Alle 25 Situationen werden angezeigt.
Bewegung und Sicherheit Eine Person ist gestürzt Was muss nach dem Ereignis fachlich geordnet und für weitere Stürze verändert werden?
Ereignisfolgen, Verletzungsverdacht, Sturzumstände, individuelles Risiko und künftige Prävention gehören in einen zusammenhängenden Prozess.
Sicherheitsgrenze Bei Bewusstseinsstörung, starker Blutung, Fehlstellung, neuem neurologischem Ausfall oder nicht beherrschbaren Schmerzen gilt zuerst der medizinische Notfallweg.
Bewegung und Sicherheit Sturzangst oder Unsicherheit nimmt zu Wie bleibt Bewegung möglich, ohne Risiken zu verharmlosen oder Freiheit unnötig einzuschränken?
Sturzrisiko, persönliche Ziele, Medikamente, Umgebung, Hilfsmittel und sichere Eigenaktivität werden gemeinsam betrachtet.
Sicherheitsgrenze Neue Gangunsicherheit, Schwindel oder plötzliche Schwäche brauchen eine zeitnahe medizinische Ursachenklärung.
Bewegung und Sicherheit Mobilität geht erkennbar verloren Welche Fähigkeit, welches Ziel und welche Alltagsbarriere stehen im Vordergrund?
Nicht eine Übungsmenge, sondern individuelle Bewegungsfähigkeit, Selbstbestimmung, Alltag und Evaluation bestimmen das Vorgehen.
Sicherheitsgrenze Ein plötzlicher Mobilitätsverlust ist kein normales Trainingsproblem, sondern muss akut fachlich eingeordnet werden.
Bewegung und Sicherheit Aufstehen oder Transfer ist unsicher Wie werden Eigenaktivität, Hilfsmittel, Belastbarkeit und Unterstützung passend abgestimmt?
Ein sicherer Transfer verbindet Mobilitätsförderung mit individueller Sturzprophylaxe und klarer Kompetenzgrenze.
Sicherheitsgrenze Nicht improvisiert heben. Bei unklarer Belastbarkeit oder fehlender Einweisung fachliche Unterstützung organisieren.
Haut und Wunde Eine Rötung bleibt bestehen oder eine Druckstelle entsteht Liegt ein Druckschaden nahe und wie wird sofort entlastet, eingeschätzt und weiter beobachtet?
Druckexposition, Hautbefund, Mobilität und individuelle Entlastung müssen ohne Zeitverlust zusammengeführt werden.
Sicherheitsgrenze Eine nicht wegdrückbare Rötung oder offene Stelle braucht umgehende Druckentlastung und fachliche Beurteilung; nicht massieren.
Haut und Wunde Haut wird durch Feuchtigkeit oder Ausscheidungen belastet Welche Exposition, Hautveränderung und Kontinenzsituation müssen unterschieden werden?
Hautschutz darf Ursachen, Kontinenzförderung, passende Produkte und schonende Reinigung nicht voneinander trennen.
Sicherheitsgrenze Starke Schmerzen, Blasen, rasche Ausbreitung oder Infektionszeichen benötigen eine zeitnahe fachliche Abklärung.
Haut und Wunde Haut ist trocken, verletzlich oder eingerissen Welche Hautursache, Belastung und selbstständige Pflegefähigkeit beeinflussen den Befund?
Hautzustand, Reinigung, Pflegeprodukte, mechanische Belastung und medizinischer Klärungsbedarf werden differenziert betrachtet.
Sicherheitsgrenze Tiefe, stark blutende, entzündete oder unklar verursachte Hautschäden gehören in fachliche Behandlung.
Haut und Wunde Eine Wunde heilt nicht oder besteht dauerhaft Wie werden Ursache, Wundsituation, Alltag und Behandlung gemeinsam gesteuert?
Chronische Wundversorgung umfasst weit mehr als den Verband: Ursachenbehandlung, Symptome, Selbstmanagement und Lebensqualität gehören zusammen.
Sicherheitsgrenze Fieber, rasch zunehmende Rötung, Nekrose, starke Blutung oder akute Durchblutungszeichen erfordern sofortige medizinische Abklärung.
Haut und Wunde Eine Wunde verschlechtert sich Welche Veränderung ist neu und welcher Eskalationsweg muss jetzt greifen?
Verlauf, Schmerz, Exsudat, Geruch, Umgebungshaut, Allgemeinzustand und Ursache werden strukturiert weitergegeben und bewertet.
Sicherheitsgrenze Sepsiszeichen, starke Blutung, rasche Ausbreitung oder kritische Durchblutung sind zeitkritisch und keine Routine-Wundvisite.
Schmerz und Symptomveränderung Schmerz tritt neu oder deutlich stärker auf Wie werden Dringlichkeit, Schmerzmerkmale, Funktion und mögliche Ursache sicher eingeordnet?
Akuter Schmerz braucht eine strukturierte Einschätzung, passenden Eskalationsweg, wirksame Maßnahmen und zeitnahe Wirkungskontrolle.
Sicherheitsgrenze Plötzlicher starker Schmerz mit Atemnot, Brustdruck, Lähmung, Bewusstseinsänderung oder schwerer Verletzung ist ein Notfall.
Schmerz und Symptomveränderung Anhaltender Schmerz begrenzt Alltag oder Schlaf Welche Ziele, Belastungen, Ressourcen und Wirkungen sind für die Person wirklich relevant?
Chronischer Schmerz wird multidimensional und verlaufsbezogen betrachtet; Ziel ist nicht automatisch Schmerzfreiheit um jeden Preis.
Sicherheitsgrenze Neue Qualität, deutliche Zunahme oder neurologische Begleitzeichen müssen medizinisch neu bewertet werden.
Schmerz und Symptomveränderung Schmerz kann nicht sicher sprachlich mitgeteilt werden Welche Ausdruckszeichen, vertrauten Beobachtungen und wiederholten Einschätzungen sind belastbar?
Selbstauskunft bleibt vorrangig; wenn sie eingeschränkt ist, werden validierte Beobachtung, Bezugspersonen und Wirkungskontrolle kombiniert.
Sicherheitsgrenze Eine plötzliche Verhaltensänderung darf nicht vorschnell als Demenzsymptom erklärt werden; akute Ursachen gehören geprüft.
Essen, Mund und Ausscheidung Gewicht, Appetit oder Essmenge nehmen ab Welche Ursache, Ressource und Esssituation beeinflussen die orale Ernährung?
Screening, vertiefte Einschätzung, Wünsche, Umgebung, Unterstützung und medizinische Ursachen bilden einen gemeinsamen Prozess.
Sicherheitsgrenze Ausgeprägte Schwäche, Austrocknungszeichen, Bewusstseinsveränderung oder rascher Gewichtsverlust brauchen zeitnahe medizinische Abklärung.
Essen, Mund und Ausscheidung Husten, Verschlucken oder eine veränderte Stimme beim Essen fällt auf Wie wird ein mögliches Schluckproblem erkannt und sicher weiter abgeklärt?
Essbeobachtung, Konsistenz, Position, Wachheit und professionelle Schluckabklärung dürfen nicht durch pauschale Kostanpassung ersetzt werden.
Sicherheitsgrenze Akute Atemnot oder vollständige Verlegung der Atemwege ist ein Notfall. Wiederholte Hinweise auf Dysphagie benötigen fachliche Abklärung.
Essen, Mund und Ausscheidung Mundpflege, Zahnersatz oder Mundbeschwerden werden zum Problem Welche Fähigkeit, Gewohnheit, Veränderung und Unterstützung sind entscheidend?
Mundgesundheit verbindet Selbstpflege, Einwilligung, passende Hilfen, Beschwerden, Zahnersatz und zahnmedizinische Kooperation.
Sicherheitsgrenze Starke Schwellung, Fieber, Blutung, Atem- oder Schluckprobleme benötigen dringende medizinische beziehungsweise zahnmedizinische Abklärung.
Essen, Mund und Ausscheidung Harn- oder Stuhlkontinenz verändert sich Welche Form, Ursache, Ressource und individuelle Zielsetzung müssen geklärt werden?
Kontinenzförderung beginnt mit differenzierter Einschätzung und reicht von Toilettenzugang und Gewohnheiten bis zur interprofessionellen Behandlung.
Sicherheitsgrenze Akuter Harnverhalt, Blut, Fieber, starke Schmerzen oder plötzlicher Kontrollverlust mit neurologischen Zeichen sind dringlich.
Demenz und Beziehung Kontakt und Verständigung bei Demenz gelingen nicht mehr Wie lassen sich Ausdruck, Gefühl, Biografie und aktuelle Situation besser verstehen?
Beziehungsgestaltung setzt bei Personsein, Resonanz und bedeutsamem Alltag an statt bei einer bloßen Korrektur von Verhalten.
Sicherheitsgrenze Plötzliche Verwirrtheit oder deutliche Zustandsänderung kann ein Delir oder anderes akutes Problem sein und muss zeitnah abgeklärt werden.
Demenz und Beziehung Unterstützung oder Pflege wird abgewehrt Welche Bedeutung, Belastung, Einwilligung und andere Kontaktform müssen berücksichtigt werden?
Abwehr ist ein Ausdruck und kein Arbeitsauftrag zum Durchsetzen. Beziehung, Situation, Schmerzen, Scham und Alternativen werden geprüft.
Sicherheitsgrenze Akute Selbst- oder Fremdgefährdung braucht einen klaren Krisenweg; Zwang ist keine beiläufige Pflegemaßnahme.
Demenz und Beziehung Verhalten, Unruhe oder Rückzug verändern sich Welche körperlichen, psychischen, sozialen und umgebungsbezogenen Einflüsse kommen infrage?
Eine Verstehenshypothese bleibt vorläufig und wird an Beobachtungen, bekannten Bedürfnissen und Wirkung des Vorgehens geprüft.
Sicherheitsgrenze Plötzliche Veränderung, Fieber, Bewusstseinsstörung oder neurologische Auffälligkeit gehören akut medizinisch bewertet.
Übergang und komplexe Lage Eine Entlassung oder ein Versorgungswechsel steht bevor Was muss vor dem Übergang geklärt, organisiert, verstanden und bestätigt sein?
Bedarfserkennung beginnt früh; Ziele, Medikamente, Hilfsmittel, Termine, Kompetenzen, Kontaktwege und Rückmeldung werden verbindlich zusammengeführt.
Sicherheitsgrenze Eine Entlassung ohne geklärte lebensnotwendige Versorgung, Medikation oder sichere Aufnahme braucht sofortige Eskalation an die verantwortlichen Stellen.
Übergang und komplexe Lage Nach der Entlassung fehlen Informationen oder Versorgungsschritte Welche Lücke ist sicherheitsrelevant und wer muss sie verbindlich schließen?
Medikationsplan, Verordnungen, Wund- oder Hilfsmittelversorgung, Warnzeichen und Erreichbarkeit werden priorisiert statt nur gesammelt.
Sicherheitsgrenze Bei einer unmittelbar gefährdenden Versorgungslücke gilt der medizinische beziehungsweise organisatorische Eskalationsweg, nicht das Abwarten auf den nächsten Routinetermin.
Übergang und komplexe Lage Zwischen Beteiligten sind Zuständigkeiten unklar Welche Information, Entscheidung, Aufgabe und Rückmeldung braucht einen eindeutig benannten Empfänger?
Ein sicherer Übergang braucht verantwortliche Rollen und geschlossene Kommunikationsschleifen, nicht nur die Weitergabe von Unterlagen.
Sicherheitsgrenze Bei dringlicher Gefährdung muss eine konkrete verantwortliche Stelle direkt erreicht werden; ungeklärte Zuständigkeit ist kein Grund zum Abwarten.
Übergang und komplexe Lage Sturz, Schmerz und Mobilitätsverlust verstärken sich gegenseitig Welches Problem ist zeitkritisch und wie werden drei Standardprozesse ohne widersprüchliche Ziele verbunden?
Akute Folgen werden zuerst geklärt; danach verbinden gemeinsame Personenziele Sturzprophylaxe, Schmerzmanagement und Mobilitätsförderung.
Übergang und komplexe Lage Wenig Bewegung, Hautrisiko und geringe Nahrungsaufnahme treffen zusammen Wie werden Abwärtsspiralen erkannt und gemeinsame Ziele statt paralleler Checklisten gebildet?
Mobilität, Druckentlastung, Hautbeobachtung und Ernährung werden als zusammenhängende Versorgungslage geplant und evaluiert.
Sicherheitsgrenze Akute Verschlechterung, Austrocknung, nicht wegdrückbare Rötung oder Bewusstseinsänderung verlangen sofortige fachliche Priorisierung.
Übergang und komplexe Lage Mehrere Empfehlungen passen nicht zu den Zielen der Person Wie werden Nutzen, Belastung, Selbstbestimmung und fachliche Verantwortung nachvollziehbar abgewogen?
Standards liefern Qualitätsanforderungen, aber keine automatische Vorrangliste. Gemeinsame Entscheidung und dokumentierte Zielabwägung verbinden die Prozesse.
Sicherheitsgrenze Eine akute Gefährdung und die Einwilligungsfähigkeit müssen getrennt von langfristigen Qualitätszielen geklärt werden.
Kein direkter Treffer. Prüfen Sie allgemeinere Begriffe oder öffnen Sie den vollständigen Standardkatalog.