Person & Pflegealltag

Diarrhö

Diarrhö bezeichnet häufige, ungeformte bis flüssige Stuhlentleerungen, deren Bedeutung von Dauer, Menge, Begleitsymptomen und persönlichem Normalzustand abhängt.

Sie kann durch Infektion, Medikamente, Ernährung, Darmerkrankung oder eine Überlaufreaktion bei Verstopfung entstehen. Alter, Grunderkrankung und Trinkvorgaben beeinflussen die Folgen.

Auch gebräuchlich: Durchfall, häufige dünne Stühle

Sicher einordnen

Durchfall wird nach Verlauf und Allgemeinzustand beurteilt, nicht nur gezählt

Bei pflegebedürftigen Menschen können Flüssigkeits- und Salzverluste schneller zu Schwäche, Kreislaufproblemen oder Verwirrtheit führen. Beginn, Häufigkeit, Aussehen, Schmerzen, Erbrechen, Fieber, Medikamente und mögliche Kontakte werden zusammen dokumentiert. Hautschutz und Hygiene erfolgen parallel zur Ursachenklärung.

Im Pflegealltag

Worauf es bei Diarrhö besonders ankommt

  • Austrocknung erkennen

    Trockener Mund, geringe Urinmenge, zunehmende Müdigkeit, Schwindel oder Kreislaufveränderung sind Warnzeichen. Trinkmenge wird nur im Rahmen bestehender Herz- oder Nierenvorgaben gesteigert.

  • Infektionsschutz beachten

    Bei plötzlich mehreren Betroffenen, Erbrechen oder Verdacht auf infektiöse Ursache gelten konsequente Handhygiene, geeignete Schutzmaßnahmen und die festgelegten Meldewege.

  • Medikamente prüfen

    Antibiotika, Abführmittel, Metformin und weitere Arzneimittel können Durchfall auslösen. Mittel gegen Durchfall werden nicht ohne Klärung von Ursache und Gegenanzeigen eingesetzt.

Vom Begriff zur Handlung

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Quellen

  1. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Pflegewissen für pflegende Angehörige
  2. Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026