Leitfall ESF-07 · Ernährungsmanagement

Gewichtsverlust, lange Mahlzeiten und wiederholtes Husten

Bearbeiten Sie den Fall zunächst ohne Musterweg. Trennen Sie akute Sicherheitsfragen, individuelle Einschätzung, Ziel, Maßnahmen, Rollen und Evaluation.

30 MinutenHoch Komplexität2 Settingtransfers
Eine abwechslungsreiche Tafel aus farbigen Keramikgefäßen, Besteck und kleinen Speisen steht für Wahlmöglichkeiten, Gemeinschaft und individuelle Unterstützung beim Essen.
KI-generierte IllustrationLeitmotiv des Standards Ernährungsmanagement
Ausgangslage

Was ist passiert?

Frau G., 79 Jahre, hat in acht Wochen sechs Kilogramm verloren. Mahlzeiten dauern lange, sie hustet bei dünnen Getränken und ihre Stimme klingt danach feucht. Wegen Zeitdruck wird ihr häufig passierte Kost gereicht, obwohl keine Schluckdiagnostik vorliegt. Sie mag diese Kost nicht, isst allein im Zimmer und hat eine lockere Zahnprothese.

Eigenständig bearbeiten

Vier Arbeitsaufträge

Notieren Sie nur de-identifizierte Stichworte. Ihre Eingaben bleiben in dieser geöffneten Seite und werden nicht gespeichert.

  1. 01Zeitkritische Risiken von langfristigen Ernährungszielen trennen.
  2. 02Vertiefte Einschätzung und interprofessionelle Abklärung planen.
  3. 03Eine akzeptierte sichere Esssituation entwerfen.
  4. 04Aufnahme, Beschwerden und Zielerreichung sinnvoll evaluieren.

Keine Namen, Geburtsdaten oder anderen identifizierenden Angaben eintragen.

Musterweg erst nach eigener Bearbeitung öffnenBegründeter Lösungsweg
  1. 01

    Schluckrisiko absichern

    Husten, Stimmveränderung, Atmung, Wachheit und wiederholte Ereignisse werden fachlich eingeordnet und eine qualifizierte Schluckabklärung veranlasst.

  2. 02

    Ursachen breit erfassen

    Gewichtsverlauf, Aufnahme, Erkrankung, Medikamente, Mund, Zahnersatz, Stimmung, Hilfe und Essumgebung werden verbunden.

  3. 03

    Personenziel aushandeln

    Frau G. soll möglichst sicher, genussvoll und entsprechend ihrer Präferenzen ausreichend oral essen und trinken können.

  4. 04

    Esssituation verändern

    Position, Tempo, Assistenz, geeignete Konsistenz nach Abklärung, Mundversorgung, Auswahl und soziale Umgebung werden abgestimmt.

  5. 05

    Wirkung differenziert prüfen

    Aufnahme, Akzeptanz, Gewicht, Husten, Belastung und medizinische Parameter werden mit klaren Anpassungsschwellen verfolgt.

Gleiches Ziel, andere Bedingungen

Ambulanter und stationärer Transfer

Ambulante Pflege

Lebensmittel, Zubereitung, Hilfezeiten und Warnzeichen müssen zwischen den Einsätzen sicher organisiert sein.

Stationäre Pflege

Küche, Service, Pflege, Logopädie und Mundversorgung brauchen eine durchgängige personbezogene Information.

Typische Fehlwege

Woran eine oberflächliche Lösung scheitert

  • Passierte Kost ohne fachliche Schluckabklärung dauerhaft anordnen.
  • Kalorien steigern, ohne Mund, Umgebung und Assistenz zu bearbeiten.
  • Eine volle Portion zum alleinigen Erfolgsmaß machen.
Vom Fall zum Qualitätsgespräch

Prüfen Sie jetzt die drei Auditebenen

Die vertiefte Auditbegleitung öffnet denselben Standard und hilft, Fall, Personal und Organisation mit belastbaren Nachweisen zu verbinden.

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