Person & Pflegealltag

Digitale Kommunikation in der Pflege

Digitale Kommunikation in der Pflege umfasst datenschutzgerecht genutzte Video-, Nachrichten- und Informationswege zwischen pflegebedürftigen Menschen, Angehörigen und professionell Beteiligten.

Sie kann Entfernung überbrücken und Abstimmung beschleunigen, benötigt aber Einwilligung, erreichbare Alternativen und klare Regeln für Dringlichkeit und Dokumentation.

Auch gebräuchlich: Videokommunikation, digitale Pflegekommunikation

Digital passend einsetzen

Der Kommunikationsweg muss zur Information und zur Person passen

Ein kurzer organisatorischer Hinweis stellt andere Anforderungen als ein Wundfoto, eine Pflegeberatung oder ein belastendes Familiengespräch. Vor der Nutzung wird geklärt, welcher Kanal zugelassen ist, wer Zugriff hat, ob die Person ihn selbst bedienen kann und was geschieht, wenn eine Nachricht nicht rechtzeitig gelesen wird. Analoge und persönliche Wege bleiben erreichbar.

Vor dem Senden

Digitale Pflegekommunikation auf Zweck und Schutz prüfen

  • Empfänger und Einwilligung

    Kontaktdaten, Verteiler und Zustimmung werden überprüft. Gesundheitsinformationen gehen nur an tatsächlich beteiligte und berechtigte Personen, nicht automatisch an eine ganze Familiengruppe.

  • Dringlichkeit kennzeichnen

    Digitale Nachrichten sind kein verlässlicher Notfallkanal. Für akute Verschlechterung braucht es einen bekannten direkten Hilfeweg und eine eindeutige Rückmeldung, ob Informationen angekommen sind.

  • Dokumentation trennen

    Versorgungsrelevante Absprachen werden in das vorgesehene Dokumentationssystem übernommen. Private Chats oder lose Nachrichtenketten dürfen keine unsichtbare Parallelakte bilden.

Vom Begriff zur Handlung

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Quellen

  1. Europäische Union: Datenschutz-Grundverordnung
  2. World Health Organization: International Classification of Functioning, Disability and Health

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026