Infusionstherapie
Infusionstherapie verabreicht Flüssigkeit, Elektrolyte, Nährstoffe oder Arzneimittel kontrolliert über einen venösen oder anderen dafür vorgesehenen Zugang.
Verordnung, Zugang, Lösung, Rate, Kompatibilität, Bilanzziel und technische Überwachung müssen zusammenpassen; Risiken unterscheiden sich zwischen peripherem Zugang, Port und zentralem Katheter.
Auch gebräuchlich: intravenöse Infusion, Infusion geben
Eine Infusion braucht ein Ziel und eine passende Geschwindigkeit
Hier steht die intravenöse Gabe im Vordergrund. Flüssigkeit, Elektrolyte oder Medikamente werden mit festgelegter Menge und Laufzeit verabreicht. Eine Infusion ist nicht automatisch besser als Trinken oder eine enterale Gabe. Bedarf, Herz- und Nierenfunktion sowie bisherige Flüssigkeitszufuhr werden berücksichtigt. Eine langsamere oder schnellere Gabe kann Wirkung und Risiken verändern; Pumpeneinstellungen werden daher nur nach dem bestätigten Plan geändert.
Zugang, Verlauf und Unterbrechungen zusammen beobachten
- Einstichstelle kontrollieren
Neue Schmerzen, Brennen, Schwellung, Rötung oder Flüssigkeitsaustritt werden sofort gemeldet. Eine laufende Pumpe beweist nicht, dass die Lösung sicher in der Vene ankommt.
- Belastung erkennen
Neue Atemnot oder zunehmende Schwellungen können unter anderem auf Flüssigkeitsüberlastung hinweisen. Sie werden medizinisch beurteilt und nicht allein als Grundkrankheit abgetan.
- Ausfälle nicht selbst nachholen
Nach einer Pause wird die restliche Menge nicht automatisch mit höherer Geschwindigkeit gegeben. Verbleibende Dosis, Laufzeit und Ursache der Unterbrechung müssen fachlich geklärt sein.
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Quellen
NICE behandelt intravenöse Flüssigkeitstherapie bei Erwachsenen im Krankenhaus; KRINKO ergänzt Infektionsprävention. eviQ beschreibt Gewebeschädigungen durch ausgetretene Infusionsstoffe. Kinder und subkutane Infusionen benötigen eigene Behandlungspläne.
- National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Intravenous fluid therapy in adults in hospital – CG174
- Robert Koch-Institut: Aktuelle Empfehlungen der KRINKO
- Cancer Institute NSW – eviQ: Extravasation management – Clinical procedure
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026