Magensonde
Eine Magensonde ist ein vorübergehend durch Nase oder Mund in den Magen geführter Schlauch zur Ernährung, Medikamentengabe, Entlastung oder Diagnostik.
Lagekontrolle, Fixierung, Nasen- und Mundpflege, Spülplan und sichere Gabe richten sich nach Indikation und lokalem Standard.
Auch gebräuchlich: nasogastrale Sonde, transnasale Ernährungssonde
Magensonde: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Lagekontrolle, Fixierung, Nasen- und Mundpflege, Spülplan und sichere Gabe richten sich nach Indikation und lokalem Standard. Bei Magensonde werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Magensonde
- Veränderung erkennen
Äußere Länge, Fixierung, Husten, Atemnot, Übelkeit, Bauch, Rückfluss, Nasenhaut und Verstopfungszeichen werden vor Nutzung geprüft. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Gabe erfolgt nur nach gesicherter Lage und Auftrag mit aufrechter Position, geeignetem Produkt und getrennt geprüften Medikamenten; Widerstand wird nicht mit Druck überwunden. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Magensonde werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
Passende Fachbeiträge
Quellen
- AWMF, DGEM und DGG: S3-Leitlinie Klinische Ernährung und Hydrierung im Alter
- Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026