Tumorschmerz
Tumorschmerz kann durch den Tumor, Metastasen, Behandlung oder Begleiterkrankungen entstehen und akut, dauerhaft, bewegungsabhängig, neuropathisch oder als Durchbruchschmerz auftreten.
Eine genaue Schmerzeinordnung verbindet Ort, Qualität, Funktion, Verlauf, bisherige Behandlung und persönliche Ziele.
Auch gebräuchlich: krebsbedingter Schmerz
Tumorschmerz: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten
Eine genaue Schmerzeinordnung verbindet Ort, Qualität, Funktion, Verlauf, bisherige Behandlung und persönliche Ziele. Bei Tumorschmerz werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.
Drei Entscheidungspunkte bei Tumorschmerz
- Veränderung erkennen
Schmerzstärke, Bewegung, Schlaf, Einnahmezeiten, Bedarfsmedikation, Wirkung, Obstipation, Übelkeit und Müdigkeit werden strukturiert erfasst. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.
- Unterstützung anpassen
Verordnete Basis- und Bedarfsbehandlung, Positionierung und nichtmedikamentöse Linderung werden kombiniert; Wirkung und Nebenwirkungen werden zeitnah weitergemeldet. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.
- Versorgung abstimmen
Bei Tumorschmerz werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.
Quellen
- World Health Organization: Palliative care
- Deutsches Krebsforschungszentrum – Krebsinformationsdienst: Chemotherapie: Wirkstoffe und Nebenwirkungen
- Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Methodenpapier
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026