Leitfall ESF-03 · Entlassungsmanagement

Morgen nach Hause – aber Versorgung und Medikation sind offen

Bearbeiten Sie den Fall zunächst ohne Musterweg. Trennen Sie akute Sicherheitsfragen, individuelle Einschätzung, Ziel, Maßnahmen, Rollen und Evaluation.

30 MinutenHoch Komplexität2 Settingtransfers
Eine Papierbrücke verbindet einen dunkleren Klinikbau über mehrere Übergabestationen mit einem hellen Wohnhaus; ein roter Faden bleibt durchgehend sichtbar.
KI-generierte IllustrationLeitmotiv des Standards Entlassungsmanagement
Ausgangslage

Was ist passiert?

Frau C., 69 Jahre, soll morgen nach einer Operation nach Hause. Sie hat eine behandlungsbedürftige Wunde, einen geänderten Medikationsplan und darf das Bein nur teilbelasten. Der ambulante Dienst hat noch keine Verordnung, das Hilfsmittel soll erst in drei Tagen kommen und ihre Tochter weiß nicht, welche Warnzeichen relevant sind. Im Entlassgespräch nickt Frau C., kann den Plan aber nicht in eigenen Worten wiedergeben.

Eigenständig bearbeiten

Vier Arbeitsaufträge

Notieren Sie nur de-identifizierte Stichworte. Ihre Eingaben bleiben in dieser geöffneten Seite und werden nicht gespeichert.

  1. 01Versorgungsrisiken nach Dringlichkeit ordnen.
  2. 02Verantwortliche Stellen und geschlossene Rückmeldeschleifen benennen.
  3. 03Verstehen und Selbstmanagement prüfbar machen.
  4. 04Entlassfähigkeit und Alternativen begründet bewerten.

Keine Namen, Geburtsdaten oder anderen identifizierenden Angaben eintragen.

Musterweg erst nach eigener Bearbeitung öffnenBegründeter Lösungsweg
  1. 01

    Lücken sichtbar machen

    Wundversorgung, Medikation, Belastbarkeit, Hilfsmittel, Termine und Notfallkontakte werden gegen den realen Bedarf ab Entlasszeitpunkt geprüft.

  2. 02

    Verantwortung schließen

    Jede offene Aufgabe erhält verantwortliche Stelle, Termin, Empfänger und bestätigte Rückmeldung.

  3. 03

    Verstehen prüfen

    Frau C. erklärt Medikamente, Wundweg, Belastungsgrenze und Warnzeichen mit Teach-back; die Tochter wird nur mit Einwilligung beteiligt.

  4. 04

    Übergang absichern

    Der aufnehmende Dienst erhält rechtzeitig die notwendigen Informationen und bestätigt, was ab wann tatsächlich geleistet werden kann.

  5. 05

    Entlassentscheidung neu bewerten

    Nicht geschlossene sicherheitskritische Lücken werden vor Entlassung eskaliert und eine tragfähige Zwischenlösung wird dokumentiert.

Gleiches Ziel, andere Bedingungen

Ambulanter und stationärer Transfer

Ambulante Pflege

Der Dienst muss Auftrag, Verordnung, Material und Kompetenz vor dem ersten Einsatz prüfen und Lücken aktiv zurückmelden.

Stationäre Pflege

Bei einem Wechsel in eine Einrichtung gelten dieselben geschlossenen Schleifen für Aufnahme, Medikamente, Wunde, Hilfsmittel und Ziele.

Typische Fehlwege

Woran eine oberflächliche Lösung scheitert

  • Unterlagen versenden und dies mit gesicherter Aufnahme verwechseln.
  • Zustimmung durch Nicken als Verstehen werten.
  • Angehörige ohne Rollen- und Einwilligungsklärung zur Versorgungslösung machen.
Vom Fall zum Qualitätsgespräch

Prüfen Sie jetzt die drei Auditebenen

Die vertiefte Auditbegleitung öffnet denselben Standard und hilft, Fall, Personal und Organisation mit belastbaren Nachweisen zu verbinden.

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