Positionierung
Positionierung unterstützt eine individuell geeignete Körperhaltung im Liegen oder Sitzen, um Komfort, Funktion, Atmung und Druckverteilung zu fördern.
Sie wird an Bewegungsmöglichkeiten, Beschwerden, Haut, Hilfsmittel und persönliche Ziele angepasst und regelmäßig neu bewertet.
Auch gebräuchlich: Lagerung, Positionsunterstützung
Jede Positionierung braucht ein klares Ziel
Positionierung ist ein fortlaufender Prozess und keine einmal am Tag hergestellte Lage. Komfort, Haut, Atmung, Gelenkstellung und die Möglichkeit eigener Bewegung werden gemeinsam beobachtet. Kleine selbstständige Lageveränderungen können wichtiger sein als seltene große Umlagerungen.
Positionierung sicher einordnen: Ziel der Position benennen – Hilfsmittel sparsam einsetzen
- Ziel der Position benennen
Druckentlastung, Schmerzreduktion, Atemerleichterung oder funktionelles Sitzen benötigen unterschiedliche Winkel, Hilfsmittel und Kontrollen; eine Standardlage erfüllt nicht alle Ziele.
- Wirkung rückmelden
Schmerz, Unruhe, Hautreaktion, Atmung und Stabilität zeigen, ob eine Position geeignet ist. Die betroffene Person wird nach Möglichkeit direkt einbezogen.
- Hilfsmittel sparsam einsetzen
Kissen und Lagerungsmaterial stützen nur dort, wo sie eine klare Funktion haben. Zu viel Material kann Bewegung, Wärmeabgabe oder Orientierung erschweren.
Missverständnisse rund um Positionierung klären
- Gibt es feste Lagerungsintervalle
Nein, nicht als universelle Regel. Häufigkeit richtet sich nach Hautrisiko, Eigenbewegung, Unterlage, Komfort, Erkrankung und Ziel. Beobachtung und dokumentierte Wirkung steuern den individuellen Plan.
- Was unterscheidet Positionierung und Mobilisation
Positionierung gestaltet eine geeignete Körperlage; Mobilisation fördert aktive oder unterstützte Bewegung und Ortswechsel. Beides kann sich ergänzen, darf aber nicht miteinander verwechselt werden.
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Quellen
- Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Methodenpapier
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Stürze bei älteren Menschen
Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026