Magensonde
Eine Magensonde ist ein vorübergehend durch Nase oder Mund in den Magen geführter Schlauch zur Ernährung, Medikamentengabe, Entlastung oder Diagnostik.
Lagekontrolle, Fixierung, Nasen- und Mundpflege, Spülplan und sichere Gabe richten sich nach Indikation und lokalem Standard.
Auch gebräuchlich: nasogastrale Sonde, transnasale Ernährungssonde
Die Lage muss vor einer Gabe sicher bestätigt sein
Eine über Nase oder Mund eingelegte Sonde kann in die Atemwege geraten oder später verrutschen. Vor der ersten Verwendung und bei Verdacht auf Verlagerung ist eine fachgerechte Lagekontrolle erforderlich. Dafür werden geeignete pH-Prüfungen von entnommenem Sekret oder bei entsprechender Indikation Röntgenbilder genutzt. Das Einblasen von Luft mit Abhören eines Geräuschs ist kein verlässlicher Nachweis.
Freigabe, Fixierung und Pflege gemeinsam sichern
- Lageänderung ernst nehmen
Eine andere äußere Länge, gelöste Fixierung oder Husten nach Manipulation wird fachlich geprüft. Eine bloße Sichtkontrolle ersetzt die vorgeschriebene Lagebestätigung nicht.
- Gaben eindeutig zuordnen
Nahrung, Flüssigkeit und jedes Medikament benötigen einen passenden Plan. Nicht alle Arzneimittel dürfen zerkleinert oder mit Sondennahrung gemischt werden.
- Druck und trockenen Mund vermeiden
Nase, Lippen und Fixierungsstellen werden auf Druckschäden geprüft. Mundpflege bleibt nötig, auch wenn keine Nahrung über den Mund aufgenommen wird.
Passende Fachbeiträge
Quellen
NHS England beschreibt weiterhin gültige Sicherheitsanforderungen für nasogastrale Sonden. Die Ernährungsquelle ergänzt die Indikation; eine sichtbare äußere Markierung allein beweist keine korrekte Lage im Magen.
- NHS England: Medical device safety: enduring standards for nasogastric tubes
- AWMF, DGEM und DGG: S3-Leitlinie Klinische Ernährung und Hydrierung im Alter
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026