Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Durchbruchschmerz

Durchbruchschmerz ist eine vorübergehende starke Schmerzverstärkung trotz einer grundsätzlich eingestellten Behandlung anhaltender Schmerzen.

Zeitpunkt, Auslöser, Dauer, Wirkung verordneter Bedarfsmedikation und Begleitsymptome sollten nachvollziehbar erfasst werden.

Auch gebräuchlich: Schmerzspitze

Klinisch einordnen

Durchbruchschmerz ist eine Krise innerhalb eines Plans

Durchbruchschmerz ist eine vorübergehende deutliche Schmerzverstärkung trotz ansonsten relativ kontrolliertem Dauerschmerz. Er kann spontan oder durch Bewegung, Pflegehandlung und Belastung ausgelöst sein. Muster, Auslöser, Dauer und Wirkung der Bedarfsmedikation werden dokumentiert und therapeutisch ausgewertet.

Vertiefung

Durchbruchschmerz sicher einordnen: Plan vor der Krise – Häufigkeit als Signal

  • Plan vor der Krise

    Ein klarer ärztlicher Bedarfsplan beschreibt Präparat, Dosis, Mindestabstand, Höchstmenge und Vorgehen bei fehlender Wirkung. Unklare Zurufmedikation ist unsicher.

  • Vorhersehbare Auslöser

    Bei Verbandwechsel, Transfer oder Bewegung kann eine rechtzeitig abgestimmte Maßnahme Beschwerden vermindern und notwendige Aktivität ermöglichen.

  • Häufigkeit als Signal

    Zunehmende Episoden oder häufige Bedarfsdosen können auf unzureichende Basistherapie, neue Ursache oder Anwendungsschwierigkeiten hinweisen und brauchen ärztliche Neubewertung.

Konkrete Orientierung

Fragen, die bei Durchbruchschmerz häufig entscheiden

Ist jeder starke Schmerz ein Durchbruchschmerz?

Nein. Neue dauerhafte Schmerzen, akute Verletzung oder andere Ursache müssen unterschieden werden. Der Begriff setzt eine bekannte Schmerzsituation und eine vorübergehende zusätzliche Spitze voraus.

Was tun, wenn die Bedarfsmedikation nicht wirkt?

Vereinbarten Eskalationsweg nutzen, Wirkung und Zeitpunkt dokumentieren und ärztliche Hilfe anfordern. Dosis oder Einnahmeabstand nicht eigenmächtig verändern; bei akuten Notfallzeichen sofort entsprechend handeln.

Vom Begriff zur Handlung

Passende Fachbeiträge

Quellen

  1. World Health Organization: Palliative care
  2. Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Expertenstandards und Methodenpapier

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026