Stoma
Ein Stoma ist eine operativ angelegte Öffnung eines Hohlorgans zur Körperoberfläche, etwa für Darm oder Harnwege.
Versorgung, Hautschutz, Ausscheidungsbeobachtung, Ernährung und Selbstständigkeit werden individuell angeleitet.
Auch gebräuchlich: künstlicher Ausgang
Ein Stoma verändert Ausscheidung und Körperbild
Ein Stoma ist eine operativ angelegte Öffnung eines Hohlorgans zur Körperoberfläche, häufig für Darm oder Harnwege. Art, Lage, Ausscheidung und Versorgungssystem bestimmen die Pflege. Ziel sind dichte Versorgung, gesunde peristomale Haut und möglichst selbstständiger Alltag.
Stoma sicher einordnen: Stoma und Haut beobachten – Alltag und Körperbild
- Stoma und Haut beobachten
Farbe, Schwellung, Blutung, Form, Ausscheidung und Umgebungshaut werden verglichen. Ein vitales Darmstoma ist meist rosig bis rot und feucht.
- Versorgung passend zuschneiden
Die Öffnung der Basisplatte liegt nah am Stoma, ohne es einzuengen. Zu große Ausschnitte setzen Haut der Ausscheidung aus.
- Alltag und Körperbild
Kleidung, Geruchssorge, Sexualität, Reisen und Ernährung werden offen besprochen. Stomatherapie kann praktische Lösungen und Selbstmanagement fördern.
Missverständnisse rund um Stoma klären
- Ist leichtes Bluten beim Reinigen normal
Die Stomaschleimhaut ist gut durchblutet und kann bei Kontakt gering bluten. Anhaltende, starke oder aus dem Inneren kommende Blutung benötigt fachliche beziehungsweise ärztliche Beurteilung.
- Wann ist ein Stoma akut gefährdet
Dunkle oder schwarze Verfärbung, fehlende Ausscheidung mit Schmerz und Erbrechen, starke Blutung, deutlicher Rückzug oder Vorfall sowie rasche Allgemeinverschlechterung brauchen dringende Hilfe.
Passende Fachbeiträge
Quellen
- Gemeinsamer Bundesausschuss: Häusliche Krankenpflege-Richtlinie
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Pflegewissen für pflegende Angehörige
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026