Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist eine wiederkehrende, nicht immer allergische Reaktion auf bestimmte Lebensmittelbestandteile mit Beschwerden wie Blähung, Schmerz oder Durchfall.

Selbstdiagnostizierte breite Verbote können Mangelernährung fördern und erschweren eine belastbare Ursachenklärung.

Auch gebräuchlich: Lebensmittelunverträglichkeit, Intoleranz

Ähnliche Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben

Blähungen, Bauchschmerz oder Durchfall nach dem Essen beweisen noch keine bestimmte Unverträglichkeit. Eine Laktoseintoleranz unterscheidet sich von einer Lebensmittelallergie; Zöliakie ist wiederum eine eigene immunbedingte Erkrankung. Diese Unterschiede bestimmen Untersuchung und Ernährung. Ein Lebensmittel muss nicht allein deshalb dauerhaft ausgeschlossen werden, weil Beschwerden einmal zeitlich danach aufgetreten sind.

Ein begrenztes Protokoll kann die Abklärung unterstützen

Notieren Sie Lebensmittel, Menge, Zeitpunkt und Beschwerden für den vereinbarten Zeitraum. Gemeinsam mit Arztpraxis und Ernährungsberatung wird entschieden, welche gezielte Untersuchung oder zeitweise Anpassung sinnvoll ist. Frei angebotene Unverträglichkeitstests können unzuverlässige Verbotslisten erzeugen. Vor einer geplanten Zöliakiediagnostik nicht eigenständig glutenfrei beginnen; falls bereits verzichtet wird, das weitere Vorgehen ärztlich besprechen. Besonders bei Kindern oder Gewichtsverlust muss eine ausreichende Ernährung gesichert bleiben.

Quellen

Die NHS-Information grenzt nichtallergische Unverträglichkeit von Allergie ab. IQWiG erläutert Zöliakie als eigene immunbedingte Erkrankung; ihre Diagnostik kann durch eine bereits glutenfreie Ernährung erschwert werden.

  1. National Health Service (NHS): Food intolerance
  2. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026