Person & Pflegealltag

Naturerleben

Naturerleben bezeichnet den bewussten Zugang zu Pflanzen, Wetter, Tageslicht, Tieren und Außenräumen als Teil von Alltag, Orientierung, Bewegung und Wohlbefinden.

Es kann im Garten, auf dem Balkon, am geöffneten Fenster oder mit vertrauten Naturmaterialien stattfinden und sollte an Biografie, Sinneswahrnehmung und Sicherheit angepasst sein.

Auch gebräuchlich: Natur in der Pflege, Gartenaktivität

Draußen und drinnen

Naturkontakt braucht nicht immer einen großen Ausflug

Tageslicht, frische Luft, Vogelstimmen, Erde oder der Wechsel der Jahreszeiten können an frühere Tätigkeiten anknüpfen und zeitliche Orientierung geben. Wer das Haus nicht sicher verlassen kann, profitiert möglicherweise von einem geschützten Balkon, einem guten Fensterplatz oder Pflanzenpflege im Sitzen. Entscheidend sind Interesse und Zugänglichkeit, nicht eine pauschale therapeutische Wirkung.

Umgebung vorbereiten

Naturerleben mit Komfort und Sicherheit verbinden

  • Wetter und Belastung

    Temperatur, Sonne, Wind, Allergien, Atembeschwerden und Trinkbedarf werden berücksichtigt. Kleidung, Aufenthaltsdauer und Rückzugsmöglichkeit passen zur aktuellen Belastbarkeit.

  • Wege und Sitzplätze

    Stufen, unebener Boden, fehlende Haltepunkte und weite Toilettenwege können Teilhabe verhindern. Ein erreichbarer, stabiler Sitzplatz ist oft wichtiger als ein aufwendiges Angebot.

  • Tiere individuell einbeziehen

    Tierkontakt setzt Zustimmung, Hygiene, Allergie- und Sicherheitsprüfung voraus. Nicht jede Person mag Tiere; Angst oder frühere Erfahrungen werden nicht durch gut gemeinten Kontakt übergangen.

Quellen

Die Quellen tragen zugängliche Teilhabe und Hitzeschutz. Sie belegen kein Heilversprechen für Naturkontakt; der Nutzen einer Aktivität wird am Wunsch und Erleben der einzelnen Person beurteilt.

  1. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): ICF: Aktivitäten und Partizipation
  2. Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP): Rechte pflegebedürftiger Menschen und Pflege-Charta
  3. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Gesundheitliche Risiken durch Hitze

Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026