Leitfall ESF-09 · Mundgesundheit

Die Zahnprothese drückt und Mundpflege wird abgelehnt

Bearbeiten Sie den Fall zunächst ohne Musterweg. Trennen Sie akute Sicherheitsfragen, individuelle Einschätzung, Ziel, Maßnahmen, Rollen und Evaluation.

25 MinutenMittel Komplexität2 Settingtransfers
Ein heller Garten aus Porzellanformen, weichen Bürsten und Wassertropfen steht für behutsame, individuelle Mundpflege und geschützte Schleimhäute.
KI-generierte IllustrationLeitmotiv des Standards Mundgesundheit
Ausgangslage

Was ist passiert?

Herr I., 81 Jahre, nimmt die Oberkieferprothese seit einigen Tagen kaum heraus und lehnt Mundpflege ab. Er isst weniger, spricht undeutlicher und fasst sich häufig an die Wange. Bei einer kurzen Einwilligung zur Inspektion fallen eine gerötete Druckstelle und trockene Schleimhäute auf. Im Team gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen; ein Zahnarztkontakt ist noch nicht organisiert.

Eigenständig bearbeiten

Vier Arbeitsaufträge

Notieren Sie nur de-identifizierte Stichworte. Ihre Eingaben bleiben in dieser geöffneten Seite und werden nicht gespeichert.

  1. 01Mundbezogenen Bedarf und Einwilligung sicher erfassen.
  2. 02Sofortige Entlastung und fachliche Abklärung planen.
  3. 03Unterstützung an Gewohnheiten und Fähigkeiten anpassen.
  4. 04Wirkung und Teamnachweis definieren.

Keine Namen, Geburtsdaten oder anderen identifizierenden Angaben eintragen.

Musterweg erst nach eigener Bearbeitung öffnenBegründeter Lösungsweg
  1. 01

    Beschwerden ernst nehmen

    Schmerz, Schwellung, Schlucken, Blutung, Prothesensitz, Schleimhaut und Allgemeinzustand werden mit Einwilligung beurteilt.

  2. 02

    Druck entlasten und klären

    Prothesennutzung wird situativ angepasst und eine zeitnahe zahnmedizinische Beurteilung mit gesichertem Termin organisiert.

  3. 03

    Selbstpflege verstehen

    Gewohnheiten, bevorzugte Hilfsmittel, Tageszeit, Scham, Motorik und Verständnis werden erfragt beziehungsweise beobachtet.

  4. 04

    Unterstützung abstimmen

    Eine einvernehmliche, kleinschrittige Mundpflege, passende Produkte, Trinkangebot und einheitliche Kontaktweise werden vereinbart.

  5. 05

    Ergebnis verfolgen

    Druckstelle, Schmerz, Schleimhaut, Nahrungsaufnahme, Prothesennutzung und akzeptierte Unterstützung werden terminiert neu geprüft.

Gleiches Ziel, andere Bedingungen

Ambulanter und stationärer Transfer

Ambulante Pflege

Material, Selbstpflege und Zahnarztweg müssen in der Häuslichkeit zwischen Einsätzen nachvollziehbar bleiben.

Stationäre Pflege

Alle Mitarbeitenden brauchen dieselbe einwilligungsorientierte Kontaktweise und einen klaren zahnmedizinischen Kooperationsweg.

Typische Fehlwege

Woran eine oberflächliche Lösung scheitert

  • Mundpflege gegen deutliche Abwehr durchsetzen.
  • Nur ein Pflegemittel wechseln und die Prothesendruckstelle übersehen.
  • Zahnarztkontakt an Angehörige delegieren, ohne die Versorgung zu sichern.
Vom Fall zum Qualitätsgespräch

Prüfen Sie jetzt die drei Auditebenen

Die vertiefte Auditbegleitung öffnet denselben Standard und hilft, Fall, Personal und Organisation mit belastbaren Nachweisen zu verbinden.

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