Medikation & Notfall

Medikationsfehler

Ein Medikationsfehler ist eine grundsätzlich vermeidbare Abweichung vom optimalen Medikationsprozess, die zu Schaden führen kann oder bereits geführt hat.

Er kann Verordnung, Beschaffung, Lagerung, Stellen, Gabe, Dokumentation, Monitoring oder Übergabe betreffen; entscheidend ist zuerst die Sicherheit der betroffenen Person.

Auch gebräuchlich: Arzneimittelfehler, Therapieabweichung

Auch ein rechtzeitig entdeckter Fehler ist eine wichtige Sicherheitsinformation

Eine falsche Stärke in der Wochenbox kann vor der Einnahme entdeckt werden; eine doppelte Dosis kann zunächst ohne Beschwerden bleiben. Beides verdient eine klare Reaktion. Verhindern Sie weitere unsichere Gaben und klären Sie sofort, was tatsächlich passiert ist. Die betroffene Person und die zuständige medizinische Stelle werden offen informiert. Fehlende Symptome beweisen nicht, dass eine Überdosierung folgenlos bleiben wird.

Präparat, Menge und Zeitpunkt möglichst genau weitergeben

Halten Sie Packung, aktuelle Verordnung, vermutete oder sichere Menge, Anwendungsweg und Zeitpunkt bereit. Unbekanntes wird als unbekannt benannt, nicht passend ergänzt. Ein wichtiges Beispiel ist Methotrexat: Bei vielen entzündlichen Erkrankungen wird es nur einmal wöchentlich angewendet; versehentliche tägliche Einnahme kann schwer schaden. In der Krebsbehandlung können andere Schemata gelten. Ein auffälliger Plan wird deshalb anhand von Indikation und konkreter Verordnung geklärt. Nach der Akutversorgung werden Ursachen wie ähnliche Packungen oder unklare Übergaben verbessert.

Vom Begriff zur Handlung

Passende Fachbeiträge

Quellen

AkdÄ beschreibt Medikationsfehler und konkrete Risiken, darunter tägliche statt wöchentliche Methotrexatgabe bei entzündlichen Erkrankungen. Die unmittelbare medizinische Bewertung kommt vor Fehlermeldung und Ursachenanalyse.

  1. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern
  2. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Aktuelles zu Methotrexat-haltigen Arzneimitteln (2023)
  3. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Arzneimitteltherapiesicherheit

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026