Person & Pflegealltag

Leichte Sprache

Leichte Sprache ist eine besonders verständliche, regelgeleitete Form des Deutschen für Menschen, denen komplexe Standardsprache erhebliche Barrieren bereitet.

Sie nutzt kurze, klar gebaute Aussagen und eine zugängliche Gestaltung; fachliche Informationen müssen dabei richtig bleiben und sollten mit der Zielgruppe geprüft werden.

Auch gebräuchlich: Easy Language, leichte verständliche Sprache

Barrieren abbauen

Leichte Sprache ist mehr als kurze Sätze

Verständliche Wörter, ein Gedanke pro Satz, direkte Ansprache, klare Reihenfolge und unterstützende Gestaltung wirken zusammen. Bei Pflegeinformationen müssen zudem zentrale Begriffe erklärt, Risiken vollständig benannt und Handlungswege erkennbar bleiben. Eine formale Übersetzung ist erst dann überzeugend, wenn Menschen aus der Zielgruppe die Verständlichkeit tatsächlich geprüft haben.

Information gestalten

Woran eine zugängliche Pflegeinformation zu erkennen ist

  • Kernaussage zuerst

    Die wichtigste Information steht am Anfang. Unnötige Fachwörter, Abkürzungen, Passivsätze und lange Einschübe werden vermieden oder unmittelbar verständlich erklärt.

  • Handlung eindeutig machen

    Es muss klar sein, wer was wann tun soll und an wen man sich bei Fragen oder Gefahr wendet. Vereinfachung darf keinen entscheidenden Warnhinweis verschwinden lassen.

  • Verständnis prüfen

    Statt nur zu fragen, ob alles klar ist, kann die Person mit eigenen Worten wiedergeben, was sie verstanden hat. Rückmeldungen dienen der Verbesserung, nicht einer Prüfung der Person.

Vom Begriff zur Handlung

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Quellen

  1. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Leichte Sprache anwenden
  2. Bundesministerium der Justiz: Sozialgesetzbuch IX – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026