Bewegung im Bett
Bewegung im Bett umfasst selbstständiges oder unterstütztes Drehen, Aufrichten, Hochrutschen und Verändern der Liegeposition.
Sie ist eine grundlegende Mobilitätsleistung und beeinflusst Atmung, Hautschutz, Schlaf, Schmerz sowie die Vorbereitung weiterer Transfers.
Auch gebräuchlich: Bettmobilität, Positionswechsel im Bett
Kleine Eigenbewegungen sind wichtiger als ein perfekter Lagewechsel
Bettmobilität beginnt mit der Frage, welche Teile der Bewegung selbst gelingen. Blickrichtung, angewinkelte Beine, erreichbare Haltepunkte und ausreichend Zeit können aus einem passiven Bewegen eine gemeinsame Handlung machen. Unterstützung wird so dosiert, dass weder Schmerzen noch Scherkräfte oder Überforderung entstehen.
Worauf es bei Bewegung im Bett besonders ankommt
- Ausgangslage vorbereiten
Bett, Leitungen, Kleidung und Hilfsmittel werden vor der Bewegung geordnet. Die Person weiß, wohin sie sich bewegt und welche Eigenaktivität erwartet wird.
- Bewegung anbahnen
Klare kurze Hinweise, ein erreichbarer Bettgalgen oder eine geeignete Gleitunterlage können vorhandene Kraft nutzbar machen, ohne am Arm oder unter den Achseln zu ziehen.
- Wirkung beobachten
Schmerz, Atemnot, Schwindel, Hautreaktion und die erreichte Position werden direkt geprüft. Eine Lage ist nur hilfreich, wenn sie sicher und für die Person tolerierbar bleibt.
Eine Gleithilfe verändert Reibung und damit die benötigte Unterstützung
Eine geeignete Gleithilfe kann das Bewegen erleichtern, verändert aber auch, wie stark eine Person auf der Unterlage rutscht. Deshalb müssen Auswahl, Einlegen, Entfernen oder zulässiges Verbleiben zur Produktanleitung und individuellen Einweisung passen. Ein improvisierter Stoff oder eine beliebige Folie ist kein gleichwertiger Ersatz. Nach der Bewegung wird geprüft, ob die Person stabil und angenehm liegt und weiter selbst handeln kann.
Eigenbewegung kann einen kleinen Anteil ausmachen: einen Arm passend legen, den Kopf zum Ziel drehen oder nach Anleitung einen Teil der Bewegung beginnen. Welche Handlung sicher ist, hängt etwa von Schmerzen, Operationen und neurologischen Einschränkungen ab. Es wird nur das angeboten, was individuell möglich und erprobt ist.
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Quellen
Die BGW beschreibt kleine Bewegungshilfen und deren Auswahl; der Mobilitätsstandard trägt individuell genutzte Eigenbewegung. Nicht jedes Hilfsmittel eignet sich für jede Person oder darf im Bett verbleiben.
- Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW): Kleine Hilfsmittel zur Bewegungsunterstützung
- Geschäftsstelle Qualitätsausschuss Pflege: Expertenstandard Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege, Aktualisierung 2020
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026