörung besonders ankommt
- Verlauf beschreiben
Zeitpunkt, Menge, Harndrang, Strahl, Nachträufeln, Schmerzen und neue Inkontinenz werden konkret erfasst. Scham wird durch diskrete Fragen und geschützte Toilettensituationen reduziert.
- Auslöser mitdenken
Anticholinerge Medikamente, Opioide, eingeschränkte Mobilität, Verstopfung oder eine Operation können die Entleerung verändern und gehören in die fachliche Bewertung.
- Infektion unterscheiden
Fieber, Brennen, Flankenschmerz und Allgemeinzustand werden beachtet. Trüber oder riechender Urin allein beweist bei älteren Menschen keinen behandlungsbedürftigen Harnwegsinfekt.
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Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Blasenschwäche und Harninkontinenz im Alter
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Pflegewissen für pflegende Angehörige
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026