Demenz, Psyche & Beziehung

Delirprävention

Delirprävention bündelt Maßnahmen gegen vermeidbare Auslöser akuter Verwirrtheit, etwa Schmerz, Infektion, Flüssigkeitsmangel, Schlafstörung, Immobilität oder ungeeignete Medikamente.

Vor einer Operation oder einem Krankenhausaufenthalt können Familie und Behandlungsteam gemeinsam wichtige Informationen bereitstellen. Schon ein bekanntes früheres Delir sollte ausdrücklich angesprochen werden.

Auch gebräuchlich: Vorbeugung eines Delirs

Den gewohnten Zustand vor einer Belastung festhalten

Wie führt die Person normalerweise Gespräche, wie schläft sie und wobei braucht sie Hilfe? Diese Angaben erleichtern es, spätere Veränderungen zu erkennen. Auch Hör- und Sehhilfen, gewohnte Anrede und wichtige Bezugspersonen gehören in die Vorbereitung. Angehörige sollten wissen, wem sie mitteilen können, dass sich Aufmerksamkeit oder Verhalten plötzlich verändert haben.

Vermeidbare Belastungen im Tagesablauf verringern

  • Wahrnehmung und Orientierung ermöglichen

    Brille und Hörgerät müssen erreichbar und funktionsfähig sein. Ruhige Erklärungen helfen, den Ort und die nächste Handlung zu verstehen. Eine vertraute Person kann unterstützen, soweit dies gewünscht und möglich ist.

  • Grundbedürfnisse beachten

    Schmerzen, Durst, Hunger, Harndrang oder Verstopfung werden gezielt angesprochen. Unterstützung beim Trinken und Bewegen richtet sich nach den medizinischen Vorgaben und den tatsächlichen Fähigkeiten.

  • Schlaf und Behandlung abstimmen

    Das Team prüft vermeidbare nächtliche Störungen und unnötig belastende Abläufe. Medikamente werden fachlich überprüft; eigene Schlaf- oder Beruhigungsmittel werden nicht zusätzlich ohne Abstimmung eingenommen.

Vom Begriff zur Handlung

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Quellen

Die Leitlinien empfehlen mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen gegen Delirrisiken. Ihre Kombination wird an die Person angepasst; sie bietet keine Garantie, dass bei einer schweren Erkrankung kein Delir auftritt.

  1. AWMF: S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter
  2. National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Delirium: prevention, diagnosis and management in hospital and long-term care (CG103)

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026