Sekretmanagement
Sekretmanagement umfasst Maßnahmen, die Atemwegssekret mobilisieren, abhusten oder bei klarer Indikation fachgerecht entfernen lassen.
Position, Bewegung, Flüssigkeit im erlaubten Rahmen, Atemtechnik, Inhalation und gegebenenfalls Absaugen werden an Ursache und Belastbarkeit angepasst.
Auch gebräuchlich: Atemwegssekret lösen, Bronchialtoilette
Sekretmanagement: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Position, Bewegung, Flüssigkeit im erlaubten Rahmen, Atemtechnik, Inhalation und gegebenenfalls Absaugen werden an Ursache und Belastbarkeit angepasst. Bei Sekretmanagement werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Sekretmanagement
- Veränderung erkennen
Menge, Farbe, Geruch, Zähigkeit, Hustenstärke, Atemgeräusch und Sauerstoffbedarf werden im Verlauf und nicht isoliert beurteilt. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Aufrechte oder drainierende Position, angeleitete Atemtechnik und ausreichende Pausen unterstützen; invasives Absaugen erfolgt nur qualifiziert und indikationsbezogen. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Sekretmanagement werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
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Quellen
- NICE: Chronic obstructive pulmonary disease in over 16s
- Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026