Schlaganfallrehabilitation
Schlaganfallrehabilitation ist die koordinierte Wiedergewinnung oder Kompensation von Bewegung, Sprache, Schlucken, Wahrnehmung, Denken und Alltagskompetenz nach einem Schlaganfall.
Ziele richten sich an individuellen Folgen und Teilhabe, nicht allein an der betroffenen Hirnregion oder einer standardisierten Übungsfolge.
Auch gebräuchlich: Reha nach Schlaganfall, neurologische Rehabilitation
Viele kleine Alltagssituationen verbinden sich zu neurologischer Rehabilitation
Nach einem Schlaganfall können Lähmung, Neglect, Aphasie, Dysphagie, Fatigue oder emotionale Veränderungen zusammen auftreten. Pflege beobachtet diese Wechselwirkungen über den Tag, fördert sichere Eigenaktivität und überträgt gemeinsam vereinbarte Strategien in Essen, Körperpflege, Transfers und Kommunikation. Therapie und Angehörige werden gezielt einbezogen.
Worauf es bei Schlaganfallrehabilitation besonders ankommt
- Betroffene Seite einbeziehen
Lagerung, Berührung und Aktivität berücksichtigen Wahrnehmung und Schutz der betroffenen Körperseite. Schulter und Arm werden nicht gezogen oder ohne Anleitung belastet.
- Kommunikation ermöglichen
Kurze Sätze, Zeit zum Antworten, Gesten und unterstützte Kommunikation helfen bei Aphasie. Sprachstörung wird nicht mit fehlendem Verständnis oder fehlender Entscheidungskompetenz gleichgesetzt.
- Übergang vorbereiten
Hilfsmittel, Medikamente, Schluckplan, Übungen, Warnzeichen und Ansprechpartner werden vor der Entlassung praktisch geklärt, damit Fortschritte im Alltag nicht verloren gehen.
Quellen
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Schlaganfall
- World Health Organization: International Classification of Functioning, Disability and Health
- Bundesministerium der Justiz: Sozialgesetzbuch IX – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026