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Das Pflegelexikon von A bis Z

Pflegebegriffe verständlich erklärt: Finden Sie die Bedeutung, typische Verwechslungen, wichtige Sicherheitsgrenzen und passende Informationen für Ihren Alltag oder Ihre Fachpraxis.

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Geordnete Begriffskarten verbinden Alltag, Pflegewissen und fachliche VersorgungKI-generierte Illustration
Begriffe sind der Einstieg – sichere Entscheidungen brauchen immer den passenden Kontext.

Ein Begriff, eine klare Erklärung. Auch gebräuchliche Synonyme führen Sie zur passenden Seite. Hinweise für Angehörige, ambulante oder stationäre Pflege erscheinen nur dort, wo sie fachlich wirklich weiterhelfen.

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A

  1. Abfallmanagement in der PflegeAbfallmanagement in der Pflege ordnet das sichere Sammeln, Trennen, Zwischenlagern und Entsorgen von Haushalts-, Pflege-, infektiösen und verletzungsgefährlichen Abfällen.Auch: Pflegeabfälle sicher entsorgen
  2. AbweichungsmanagementAbweichungsmanagement bezeichnet das sichere Erkennen, Bewerten, Kommunizieren und Bearbeiten einer Abweichung von geplanter Pflege, erwarteter Wirkung oder vereinbartem Ablauf.Auch: Umgang mit Pflegeabweichungen
  3. Advance Care PlanningAdvance Care Planning ist ein strukturierter Gesprächsprozess zur vorausschauenden Klärung persönlicher Behandlungswünsche für mögliche zukünftige Krisen.Auch: ACP, gesundheitliche Versorgungsplanung
  4. Aktivierende PflegeAktivierende Pflege unterstützt Menschen dabei, vorhandene Fähigkeiten bei alltäglichen Handlungen selbst einzusetzen und weiterzuentwickeln.Auch: aktivierend-therapeutische Pflege
  5. AktivierungAktivierung bezeichnet gezielte Impulse, die Bewegung, Wahrnehmung, Denken, Alltagshandlungen oder soziale Beteiligung anregen.Auch: aktivierende Angebote
  6. Aktivitäten des täglichen LebensAktivitäten des täglichen Lebens sind grundlegende Alltagshandlungen wie Essen, Körperpflege, Ankleiden, Toilettennutzung, Fortbewegung und Transfer, deren Selbstständigkeit eingeschätzt werden kann.Auch: ADL, Activities of Daily Living
  7. Akute AtemnotAkute Atemnot ist eine plötzlich aufgetretene oder rasch zunehmende Einschränkung der Atmung, die durch Erkrankung, Aspiration, Fremdkörper, Allergie oder Technikproblem entstehen kann.Auch: plötzliche Atemnot, Erstickungsgefahr
  8. Akute Krankenhauseinweisung und RückübernahmeAkute Krankenhauseinweisung und Rückübernahme sind zwei zeitkritische Übergaben, bei denen Ausgangszustand, akute Veränderung, Maßnahmen und neue Anordnungen sicher weitergegeben werden müssen.Auch: Einweisung aus der Pflege, Rückkehr aus der Notaufnahme
  9. Akute NierenschädigungEine akute Nierenschädigung ist eine innerhalb kurzer Zeit entstandene Verschlechterung der Nierenfunktion mit Risiko für Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Medikamentenprobleme.Auch: akutes Nierenversagen, AKI
  10. Akute Verwirrtheit und EigengefährdungAkute Verwirrtheit und Eigengefährdung bezeichnet eine plötzlich veränderte Orientierung, Aufmerksamkeit oder Impulskontrolle mit möglicher Gefahr durch Krankheit, Delir, Substanzen oder psychische Krise.Auch: plötzliche Desorientierung, akute Selbstgefährdung
  11. AlltagsgestaltungAlltagsgestaltung umfasst selbst gewählte oder gemeinsam unterstützte Tätigkeiten, Beziehungen, Ruhezeiten und Routinen, die einem Tag Struktur und persönliche Bedeutung geben.Auch: Tagesgestaltung, bedeutungsvolle Beschäftigung
  12. AlltagskompetenzAlltagskompetenz beschreibt Fähigkeiten, die für Orientierung, Entscheidungen, Selbstversorgung, Haushaltsführung, Kontakte und den Umgang mit Anforderungen des täglichen Lebens nötig sind.Auch: alltagspraktische Fähigkeiten
  13. AltershautAltershaut bezeichnet altersbedingte Veränderungen wie geringere Elastizität, dünnere Hautschichten, langsamere Regeneration und häufigere Trockenheit.Auch: reife Haut, Haut im höheren Lebensalter
  14. Ambivalenz in der PflegebeziehungAmbivalenz in der Pflegebeziehung ist das gleichzeitige Erleben gegensätzlicher Gefühle wie Nähe und Ärger, Verantwortungsgefühl und Fluchtwunsch oder Dankbarkeit und Trauer.Auch: Schuldgefühle bei Angehörigenpflege, widersprüchliche Gefühle bei Pflege
  15. Ambulant betreute WohngemeinschaftEine ambulant betreute Wohngemeinschaft ist eine gemeinschaftliche Wohnform, in der mehrere Menschen zusammenleben und Pflege, Betreuung oder Präsenz ambulant organisieren.Auch: Pflege-WG, ambulant betreute WG
  16. Ambulante PflegeAmbulante Pflege erbringt vereinbarte Pflege- und Unterstützungsleistungen im häuslichen Umfeld.Auch: häuslicher Pflegedienst, Pflegedienst
  17. AmputationEine Amputation ist die operative oder unfallbedingte Entfernung einer Gliedmaße oder eines Teils davon mit körperlichen, funktionellen, psychischen und sozialen Folgen.Auch: Gliedmaßenamputation
  18. Anämie bei KrebsAnämie bei Krebs ist ein Mangel an rotem Blutfarbstoff durch Erkrankung, Blutverlust, Knochenmarkbeteiligung, Nährstoffmangel oder Therapie.Auch: Tumoranämie, Blutarmut bei Krebs
  19. AngststörungEine Angststörung liegt vor, wenn Angst oder Vermeidung übermäßig, anhaltend und deutlich belastend ist oder den Alltag einschränkt.Auch: krankhafte Angst
  20. AnkleidenAnkleiden umfasst Auswahl, Reihenfolge und Durchführung des An- und Ausziehens unter Berücksichtigung von Selbstständigkeit, Beweglichkeit, Schmerz, Hilfsmitteln und persönlichem Stil.Auch: Kleiden, Anziehhilfe
  21. AnpassungsstörungEine Anpassungsstörung ist eine ausgeprägte emotionale oder verhaltensbezogene Reaktion auf eine belastende Veränderung, die Alltag und Bewältigung deutlich beeinträchtigt.Auch: Belastungsreaktion
  22. AntibiotikatherapieAntibiotikatherapie ist die gezielte Behandlung einer vermuteten oder bestätigten bakteriellen Infektion mit einem passenden Wirkstoff, Einnahmeweg und festgelegter Dauer.Auch: Antibiotika einnehmen, antimikrobielle Therapie
  23. AntidiabetikaAntidiabetika sind Arzneimittel zur Senkung oder Regulation des Blutzuckers, die sich in Wirkweise, Einnahmezeit, Hypoglykämierisiko und Organabhängigkeit unterscheiden.Auch: Diabetesmedikamente, blutzuckersenkende Arzneimittel
  24. AntikoagulationAntikoagulation ist eine medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung zur Vorbeugung oder Behandlung von Thrombosen und Embolien bei gleichzeitig erhöhtem Blutungsrisiko.Auch: Blutverdünnung, Gerinnungshemmung
  25. AphasieAphasie ist eine erworbene Störung der Sprache, etwa nach einem Schlaganfall, die Sprechen, Verstehen, Lesen oder Schreiben unterschiedlich betreffen kann.Auch: erworbene Sprachstörung
  26. ArbeitsschutzArbeitsschutz umfasst Maßnahmen, die Unfälle, gesundheitliche Belastungen und arbeitsbedingte Erkrankungen verhindern sollen.Auch: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
  27. ArthritisArthritis bezeichnet eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke mit möglichen Schmerzen, Schwellung, Wärme und Bewegungseinschränkung.Auch: Gelenkentzündung
  28. ArthroseArthrose ist eine Gelenkerkrankung, bei der Knorpel und weitere Gelenkstrukturen verändert und geschädigt sind.Auch: Gelenkverschleiß
  29. ArzneimittelversorgungArzneimittelversorgung ist der geschlossene Ablauf aus rechtzeitiger Bestellung, Annahmekontrolle, eindeutiger Zuordnung, geeigneter Lagerung und verfügbarer Reserve.Auch: Medikamente bestellen und bevorraten, Arzneimittelvorrat
  30. Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117Unter 116117 ist der ärztliche Bereitschaftsdienst für dringliche Beschwerden erreichbar, die nicht bis zur nächsten regulären Sprechzeit warten können, aber nicht lebensbedrohlich sind.Auch: 116117, kassenärztlicher Bereitschaftsdienst
  31. AssessmentEin Assessment ist eine strukturierte Einschätzung von Fähigkeiten, Problemen, Risiken oder Bedürfnissen mithilfe fachlicher Beobachtung und gegebenenfalls eines Instruments.Auch: pflegerisches Assessment, Einschätzungsinstrument
  32. Assistenzsystem im WohnraumEin Assistenzsystem im Wohnraum nutzt Sensoren, Steuerungen oder automatische Hinweise, um Sicherheit, Orientierung, Kommunikation oder Selbstständigkeit zu unterstützen.Auch: Ambient Assisted Living, Smart Home für Pflege
  33. AsthmaAsthma ist eine chronisch entzündliche Atemwegserkrankung mit anfallsweise verengten Bronchien, deren Beschwerden und Auslöser im Verlauf schwanken können.Auch: Asthma bronchiale
  34. AtemtherapiegerätEin Atemtherapiegerät unterstützt eine verordnete Sauerstoffgabe, Inhalation, Sekretmobilisation oder Beatmung und verbindet technische Funktion mit einer unmittelbar wirksamen Behandlung.Auch: respiratorisches Therapiegerät, Sauerstoff-, Inhalations- und Beatmungstechnik
  35. Atypische KrankheitszeichenAtypische Krankheitszeichen sind unspezifische Veränderungen wie Sturz, Verwirrtheit, Schwäche oder Appetitverlust, hinter denen bei älteren Menschen eine akute Erkrankung stehen kann.Auch: unspezifische Krankheitszeichen im Alter
  36. AusbruchsmanagementAusbruchsmanagement ist das koordinierte Erkennen, Eindämmen, Dokumentieren und Auswerten gehäuft auftretender übertragbarer Erkrankungen in einer Einrichtung oder Versorgungsgruppe.Auch: Infektionsausbruch bewältigen
  37. Ausfallplan für die AngehörigenpflegeEin Ausfallplan legt fest, wie die Versorgung weiterläuft, wenn die hauptsächlich pflegende Person plötzlich krank, verhindert oder nicht erreichbar ist.Auch: Notfallplan bei Ausfall der Pflegeperson, Pflegevertretungsplan
  38. AusscheidungsbeobachtungAusscheidungsbeobachtung erfasst Veränderungen von Urin und Stuhl nach Häufigkeit, Menge, Aussehen, Beschwerden und Zusammenhang mit Trinken, Ernährung, Medikamenten und Aktivität.Auch: Ausscheidungsprotokoll, Miktions- und Stuhlbeobachtung

B

  1. Barrierefreie WegeführungBarrierefreie Wegeführung gestaltet Zugänge und Bewegungsflächen so, dass Menschen mit unterschiedlichen körperlichen, sensorischen oder kognitiven Fähigkeiten sie möglichst selbstständig und sicher nutzen können.Auch: barrierearme Wege
  2. Barrierefreier AusflugEin barrierefreier Ausflug ist eine geplante Aktivität außerhalb der Wohnung oder Einrichtung, bei der Mobilität, Kommunikation, Pflegebedarf, Zugänglichkeit und persönliche Wünsche zusammenpassen.Auch: barrierearmer Ausflug, Ausflug mit Pflegebedarf
  3. BasishygieneBasishygiene umfasst die grundlegenden Schutzmaßnahmen, die unabhängig von einer bekannten Infektion bei jeder Versorgung situationsgerecht angewendet werden.Auch: Standardhygiene
  4. BeatmungBeatmung unterstützt oder übernimmt die Atmung über eine Maske oder einen invasiven Atemweg mit individuell eingestellten Druck-, Volumen- und Alarmparametern.Auch: nichtinvasive Beatmung, invasive Beatmung
  5. BeckenbodensenkungEine Beckenbodensenkung ist das Absinken von Blase, Gebärmutter, Scheide oder Enddarm durch geschwächtes Stützgewebe und kann Druckgefühl, Inkontinenz oder Entleerungsprobleme verursachen.Auch: Organsenkung, Prolaps
  6. BedarfsmedikationBedarfsmedikation ist ein verordnetes Arzneimittel, das bei eindeutig festgelegtem Anlass innerhalb klarer Grenzen gegeben wird.Auch: Bedarfsarzneimittel, Bedarfsverordnung
  7. BehandlungsbelastungBehandlungsbelastung ist der Zeit-, Kraft-, Organisations- und Entscheidungsaufwand, den Untersuchungen, Medikamente, Übungen, Kontrollen und Termine einer Person auferlegen.Auch: Therapiebelastung, treatment burden
  8. BehandlungspflegeBehandlungspflege umfasst ärztlich verordnete medizinisch-pflegerische Maßnahmen, die durch geeignete Pflegepersonen ausgeführt werden.Auch: medizinische Behandlungspflege
  9. Beschwerde in der PflegeEine Beschwerde in der Pflege macht eine konkrete Abweichung von vereinbarter, fachgerechter oder respektvoller Versorgung gegenüber Anbieter oder zuständiger Stelle prüfbar.Auch: Pflegebeschwerde, Beschwerde über Pflegedienst oder Pflegeheim
  10. BeschwerdemanagementBeschwerdemanagement ist der zugängliche, geschützte und nachvollziehbare Umgang mit Kritik, Beschwerden und Hinweisen zu Pflege, Leistung, Verhalten oder Organisation.Auch: Beschwerdeverfahren in der Pflege
  11. Bewegung im BettBewegung im Bett umfasst selbstständiges oder unterstütztes Drehen, Aufrichten, Hochrutschen und Verändern der Liegeposition.Auch: Bettmobilität, Positionswechsel im Bett
  12. BewegungsförderungBewegungsförderung schafft im Alltag regelmäßige, sichere und bedeutsame Gelegenheiten für Aktivität, Kraft, Gleichgewicht, Ausdauer und Beweglichkeit.Auch: körperliche Aktivität fördern, Bewegungsanregung
  13. Bewegungsfreiheit in der PflegeBewegungsfreiheit in der Pflege ist das Recht, den eigenen Aufenthaltsort und Bewegungsumfang selbst zu bestimmen, auch wenn damit nachvollziehbare Risiken verbunden sind.Auch: Freiheit der Bewegung, freiheitswahrende Pflege
  14. BewusstlosigkeitBewusstlosigkeit ist ein Zustand, in dem eine Person nicht weckbar ist und nicht angemessen auf Ansprache oder Berührung reagiert.Auch: nicht ansprechbar, Bewusstseinsverlust
  15. BiografiearbeitBiografiearbeit nutzt prägende Erfahrungen, Gewohnheiten, Beziehungen und Werte eines Menschen, um Unterstützung persönlicher und nachvollziehbarer zu gestalten.Auch: biografische Arbeit
  16. Bipolare StörungEine bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung mit depressiven und manischen oder hypomanischen Krankheitsphasen, zwischen denen stabile Zeiten liegen können.Auch: manisch-depressive Erkrankung
  17. BlasenentleerungsstörungEine Blasenentleerungsstörung liegt vor, wenn Urin nicht ausreichend, nur erschwert oder trotz gefüllter Blase gar nicht entleert werden kann.Auch: erschwerte Miktion, Restharnproblem
  18. Brandschutz bei SauerstofftherapieBrandschutz bei Sauerstofftherapie verhindert, dass erhöhte Sauerstoffkonzentration die Entzündung und Ausbreitung eines Feuers an Kleidung, Haaren oder Materialien beschleunigt.Auch: Sauerstoff und Brandgefahr
  19. BrustschmerzBrustschmerz ist ein Symptom mit möglichen Ursachen an Herz, Lunge, Gefäßen, Speiseröhre, Muskeln oder Rippen und kann auf einen lebensbedrohlichen Notfall hinweisen.Auch: Thoraxschmerz, Verdacht auf Herzinfarkt

C

  1. ChemotherapieChemotherapie behandelt Krebs mit Arzneimitteln, die Zellteilung oder Wachstum von Tumorzellen hemmen.Auch: Chemo, zytostatische Therapie
  2. Chronisch-entzündliche DarmerkrankungChronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind wiederkehrende oder anhaltende Entzündungen des Verdauungstrakts, insbesondere Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.Auch: CED, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  3. Chronische WundeEine chronische Wunde heilt trotz angemessener Zeit und Behandlung nicht regelgerecht, häufig weil Druck, Durchblutungsstörung, Diabetes oder eine andere Grunderkrankung fortbesteht.Auch: schwerheilende Wunde, nicht heilende Wunde
  4. Chronischer SchmerzChronischer Schmerz besteht länger als die übliche Heilungszeit oder tritt dauerhaft beziehungsweise wiederkehrend über Monate auf.Auch: anhaltender Schmerz
  5. Compliance in PflegeeinrichtungenCompliance in Pflegeeinrichtungen ist das organisierte Sicherstellen, dass gesetzliche, vertragliche, fachliche und interne Regeln verstanden, praktisch eingehalten und Verstöße bearbeitet werden.Auch: Regeltreue in Pflegebetrieben
  6. COPDCOPD ist eine chronische Lungenerkrankung mit dauerhaft verengten Atemwegen, häufig verbunden mit Husten, Auswurf und Atemnot.Auch: chronisch obstruktive Lungenerkrankung

D

  1. DatenschutzDatenschutz schützt personenbezogene Daten und regelt, zu welchen Zwecken sie verarbeitet, weitergegeben und gespeichert werden dürfen.Auch: Schutz personenbezogener Daten, DSGVO
  2. DauerkatheterEin Dauerkatheter leitet Urin über einen länger liegenden Schlauch aus der Harnblase in einen Beutel ab.Auch: Blasenkatheter, transurethraler Dauerkatheter
  3. DeeskalationDeeskalation umfasst Haltungen und Maßnahmen, die Spannung, Angst und Konfliktdynamik verringern und Sicherheit wiederherstellen sollen.Auch: deeskalierendes Verhalten
  4. DehydrationDehydration bezeichnet einen Flüssigkeitsmangel des Körpers, der besonders bei älteren Menschen zu Schwäche, Verwirrtheit, Kreislaufproblemen und weiteren Komplikationen beitragen kann.Auch: Flüssigkeitsmangel, Austrocknung
  5. DekonditionierungDekonditionierung bezeichnet den Verlust von Kraft, Ausdauer, Kreislaufanpassung und Alltagsfunktion infolge von Inaktivität, Bettruhe oder längerer Erkrankung.Auch: körperlicher Abbau durch Inaktivität
  6. DekubitusEin Dekubitus ist eine örtlich begrenzte Schädigung von Haut und tieferem Gewebe durch anhaltenden Druck oder Druck in Verbindung mit Scherkräften.Auch: Druckgeschwür, Druckulcus
  7. DekubituspräventionDekubitusprävention soll druckbedingte Haut- und Gewebeschäden durch Risikoeinschätzung, Bewegung, Druckentlastung und geeignete Hilfsmittel vermeiden.Auch: Dekubitusprophylaxe, Druckulcusprävention
  8. DelegationDelegation ist die geordnete Übertragung einer ausführbaren Aufgabe an eine dafür geeignete Person bei geklärten Verantwortlichkeiten.Auch: Aufgabenübertragung
  9. DelirEin Delir ist eine akut auftretende und meist schwankende Störung von Aufmerksamkeit, Bewusstsein und Denken, häufig ausgelöst durch eine körperliche Ursache.Auch: akuter Verwirrtheitszustand, Durchgangssyndrom
  10. DelirpräventionDelirprävention bündelt Maßnahmen gegen vermeidbare Auslöser akuter Verwirrtheit, etwa Schmerz, Infektion, Flüssigkeitsmangel, Schlafstörung, Immobilität oder ungeeignete Medikamente.Auch: Vorbeugung eines Delirs
  11. DemenzDemenz ist ein Syndrom mit anhaltenden Beeinträchtigungen kognitiver Fähigkeiten, die den selbstständigen Alltag deutlich beeinflussen und unterschiedliche Ursachen haben können.Auch: dementielle Erkrankung, Demenzsyndrom
  12. Demenz und Delir unterscheidenDemenz und Delir unterscheiden heißt, einen meist schleichenden kognitiven Abbau von einer akut entstandenen, im Tagesverlauf schwankenden Störung von Aufmerksamkeit und Bewusstsein abzugrenzen.Auch: Delir bei Demenz, akute Verwirrtheit
  13. DemenzdiagnostikDemenzdiagnostik ist die ärztlich geleitete Abklärung anhaltender kognitiver Veränderungen anhand von Anamnese, Fremdanamnese, Tests, Untersuchung und behandelbaren Ursachen.Auch: Abklärung einer Demenz
  14. DepressionDepression ist eine psychische Erkrankung mit anhaltend gedrückter Stimmung oder Interessenverlust und weiteren körperlichen, kognitiven oder verhaltensbezogenen Symptomen.Auch: depressive Erkrankung
  15. Diabetes mellitusDiabetes mellitus umfasst Stoffwechselerkrankungen, bei denen der Blutzucker dauerhaft erhöht ist.Auch: Zuckerkrankheit, Diabetes
  16. Diabetische FußwundeEine diabetische Fußwunde ist ein Gewebedefekt am Fuß bei Diabetes, der durch Nervenschädigung, Druckbelastung, Durchblutungsstörung und Infektion begünstigt werden kann.Auch: diabetisches Fußulkus, Wunde am diabetischen Fuß
  17. Diabetischer NotfallEin diabetischer Notfall entsteht durch eine schwere Unterzuckerung oder ausgeprägte Überzuckerung mit Störung von Bewusstsein, Kreislauf, Atmung oder Flüssigkeitshaushalt.Auch: schwere Unterzuckerung, diabetische Entgleisung
  18. Diabetisches FußsyndromDas diabetische Fußsyndrom umfasst Wunden und Gewebeschäden am Fuß, die durch Nervenschäden, Durchblutungsstörungen und Diabetes begünstigt werden.Auch: diabetischer Fuß
  19. DialyseDialyse ist ein Nierenersatzverfahren, das Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper entfernt.Auch: Blutwäsche, Nierenersatzverfahren
  20. DialyseshuntEin Dialyseshunt ist eine operativ geschaffene Verbindung zwischen Arterie und Vene, die einen ausreichend starken Gefäßzugang für die Hämodialyse ermöglicht.Auch: AV-Fistel, Shunt für Hämodialyse
  21. DiarrhöDiarrhö bezeichnet häufige, ungeformte bis flüssige Stuhlentleerungen, deren Bedeutung von Dauer, Menge, Begleitsymptomen und persönlichem Normalzustand abhängt.Auch: Durchfall, häufige dünne Stühle
  22. DienstleistersteuerungDienstleistersteuerung ist die geplante Auswahl, Beauftragung, Abstimmung und Kontrolle externer Partner, deren Leistung die Pflegequalität oder Versorgungssicherheit beeinflusst.Auch: Steuerung externer Dienstleister
  23. DienstübergabeDie Dienstübergabe ist die strukturierte Übertragung aktuell notwendiger Informationen und Verantwortungen zwischen Mitarbeitenden oder Schichten.Auch: Schichtübergabe
  24. Digitale Kommunikation in der PflegeDigitale Kommunikation in der Pflege umfasst datenschutzgerecht genutzte Video-, Nachrichten- und Informationswege zwischen pflegebedürftigen Menschen, Angehörigen und professionell Beteiligten.Auch: Videokommunikation, digitale Pflegekommunikation
  25. Digitale PflegeanwendungEine digitale Pflegeanwendung ist ein geprüftes digitales Produkt, das Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit mindern oder einer Verschlimmerung entgegenwirken und häusliche Pflege unterstützen soll.Auch: DiPA, Pflege-App auf Rezept
  26. Digitale TeilhabeDigitale Teilhabe bedeutet, digitale Geräte und Dienste selbstbestimmt für Information, Beziehungen, Kultur, Behördenkontakte und Alltagsorganisation nutzen zu können.Auch: digitale Inklusion, Teilhabe durch digitale Medien
  27. Diversität in der PflegeDiversität in der Pflege bezeichnet die bewusste Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensalter, Geschlechter, sexueller Identitäten, Behinderungen, Herkünfte, Sprachen, Religionen und Lebensformen.Auch: Vielfalt in der Pflege, diversitätssensible Pflege
  28. DurchbruchschmerzDurchbruchschmerz ist eine vorübergehende starke Schmerzverstärkung trotz einer grundsätzlich eingestellten Behandlung anhaltender Schmerzen.Auch: Schmerzspitze
  29. Duschen und BadenDuschen und Baden sind Formen der Körperreinigung, bei denen Hygiene, Hautschutz, Wohlbefinden, Intimsphäre, Mobilität und Sturzsicherheit gleichzeitig berücksichtigt werden.Auch: Duschhilfe, Badehilfe
  30. DysarthrieDysarthrie ist eine neurologisch bedingte Störung der Sprechmotorik; Stimme, Artikulation, Tempo oder Lautstärke können verändert sein.Auch: Sprechstörung
  31. DysphagieDysphagie ist eine Störung des Schluckens, bei der Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel nicht sicher vom Mund in den Magen gelangen.Auch: Schluckstörung
  32. DyspnoeDyspnoe ist das subjektive Empfinden erschwerter, unangenehmer oder unzureichender Atmung.Auch: Atemnot, Kurzatmigkeit

E

  1. Eigenanteil in der PflegeDer Eigenanteil in der Pflege ist der Teil der tatsächlichen Versorgungs-, Unterkunfts-, Verpflegungs- oder Investitionskosten, der nicht durch Versicherungsleistungen oder andere Träger gedeckt ist.Auch: Pflegekosten selbst zahlen, Eigenbeteiligung Pflegeheim
  2. Eigentumsschutz in der PflegeEigentumsschutz in der Pflege bezeichnet den respektvollen, nachvollziehbaren Umgang mit Geld, Schlüsseln, Wertsachen, Kleidung, Erinnerungsstücken und anderen persönlichen Gegenständen.Auch: Schutz persönlicher Gegenstände
  3. Einarbeitung in der PflegeEinarbeitung in der Pflege ist ein geplanter Kompetenzaufbau, der neue Mitarbeitende sicher in Personen, Aufgaben, Standards, Technik, Kommunikation und Eskalationswege einführt.Auch: Onboarding in der Pflege
  4. EinsamkeitEinsamkeit ist das subjektiv belastende Gefühl, dass vorhandene Beziehungen oder Kontakte nicht dem persönlichen Bedürfnis nach Nähe, Zugehörigkeit und Verständnis entsprechen.Auch: Einsamkeitserleben, soziale Einsamkeit
  5. EinwilligungsfähigkeitEinwilligungsfähigkeit ist die Fähigkeit, Bedeutung, Folgen und Risiken einer konkreten medizinischen Maßnahme zu verstehen, abzuwägen und danach zu entscheiden.Auch: Fähigkeit zur Einwilligung
  6. EiweißversorgungEiweißversorgung beschreibt die bedarfsgerechte Aufnahme und Verteilung von Protein, das unter anderem für Muskeln, Wundheilung und Immunfunktion benötigt wird.Auch: Proteinversorgung, Eiweißbedarf
  7. ElektrolytstörungEine Elektrolytstörung ist ein krankhaft veränderter Gehalt wichtiger Mineralsalze wie Natrium oder Kalium im Blut.Auch: Elektrolytverschiebung
  8. Enterale ErnährungEnterale Ernährung führt Nährstoffe über den Magen-Darm-Trakt zu, wenn normales Essen und Trinken nicht ausreichen oder nicht sicher möglich sind.Auch: Sondenernährung
  9. EntlassmanagementEntlassmanagement organisiert den sicheren Übergang aus dem Krankenhaus in die weitere Versorgung.Auch: Überleitungsmanagement, Entlassungsplanung
  10. EntlastungEntlastung umfasst Maßnahmen, die pflegerische, zeitliche, körperliche oder seelische Belastung verringern und Freiräume schaffen.Auch: Entlastungsangebote, Pflegeentlastung
  11. EntlastungsbetragDer Entlastungsbetrag ist eine zweckgebundene Leistung der Pflegeversicherung für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag und bestimmte Pflegeleistungen.Auch: monatlicher Entlastungsbetrag
  12. EpilepsieEpilepsie ist eine neurologische Erkrankung mit einer anhaltenden Neigung zu wiederkehrenden epileptischen Anfällen.Auch: Anfallsleiden
  13. ErgebnisqualitätErgebnisqualität beschreibt, welche pflegerelevanten Zustände, Veränderungen oder Erfahrungen bei versorgten Menschen im Zusammenhang mit Pflege erreicht, erhalten oder vermieden werden.Auch: pflegerische Ergebnisqualität
  14. Ernährung bei pflegebedürftigen KindernErnährung bei pflegebedürftigen Kindern verbindet altersgerechtes Wachstum, Entwicklung, Erkrankung, Kau- und Schluckfähigkeit sowie die familiäre Esssituation.Auch: Kinderernährung bei Pflegebedarf, Gedeihen bei pflegebedürftigen Kindern
  15. Ernährungs- und MundgesundheitspräventionErnährungs- und Mundgesundheitsprävention verbindet frühe Beobachtung von Gewichtsverlust, Trinkmangel, Kau- und Mundproblemen mit alltagstauglichen Schutzmaßnahmen.Auch: Prävention von Mangelernährung und Mundproblemen, präventive Ernährungspflege
  16. ErnährungsassessmentEin Ernährungsassessment erfasst systematisch Gewichtsentwicklung, Nahrungsaufnahme, Erkrankungen, Beschwerden, Fähigkeiten und Lebensumstände, die den Ernährungszustand beeinflussen.Auch: Ernährungsscreening, Ernährungszustand erfassen
  17. Erschöpfung im PflegealltagErschöpfung im Pflegealltag ist ein anhaltendes körperliches, kognitives oder seelisches Gefühl fehlender Energie, das durch normale Ruhe nicht immer ausreichend gebessert wird.Auch: anhaltende Erschöpfung, Fatigue im Pflegealltag
  18. Erstbesuch eines PflegedienstesDer Erstbesuch eines Pflegedienstes ist die strukturierte Aufnahme, bei der Bedarf, Ziele, Risiken, Verträge, Wohnsituation und Zusammenarbeit für die ambulante Versorgung geklärt werden.Auch: Erstgespräch ambulanter Pflegedienst, Pflegeaufnahme zu Hause
  19. Essen und Trinken am LebensendeEssen und Trinken am Lebensende richtet sich nach Hunger, Durst, Genuss, Schluckfähigkeit, Belastung und dem Willen der sterbenden Person statt nach starren Mengenplänen.Auch: Nahrungsverzicht in der Sterbephase, Flüssigkeit am Lebensende
  20. EssunterstützungEssunterstützung umfasst Vorbereitung, Anleitung, Hilfsmittel und direkte Hilfe, damit eine Person möglichst selbstbestimmt, sicher und genussvoll essen kann.Auch: Hilfe beim Essen, Mahlzeitenassistenz
  21. Ethische FallbesprechungEine ethische Fallbesprechung ist ein strukturiertes multiprofessionelles Verfahren für Wertkonflikte, in denen medizinische, pflegerische, rechtliche und persönliche Gesichtspunkte gegeneinanderstehen.Auch: Ethikberatung in der Pflege, ethisches Fallgespräch
  22. EvakuierungsplanungEvakuierungsplanung bereitet vor, wie pflegebedürftige Menschen bei Brand, Rauch oder anderer unbewohnbarer Lage geschützt, verlegt und am Ziel weiter versorgt werden.Auch: Evakuierungsplan Pflege
  23. Evaluation im PflegeprozessEvaluation im Pflegeprozess ist die geplante Prüfung, ob vereinbarte Ziele erreicht, Maßnahmen wirksam und Annahmen über den Pflegebedarf weiterhin zutreffend sind.Auch: Pflegeevaluation
  24. ExpertenstandardEin DNQP-Expertenstandard bündelt den fachlich abgestimmten Wissensstand zu einem zentralen Qualitätsrisiko oder Pflegeziel.Auch: DNQP-Expertenstandard
  25. ExtremwetterplanEin Extremwetterplan ordnet Schutz und Versorgung bei Sturm, Starkregen, Hochwasser, Schnee, Glatteis oder anderen Wetterlagen mit Auswirkung auf Gebäude und Erreichbarkeit.Auch: Unwettervorsorge in der Pflege
  26. Exulzerierender TumorEin exulzerierender Tumor durchbricht Haut oder Schleimhaut und kann Wunde, Exsudat, Geruch, Schmerz, Blutung und starke psychosoziale Belastung verursachen.Auch: maligne Wunde, offener Tumor

F

  1. FallbesprechungEine Fallbesprechung ist die strukturierte gemeinsame Analyse einer konkreten Versorgungssituation, um Beobachtungen, Ziele, Risiken und Handlungsoptionen fachlich zusammenzuführen.Auch: pflegerische Fallberatung
  2. FamilienpflegeplanEin Familienpflegeplan verteilt Pflege-, Organisations- und Alltagsaufgaben sichtbar nach Verfügbarkeit, Fähigkeit, Nähe und Zustimmung der beteiligten Personen.Auch: Aufgabenplan für die Familie, Pflegeaufgaben verteilen
  3. Familienzentrierte PflegeFamilienzentrierte Pflege betrachtet bei pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen das Kind und sein familiäres System gemeinsam, ohne die eigenständigen Rechte des Kindes zu übergehen.Auch: familienorientierte Pflege, Family-Centered Care
  4. FatigueFatigue ist eine ausgeprägte körperliche, geistige oder emotionale Erschöpfung, die nicht im Verhältnis zur Aktivität steht und sich durch Schlaf nur begrenzt bessert.Auch: krankhafte Erschöpfung, tumorbedingte Fatigue
  5. FlüssigkeitsbilanzEine Flüssigkeitsbilanz stellt dokumentierte Flüssigkeitsaufnahme und -ausscheidung in einem festgelegten Zeitraum gegenüber.Auch: Einfuhr-Ausfuhr-Bilanz, Bilanzierung
  6. Fortgeschrittene DemenzFortgeschrittene Demenz ist eine Krankheitsphase mit weitreichenden Einschränkungen von Sprache, Orientierung, Selbstversorgung und häufig auch Bewegung, Essen oder Schlucken.Auch: schwere Demenz
  7. FrailtyFrailty bezeichnet eine erhöhte Verletzlichkeit älterer Menschen, bei der körperliche Reserven vermindert sind und schon kleine Belastungen deutliche Folgen haben können.Auch: Gebrechlichkeit, Frailty-Syndrom
  8. FrakturEine Fraktur ist eine vollständige oder unvollständige Unterbrechung eines Knochens durch Unfall, Belastung oder krankhaft verminderte Knochenfestigkeit.Auch: Knochenbruch
  9. Freiheitsentziehende MaßnahmeEine freiheitsentziehende Maßnahme hindert einen Menschen gegen oder ohne seinen wirksamen Willen daran, einen Ort zu verlassen oder sich frei zu bewegen.Auch: FEM, freiheitsbeschränkende Maßnahme
  10. FrühmobilisationFrühmobilisation bezeichnet den möglichst frühen, medizinisch vertretbaren Beginn von Bewegung nach Operation, akuter Erkrankung oder längerer Immobilität.Auch: frühe Mobilisierung, Mobilisation nach Krankenhausaufenthalt

G

  1. Gastrointestinale BlutungEine gastrointestinale Blutung ist ein Blutverlust in Speiseröhre, Magen oder Darm, der als Bluterbrechen, kaffeesatzartiges Erbrechen, schwarzer Stuhl oder frisches Blut sichtbar werden kann.Auch: Magen-Darm-Blutung, Teerstuhl
  2. GelenkersatzEin Gelenkersatz ist ein operativ eingesetztes künstliches Gelenk oder Gelenkteil, meist an Hüfte oder Knie, um Schmerz und Funktion bei schwerer Schädigung zu verbessern.Auch: Endoprothese, künstliches Gelenk
  3. Gemeinsame EntscheidungsfindungGemeinsame Entscheidungsfindung ist ein strukturierter Austausch, bei dem fachliche Möglichkeiten und persönliche Werte zusammengeführt werden, um eine tragfähige Wahl zu treffen.Auch: Shared Decision Making, partizipative Entscheidungsfindung
  4. GemeinschaftsverpflegungGemeinschaftsverpflegung organisiert Speisen und Getränke für Gruppen, etwa in Pflegeeinrichtungen oder bei Essen auf Rädern.Auch: Verpflegung in Einrichtungen
  5. GenitalbeschwerdenGenitalbeschwerden umfassen Juckreiz, Brennen, Schmerz, Rötung, Ausfluss, Geruch oder Hautveränderungen im äußeren Genitalbereich mit unterschiedlichen möglichen Ursachen.Auch: Jucken und Schmerz im Genitalbereich
  6. GerätehygieneGerätehygiene umfasst Reinigung, Desinfektion, Aufbereitung, Lagerung und personenbezogene Nutzung von Pflegeutensilien und Medizinprodukten entsprechend Risiko und Herstellerangaben.Auch: Hygiene von Pflegeutensilien, Umgebungshygiene
  7. Geriatrisches AssessmentEin geriatrisches Assessment erfasst systematisch Mobilität, Kognition, Stimmung, Ernährung, Selbstversorgung, Medikamente, soziale Situation und persönliche Ziele.Auch: multidimensionales geriatrisches Assessment
  8. Geriatrisches SyndromEin geriatrisches Syndrom ist ein häufiges komplexes Problem im höheren Lebensalter, das meist durch mehrere Erkrankungen, Funktionen und Umweltfaktoren gemeinsam entsteht.Auch: geriatrische Syndrome
  9. Geschwister eines pflegebedürftigen KindesGeschwister eines pflegebedürftigen Kindes erleben häufig zusätzliche Verantwortung, Sorge, eingeschränkte Familienzeit und zugleich Nähe oder Stolz in einer besonderen Familiensituation.Auch: Geschwisterkinder, gesunde Geschwister bei Pflegebedarf
  10. Gesundes RaumklimaEin gesundes Raumklima verbindet angemessene Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftaustausch und geringe Schadstoff- oder Geruchsbelastung mit den Bedürfnissen der anwesenden Menschen.Auch: Raumluft in der Pflege, gesundes Innenraumklima
  11. GesundheitskompetenzGesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und für Entscheidungen im Alltag anzuwenden.Auch: Health Literacy, Gesundheitsinformationen verstehen
  12. Gewalt in der AngehörigenpflegeGewalt in der Angehörigenpflege umfasst körperliche, psychische, sexuelle oder finanzielle Übergriffe sowie Vernachlässigung und kann von allen Beteiligten ausgehen.Auch: Gewalt zu Hause in der Pflege, Überforderung und Gewalt
  13. Gewaltprävention für BeschäftigteGewaltprävention für Beschäftigte umfasst organisatorische, räumliche, kommunikative und persönliche Maßnahmen gegen Drohungen, Übergriffe und andere Formen arbeitsbezogener Gewalt.Auch: Beschäftigtenschutz vor Gewalt
  14. Gewaltschutz in der PflegeGewaltschutz in der Pflege umfasst Vorbeugung, Erkennung, Intervention und Nachsorge bei körperlicher, psychischer, sexualisierter, finanzieller oder struktureller Gewalt und Vernachlässigung.Auch: Schutz vor Vernachlässigung und Ausbeutung, Gewaltprävention Pflege
  15. Glukosemessung und CGMGlukosemessung und CGM erfassen Glukose punktuell im Kapillarblut oder fortlaufend im Gewebe, um Therapie, Mahlzeiten und Warnsituationen nach individuellem Plan zu steuern.Auch: Blutzuckermessung, kontinuierliche Glukosemessung
  16. GrundpflegeGrundpflege ist ein verbreiteter Sammelbegriff für Unterstützung bei Körperpflege, Ernährung, Ausscheidung und Mobilität; im Leistungsrecht werden heute genauere Begriffe verwendet.Auch: körperbezogene Pflegemaßnahmen

H

  1. HaarpflegeHaarpflege umfasst Reinigen, Trocknen, Kämmen und Gestalten der Haare sowie die Beobachtung von Kopfhaut und individuellen Gewohnheiten.Auch: Haare waschen, Kämmen
  2. HändedesinfektionHändedesinfektion reduziert Krankheitserreger auf den Händen mit einem dafür vorgesehenen Desinfektionsmittel.Auch: hygienische Händedesinfektion
  3. HarninkontinenzHarninkontinenz bezeichnet jeden unwillkürlichen Verlust von Urin und kann unterschiedliche Ursachen und Verlaufsformen haben.Auch: Blasenschwäche, Urininkontinenz
  4. HarnverhaltHarnverhalt bedeutet, dass sich die gefüllte Harnblase nicht oder nicht ausreichend entleeren lässt.Auch: Urinstau, Ischurie
  5. HarnwegsinfektionEin Harnwegsinfekt ist eine durch Erreger verursachte Entzündung von Harnröhre, Blase oder oberen Harnwegen.Auch: HWI, Blasenentzündung
  6. Häusliche KrankenpflegeHäusliche Krankenpflege ist eine ärztlich verordnete Leistung der Krankenversicherung im häuslichen Umfeld, etwa als Behandlungs- oder Unterstützungspflege.Auch: HKP
  7. HausnotrufEin Hausnotruf verbindet eine auslösbare Rufeinrichtung mit einer Notrufzentrale oder vereinbarten Kontaktstelle.Auch: Notrufsystem für zu Hause
  8. HauswirtschaftHauswirtschaft umfasst die planvolle Gestaltung von Ernährung, Reinigung, Wäsche, Einkauf und Wohnumgebung zur Unterstützung des Alltags.Auch: hauswirtschaftliche Versorgung
  9. Haut- und FußpräventionHaut- und Fußprävention umfasst regelmäßige Selbst- oder Fremdbeobachtung, schonende Pflege, Druckschutz und frühe Abklärung von Veränderungen.Auch: präventive Haut- und Fußpflege, Fußgesundheit erhalten
  10. HemipareseHemiparese bezeichnet eine unvollständige Lähmung oder deutliche Schwäche einer Körperhälfte.Auch: Halbseitenlähmung, halbseitige Schwäche
  11. Hepatische EnzephalopathieHepatische Enzephalopathie ist eine durch schwere Leberfunktionsstörung verursachte Beeinträchtigung von Denken, Aufmerksamkeit, Motorik und Bewusstsein.Auch: Leberenzephalopathie
  12. Herausforderndes VerhaltenHerausforderndes Verhalten ist ein kontextbezogener Sammelbegriff für Verhaltensweisen, die Betroffene oder ihr Umfeld belasten und häufig Bedürfnisse, Stress oder Erkrankungen ausdrücken.Auch: Verhaltensweisen bei Demenz, BPSD
  13. Herz-Lungen-WiederbelebungHerz-Lungen-Wiederbelebung sind die lebensrettenden Maßnahmen bei einer bewusstlosen Person ohne normale Atmung, um bis zum Rettungsdienst einen Mindestkreislauf aufrechtzuerhalten.Auch: Reanimation, kardiopulmonale Reanimation, CPR
  14. HerzinsuffizienzHerzinsuffizienz bedeutet, dass das Herz den Körper nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann.Auch: Herzschwäche
  15. HilfsmittelHilfsmittel sind Produkte, die eine Behinderung ausgleichen, Behandlung sichern oder Pflege und Selbstständigkeit unterstützen können.Auch: medizinisches Hilfsmittel
  16. HilfsmittelantragEin Hilfsmittelantrag begründet gegenüber Kranken- oder Pflegekasse, welches konkrete Hilfsmittel für Behandlung, Behinderungsausgleich, Selbstständigkeit oder Pflegeerleichterung benötigt wird.Auch: Pflegehilfsmittel beantragen, Antrag auf Hilfsmittel
  17. HilfsmitteltrainingHilfsmitteltraining ist das praktische Erlernen einer sicheren, selbstbestimmten und alltagstauglichen Nutzung eines verordneten oder beschafften Hilfsmittels.Auch: Hilfsmittelschulung, Gebrauchstraining Hilfsmittel
  18. HitzeschutzHitzeschutz umfasst vorbeugende Maßnahmen gegen gesundheitliche Belastungen durch hohe Temperaturen, insbesondere bei älteren, kranken oder pflegebedürftigen Menschen.Auch: Schutz vor Hitze
  19. HitzeschutzplanEin Hitzeschutzplan legt abgestufte Maßnahmen fest, um gesundheitliche Risiken hoher Temperaturen frühzeitig zu erkennen und zu verringern.Auch: Hitzeaktionsplan, Hitzemaßnahmenplan
  20. HörgerätEin Hörgerät ist ein individuell angepasstes elektronisches Hilfsmittel, das Schall aufnimmt, verarbeitet und verstärkt, um vorhandenes Hörvermögen im Alltag besser nutzbar zu machen.Auch: Hörhilfe, Hörsystem
  21. HospizEin stationäres Hospiz begleitet unheilbar schwer erkrankte Menschen mit begrenzter Lebenserwartung, wenn Versorgung zu Hause nicht möglich oder nicht gewünscht ist.Auch: stationäres Hospiz, Hospizversorgung
  22. HyperglykämieHyperglykämie bezeichnet einen deutlich erhöhten Blutzucker, der akut oder über längere Zeit schaden kann.Auch: Überzuckerung, hoher Blutzucker
  23. HypertonieArterielle Hypertonie bezeichnet dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte und erhöht langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.Auch: Bluthochdruck, arterielle Hypertonie
  24. HypoglykämieHypoglykämie bezeichnet einen zu niedrigen Blutzucker, der Beschwerden bis hin zu Bewusstlosigkeit verursachen kann.Auch: Unterzuckerung, niedriger Blutzucker

I

  1. Iatrogener SchadenEin iatrogener Schaden ist eine unbeabsichtigte gesundheitliche Beeinträchtigung durch medizinische oder pflegerische Behandlung, Diagnostik, Medikation oder Versorgungsabläufe.Auch: behandlungsbedingter Schaden, iatrogenes Risiko
  2. Identität in der PflegeIdentität in der Pflege meint das fortbestehende Selbstverständnis einer Person mit ihren Rollen, Beziehungen, Überzeugungen, Gewohnheiten und Zugehörigkeiten trotz Unterstützungsbedarf.Auch: Identitätserhalt, persönliche Identität
  3. IleostomaEin Ileostoma ist ein operativ angelegter Ausgang des Dünndarms durch die Bauchdecke.Auch: Dünndarmausgang
  4. Immuntherapie bei KrebsImmuntherapie bei Krebs aktiviert oder verändert die körpereigene Immunantwort gegen Tumorzellen und kann andere, teils verzögert auftretende Nebenwirkungen als Chemotherapie verursachen.Auch: Krebsimmuntherapie, Checkpoint-Inhibitor
  5. ImpfpräventionImpfprävention bezeichnet den individuell geprüften Aufbau und Erhalt eines Impfschutzes, um vermeidbare Infektionen und schwere Verläufe zu reduzieren.Auch: Impfschutz in der Pflege, Impfvorsorge
  6. ImpfungEine Impfung trainiert das Immunsystem gezielt gegen bestimmte Krankheitserreger oder deren Bestandteile.Auch: Schutzimpfung, Immunisierung
  7. Individuelles DiabeteszielEin individuelles Diabetesziel legt gemeinsam fest, welche Glukosebereiche, Symptomfreiheit und Alltagsfunktion bei einer Person sicher und realistisch angestrebt werden.Auch: Diabeteszielbereich, individueller HbA1c-Zielwert
  8. Infektiöse GastroenteritisEine infektiöse Gastroenteritis ist eine durch Erreger verursachte Entzündung des Magen-Darm-Trakts mit Durchfall, Erbrechen, Bauchbeschwerden und möglicher rascher Ausbreitung.Auch: Magen-Darm-Infektion, Brechdurchfall
  9. InfusionstherapieInfusionstherapie verabreicht Flüssigkeit, Elektrolyte, Nährstoffe oder Arzneimittel kontrolliert über einen venösen oder anderen dafür vorgesehenen Zugang.Auch: intravenöse Infusion, Infusion geben
  10. InhalationInhalation bringt einen Wirkstoff oder befeuchtenden Aerosolnebel gezielt in die Atemwege, wobei Gerät, Technik, Atemfluss und Reinigung die Wirkung bestimmen.Auch: Inhalationstherapie, Inhalator anwenden
  11. Inkontinenzassoziierte DermatitisEine inkontinenzassoziierte Dermatitis ist eine entzündliche Schädigung der Haut durch längeren oder wiederholten Kontakt mit Urin oder Stuhl.Auch: IAD, Hautschaden durch Inkontinenz
  12. InkontinenzmaterialInkontinenzmaterial bezeichnet körpernahe aufsaugende oder ableitende Hilfen, die ungewollten Urin- oder Stuhlverlust auffangen und Kleidung sowie Umgebung schützen.Auch: aufsaugende Inkontinenzhilfe, Vorlage bei Inkontinenz
  13. InsulinInsulin ist ein körpereigenes Hormon und zugleich ein Arzneimittel, das den Blutzucker senkt.Auch: Insulintherapie
  14. IntertrigoIntertrigo ist eine entzündliche Hautveränderung in Hautfalten, die durch Feuchtigkeit, Wärme und Reibung begünstigt wird.Auch: Hautwolf, Entzündung in Hautfalten
  15. IntimpflegeIntimpflege bezeichnet die Reinigung und Pflege des Genital- und Analbereichs unter besonders konsequenter Wahrung von Zustimmung, Scham und Privatsphäre.Auch: Intimhygiene
  16. IntimsphäreIntimsphäre ist der besonders geschützte persönliche Bereich von Körper, Sexualität, Ausscheidung, Beziehungen und privaten Informationen, über dessen Zugang die Person grundsätzlich selbst bestimmt.Auch: Privatsphäre in der Pflege, Schutz der Intimsphäre
  17. IsolationIsolation bündelt zusätzliche Schutzmaßnahmen, um die Übertragung bestimmter Erreger in Versorgungseinrichtungen zu begrenzen.Auch: infektionsbezogene Isolierung
  18. IT-NotfallplanEin IT-Notfallplan beschreibt, wie Pflege, Kommunikation und notwendige Informationen bei Ausfall oder Kompromittierung digitaler Systeme sicher fortgeführt und wiederhergestellt werden.Auch: IT-Ausfallplan Pflege

J

  1. JuckreizJuckreiz ist ein unangenehmer Hautreiz mit Kratzbedürfnis, der lokal oder am ganzen Körper auftreten und Schlaf, Wohlbefinden sowie Hautintegrität stark beeinträchtigen kann.Auch: Pruritus, Hautjucken
  2. Junge PflegendeJunge Pflegende sind Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, die regelmäßig Verantwortung für einen erkrankten, behinderten oder pflegebedürftigen Menschen in ihrer Familie übernehmen.Auch: Young Carers, pflegende Kinder und Jugendliche

K

  1. KinderpalliativversorgungKinderpalliativversorgung begleitet Kinder oder Jugendliche mit lebensverkürzender Erkrankung und ihre Familien oft über einen längeren Zeitraum ab Diagnosestellung.Auch: pädiatrische Palliativversorgung, Kinderhospizarbeit
  2. Kinderrechte in der PflegeKinderrechte in der Pflege sichern Schutz, Förderung, Beteiligung, Privatsphäre und eine entwicklungsangemessene Information für pflegebedürftige Kinder und Jugendliche.Auch: Kinderschutz bei Pflegebedarf, Einwilligung von Kindern
  3. Kognitive BeeinträchtigungKognitive Beeinträchtigung ist ein Oberbegriff für Einschränkungen etwa von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Planung, Orientierung oder Urteilsfähigkeit.Auch: kognitive Einschränkung
  4. KolostomaEin Kolostoma ist ein operativ angelegter Ausgang des Dickdarms durch die Bauchdecke.Auch: Dickdarmausgang, Colostoma
  5. KombinationsleistungKombinationsleistung verbindet anteilige Pflegesachleistungen eines Dienstes mit anteiligem Pflegegeld.Auch: Kombinationspflege
  6. Kommunikation bei DemenzKommunikation bei Demenz passt Sprache, Tempo, Umgebung und nonverbale Signale an veränderte Aufmerksamkeit, Erinnerung, Wortfindung und Situationsdeutung an.Auch: Gesprächsführung bei Demenz, demenzsensible Kommunikation
  7. KompetenzmixKompetenzmix beschreibt die bewusste Zusammensetzung und Aufgabenverteilung eines Teams nach Qualifikation, Erfahrung und konkretem Versorgungsbedarf.Auch: Skill Mix, Qualifikationsmix
  8. Komplexe Erkrankung bei KindernEine komplexe Erkrankung bei Kindern liegt vor, wenn mehrere Organsysteme, Entwicklungsbereiche, Medizintechnik oder viele Versorgungsstellen dauerhaft koordiniert werden müssen.Auch: medizinische Komplexität im Kindesalter
  9. KompressionstherapieKompressionstherapie übt kontrollierten Druck auf eine Extremität aus, um venösen Rückfluss zu verbessern und Ödeme oder venöse Wunden zu behandeln.Auch: medizinische Kompression, Kompressionsstrumpf
  10. Konsistenzangepasste KostKonsistenzangepasste Kost verändert Festigkeit, Partikelgröße oder Fließverhalten von Speisen und Getränken entsprechend einer individuell festgestellten Schluckstörung.Auch: texturadaptierte Kost, Dysphagiekost
  11. KontinenzförderungKontinenzförderung umfasst individuelle Maßnahmen, die vorhandene Kontrolle über Blase und Darm erhalten, wieder nutzbar machen oder den Umgang mit Einschränkungen verbessern.Auch: Kontinenzerhalt, Kontinenztraining
  12. KontrakturEine Kontraktur ist eine anhaltende Bewegungseinschränkung eines Gelenks durch Verkürzung oder Veränderung von Muskeln, Sehnen, Kapseln oder anderen Strukturen.Auch: Gelenkversteifung
  13. Kopfverletzung nach SturzEine Kopfverletzung nach Sturz reicht von einer oberflächlichen Wunde bis zu einer inneren Blutung oder Schädigung des Gehirns, die anfangs unauffällig wirken kann.Auch: Sturz auf den Kopf, Schädel-Hirn-Verletzung
  14. KörperpflegeKörperpflege umfasst Reinigung und Pflege von Haut, Haaren, Mund und weiteren Körperbereichen unter Wahrung von Wohlbefinden und Selbstbestimmung.Auch: Hilfe bei der Körperpflege
  15. KrampfanfallEin Krampfanfall ist eine vorübergehende Störung der Hirnfunktion mit möglichen rhythmischen Bewegungen, Versteifung, Blickabweichung, Wahrnehmungs- oder Bewusstseinsveränderung.Auch: epileptischer Anfall, Konvulsion
  16. Kultursensible PflegeKultursensible Pflege berücksichtigt individuelle kulturelle, religiöse und biografische Prägungen, ohne Menschen auf eine vermeintliche Gruppenzugehörigkeit festzulegen.Auch: kulturreflexive Pflege, transkulturelle Pflege
  17. KurzzeitpflegeKurzzeitpflege ist eine zeitlich begrenzte vollstationäre Versorgung, wenn häusliche Pflege vorübergehend nicht ausreichend möglich ist.Auch: vorübergehende stationäre Pflege

L

  1. LebensmittelhygieneLebensmittelhygiene umfasst Maßnahmen, die Lebensmittel vor Verderb und krankmachender Verunreinigung schützen.Auch: Küchenhygiene
  2. LebensmittelinfektionEine Lebensmittelinfektion entsteht durch mit Krankheitserregern belastete Nahrung; ähnliche Beschwerden können auch durch bereits gebildete Toxine verursacht werden.Auch: lebensmittelbedingte Infektion, Lebensmittelvergiftung
  3. LebensqualitätLebensqualität bezeichnet die persönliche Bewertung des eigenen körperlichen, seelischen, sozialen und alltäglichen Erlebens – nicht nur das Fehlen von Krankheit.Auch: gesundheitsbezogene Lebensqualität, Wohlbefinden
  4. LeberzirrhoseLeberzirrhose ist der fortgeschrittene Umbau von Lebergewebe mit bleibender Einschränkung der Leberfunktion.Auch: Schrumpfleber
  5. Leichte kognitive StörungEine leichte kognitive Störung beschreibt messbare Einbußen etwa von Gedächtnis oder Aufmerksamkeit, ohne dass die Selbstständigkeit im Alltag wesentlich verloren ist.Auch: MCI, Mild Cognitive Impairment
  6. Leichte SpracheLeichte Sprache ist eine besonders verständliche, regelgeleitete Form des Deutschen für Menschen, denen komplexe Standardsprache erhebliche Barrieren bereitet.Auch: Easy Language, leichte verständliche Sprache
  7. LeistungsnachweisEin Leistungsnachweis dokumentiert, welche vereinbarte oder verordnete Pflegeleistung wann, in welchem Umfang und durch wen erbracht wurde.Auch: Pflegeleistungsnachweis

M

  1. MagensondeEine Magensonde ist ein vorübergehend durch Nase oder Mund in den Magen geführter Schlauch zur Ernährung, Medikamentengabe, Entlastung oder Diagnostik.Auch: nasogastrale Sonde, transnasale Ernährungssonde
  2. MahlzeitenversorgungMahlzeitenversorgung umfasst Planung, Einkauf, Zubereitung, Bereitstellung und Unterstützung beim Essen unter Beachtung von Bedarf, Vorlieben, Sicherheit und Teilhabe.Auch: Versorgung mit Mahlzeiten
  3. MangelernährungMangelernährung ist ein Zustand, in dem Energie, Eiweiß oder andere Nährstoffe nicht ausreichend aufgenommen oder genutzt werden und Körperfunktionen beeinträchtigt werden können.Auch: Malnutrition
  4. MaßnahmenplanEin Maßnahmenplan beschreibt die individuell vereinbarten Pflege- und Unterstützungsmaßnahmen mit erforderlicher Orientierung für die Durchführung.Auch: Pflegemaßnahmenplan
  5. Medikamente stellenMedikamente stellen bedeutet, verordnete Einzeldosen für definierte Einnahmezeiten patientenbezogen vorzubereiten und bis zur Gabe sicher aufzubewahren.Auch: Arzneimittel stellen, Wochenbox befüllen
  6. MedikamentengabeMedikamentengabe ist die patientenbezogene Verabreichung eines verordneten Arzneimittels in richtiger Form, Dosis, Zeit und Anwendungsart mit anschließender Beobachtung.Auch: Arzneimittel verabreichen, Medikamente reichen
  7. Medikamentengabe über SondeMedikamentengabe über Sonde ist die geprüfte Verabreichung geeigneter Arzneiformen durch eine enterale Sonde unter Beachtung von Lage, Material, Wechselwirkungen und Spülung.Auch: Arzneimittel über Ernährungssonde, Sondenmedikation
  8. MedikationsabgleichEin Medikationsabgleich führt Verordnungen, tatsächlich verwendete Arzneimittel, Selbstmedikation und kürzlich beendete Therapien zu einer geprüften Gesamtliste zusammen.Auch: Medication Reconciliation, Arzneimittelabgleich
  9. MedikationsfehlerEin Medikationsfehler ist eine grundsätzlich vermeidbare Abweichung vom optimalen Medikationsprozess, die zu Schaden führen kann oder bereits geführt hat.Auch: Arzneimittelfehler, Therapieabweichung
  10. MedikationsplanEin Medikationsplan listet die aktuell vorgesehenen Arzneimittel mit Wirkstoff, Stärke, Einnahme und wichtigen Hinweisen übersichtlich auf.Auch: Arzneimittelplan, Bundeseinheitlicher Medikationsplan
  11. MedikationsübergabeEine Medikationsübergabe übermittelt bei jedem Versorgungswechsel die aktuell beabsichtigte Arzneimitteltherapie, letzte Gaben, Änderungen, Vorräte und noch offene Klärungen.Auch: Medikamente beim Versorgungswechsel, Arzneimittelübergabe
  12. Medizinprodukte-BetreiberpflichtenMedizinprodukte-Betreiberpflichten regeln, wie Gesundheitseinrichtungen und andere Verantwortliche Produkte sicher bereitstellen, einweisen, instand halten, kontrollieren und dokumentieren müssen.Auch: Betreiberpflichten für Medizinprodukte
  13. Medizintechnik bei KindernMedizintechnik bei Kindern umfasst Geräte und Verbrauchsmaterialien, von denen Atmung, Ernährung, Medikamentengabe, Ausscheidung oder Überwachung eines Kindes abhängen können.Auch: komplexe Medizintechnik im Kindesalter, technikabhängiges Kind
  14. MilieugestaltungMilieugestaltung passt räumliche, soziale und zeitliche Umgebung an Bedürfnisse, Fähigkeiten und Gewohnheiten der Menschen an.Auch: Milieutherapie, demenzsensible Umgebung
  15. Misstrauen bei PflegebedarfMisstrauen bei Pflegebedarf ist eine anhaltende oder situative Erwartung, dass andere schaden, täuschen, stehlen oder Kontrolle übernehmen wollen.Auch: Beschuldigungen bei Demenz, misstrauisches Verhalten
  16. MobilitätMobilität bezeichnet die Fähigkeit, die eigene Körperposition zu verändern und sich innerhalb oder außerhalb der Wohnung fortzubewegen.Auch: Bewegungsfähigkeit
  17. MultimorbiditätMultimorbidität bedeutet, dass bei einer Person gleichzeitig mehrere chronische oder länger bestehende Erkrankungen vorliegen.Auch: Mehrfacherkrankung
  18. Multiple SkleroseMultiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems mit individuell sehr unterschiedlichen neurologischen Symptomen und Verläufen.Auch: MS
  19. Multiresistente ErregerMultiresistente Erreger sind Mikroorganismen, gegen die mehrere wichtige antimikrobielle Medikamente nicht mehr ausreichend wirken.Auch: MRE, multiresistente Keime
  20. MundgesundheitMundgesundheit beschreibt einen Zustand, in dem Mund, Zähne, Schleimhäute und Funktionen wie Kauen, Schlucken und Sprechen möglichst beschwerdearm erhalten sind.Auch: orale Gesundheit
  21. MundgesundheitsassessmentEin Mundgesundheitsassessment ist die strukturierte Beurteilung von Lippen, Schleimhaut, Zunge, Speichel, Zähnen, Zahnersatz, Schmerz und Fähigkeit zur Mundpflege.Auch: Mundassessment, strukturierte Mundbeurteilung
  22. MundpflegeMundpflege umfasst Reinigung, Befeuchtung und Beobachtung von Mund, Zähnen, Zunge, Schleimhäuten und Zahnersatz.Auch: orale Pflege
  23. Mundpflege am LebensendeMundpflege am Lebensende lindert Trockenheit, Beläge, unangenehmen Geschmack, Verletzungen und Durstgefühl mit möglichst schonenden, individuell angenehmen Maßnahmen.Auch: palliative Mundpflege, Mundpflege in der Sterbephase
  24. MundsoorMundsoor ist eine durch Hefepilze verursachte Entzündung der Mundschleimhaut, die sich unter anderem durch abstreifbare weißliche Beläge, Rötung, Brennen oder Geschmacksveränderung zeigen kann.Auch: orale Candidose, Pilzinfektion im Mund
  25. MundtrockenheitMundtrockenheit ist das subjektive Gefühl oder die tatsächliche Verminderung von Speichel und kann durch Medikamente, Erkrankungen oder geringe Flüssigkeitszufuhr begünstigt werden.Auch: Xerostomie, trockener Mund
  26. Musik in der PflegeMusik in der Pflege umfasst selbst gewähltes Hören, Singen, Musizieren oder Bewegen zu Musik, um Ausdruck, Erinnerung, Beziehung und Teilhabe im Alltag zu ermöglichen.Auch: musikalische Aktivierung, biografiebezogene Musik
  27. MuskelschwächeMuskelschwäche ist eine verminderte Fähigkeit, Kraft für Haltung, Transfer, Gehen oder Alltagsbewegungen zu entwickeln, und kann lokal oder am ganzen Körper auftreten.Auch: verminderte Muskelkraft

N

  1. NagelpflegeNagelpflege bezeichnet Reinigung, Beobachtung und bedarfsgerechtes Kürzen von Finger- und Fußnägeln unter Beachtung von Verletzungs-, Infektions- und Durchblutungsrisiken.Auch: Fingernagelpflege, Fußnagelpflege
  2. NahrungsmittelunverträglichkeitEine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist eine wiederkehrende, nicht immer allergische Reaktion auf bestimmte Lebensmittelbestandteile mit Beschwerden wie Blähung, Schmerz oder Durchfall.Auch: Lebensmittelunverträglichkeit, Intoleranz
  3. NaturerlebenNaturerleben bezeichnet den bewussten Zugang zu Pflanzen, Wetter, Tageslicht, Tieren und Außenräumen als Teil von Alltag, Orientierung, Bewegung und Wohlbefinden.Auch: Natur in der Pflege, Gartenaktivität
  4. Nebenwirkung und WechselwirkungEine Nebenwirkung ist eine unerwünschte Reaktion auf ein Arzneimittel; eine Wechselwirkung verändert Wirkung oder Risiko durch andere Arzneimittel, Nahrung oder Erkrankungen.Auch: unerwünschte Arzneimittelwirkung, Arzneimittelinteraktion
  5. NeglectNeglect ist eine neurologische Aufmerksamkeitsstörung, bei der eine Körper- oder Raumseite trotz grundsätzlich möglicher Sinneswahrnehmung nicht ausreichend beachtet wird.Auch: Halbseitenvernachlässigung
  6. Neurologische DysphagieNeurologische Dysphagie ist eine Schluckstörung infolge von Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Multipler Sklerose, bei der Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel in die Atemwege gelangen kann.Auch: Schluckstörung bei neurologischer Erkrankung
  7. NeutropenieNeutropenie ist eine verminderte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen und kann die Abwehr gegen Infektionen deutlich schwächen.Auch: Mangel an neutrophilen Granulozyten
  8. Nichtmedikamentöse SchmerzlinderungNichtmedikamentöse Schmerzlinderung umfasst körperliche, psychologische und alltagsbezogene Maßnahmen, die Schmerz und seine Folgen ergänzend beeinflussen können.Auch: Schmerzlinderung ohne Medikamente, nichtpharmakologische Schmerzmaßnahme
  9. Nierengerechte MedikationNierengerechte Medikation berücksichtigt, dass Wirkstoffe oder Abbauprodukte bei eingeschränkter Nierenfunktion langsamer ausgeschieden werden und sich anreichern können.Auch: Medikamente bei Niereninsuffizienz, renale Dosisanpassung
  10. NiereninsuffizienzNiereninsuffizienz bedeutet, dass die Nieren ihre Filter- und Regulationsaufgaben nur eingeschränkt erfüllen.Auch: Nierenschwäche, chronische Nierenerkrankung
  11. NotfallEin medizinischer Notfall ist eine akute Situation, in der Leben, Organfunktion oder bleibende Gesundheitsschäden bedroht sein können.Auch: medizinischer Notfall, akute Gefahr
  12. Notfall beim KindEin Notfall beim Kind ist eine akute Erkrankung, Verletzung oder technische Störung, bei der Atmung, Kreislauf, Bewusstsein oder eine lebenswichtige Funktion gefährdet ist.Auch: pädiatrischer Notfall, Erste Hilfe beim Kind
  13. NotfallplanEin Notfallplan legt für absehbare akute Ereignisse Zuständigkeiten, Alarmwege, Sofortmaßnahmen und verfügbare Ressourcen fest.Auch: betrieblicher Notfallplan
  14. Notruf 112Die 112 ist die europaweite Notrufnummer für lebensbedrohliche oder potenziell schwerwiegende akute Situationen.Auch: Rettungsdienst, Feuerwehrnotruf

O

  1. ObstipationObstipation bezeichnet erschwerte, seltene oder unvollständige Darmentleerung und wird anhand von Beschwerden und Verlauf, nicht nur nach der Zahl der Stuhlgänge, beurteilt.Auch: Verstopfung
  2. ÖdemEin Ödem ist eine sicht- oder tastbare Flüssigkeitsansammlung im Gewebe.Auch: Wassereinlagerung, Gewebeschwellung
  3. Ombudsstelle in der PflegeEine Ombudsstelle in der Pflege ist eine unabhängige oder vermittelnde Anlaufstelle, die Konflikte, Beschwerden und Rechte von Pflegebedürftigen und Angehörigen aufnehmen kann.Auch: Pflegeombudsstelle, unabhängige Beschwerdestelle
  4. OpioidtherapieOpioidtherapie ist die ärztlich gesteuerte Behandlung starker Schmerzen oder ausgewählter palliativer Symptome mit opioid wirksamen Arzneimitteln.Auch: starke Schmerzmittel, Opioide
  5. OrientierungOrientierung beschreibt, ob eine Person sich zu Zeit, Ort, Situation und eigener Person zurechtfindet.Auch: zeitliche Orientierung, örtliche Orientierung
  6. Orthostatische HypotonieOrthostatische Hypotonie ist ein deutlicher Blutdruckabfall beim Aufstehen, der Schwindel, Schwäche oder Ohnmacht auslösen kann.Auch: orthostatische Dysregulation, Kreislaufabfall beim Aufstehen
  7. OsteoporoseOsteoporose ist eine Erkrankung mit verminderter Knochenfestigkeit und erhöhtem Risiko für Knochenbrüche.Auch: Knochenschwund

P

  1. Palliative SymptomkontrollePalliative Symptomkontrolle lindert belastende Beschwerden wie Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Unruhe, Angst, Sekret, Verstopfung oder Mundtrockenheit entsprechend dem persönlichen Versorgungsziel.Auch: Symptomlinderung am Lebensende, Palliativsymptome
  2. Palliative ÜbergabeEine palliative Übergabe bündelt Ziele, aktuelle Symptome, Bedarfsmedikation, Therapiebegrenzung, Erreichbarkeit und Wünsche für eine Versorgung mit begrenzter Lebenserwartung.Auch: Übergabe am Lebensende, Palliativübergabe
  3. Palliative WundversorgungPalliative Wundversorgung richtet die Behandlung einer nicht oder nur begrenzt heilbaren Wunde vorrangig auf Komfort, Schmerz, Geruch, Exsudat, Blutung und Lebensqualität aus.Auch: palliative Wundpflege, Wundversorgung am Lebensende
  4. Palliativer NotfallplanEin palliativer Notfallplan übersetzt Versorgungsziele, Therapiebegrenzungen, Bedarfsmedikation und Erreichbarkeit in konkrete Schritte für erwartbare Krisen am Lebensende.Auch: Notfallplan am Lebensende, Therapiebegrenzung im Notfall
  5. PalliativversorgungPalliativversorgung verbessert Lebensqualität bei schwerer, fortschreitender Erkrankung durch Linderung belastender Symptome und Unterstützung von Betroffenen und Nahestehenden.Auch: Palliative Care, palliative Versorgung
  6. PandemieplanungPandemieplanung bereitet Organisationen auf lang anhaltende Infektionslagen mit verändertem Personal-, Material- und Versorgungsbedarf vor.Auch: Pandemieplan
  7. PanikattackeEine Panikattacke ist eine plötzlich stark ansteigende Angst mit körperlichen Zeichen wie Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel oder Todesangst.Auch: akuter Angstanfall
  8. Parkinson-KrankheitDie Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem Bewegung, aber auch viele nichtmotorische Funktionen beeinflusst.Auch: Morbus Parkinson, Parkinson
  9. Partnerschaft und NähePartnerschaft und Nähe bezeichnen emotionale, körperliche und alltägliche Verbundenheit, die auch bei Pflegebedürftigkeit ein selbstbestimmter Teil des Lebens bleiben kann.Auch: Nähe in der Pflege, Partnerschaft bei Pflegebedürftigkeit
  10. PatientenverfügungEine Patientenverfügung hält schriftlich fest, welchen medizinischen Maßnahmen eine einwilligungsfähige volljährige Person für den Fall späterer Einwilligungsunfähigkeit zustimmt oder welche sie ablehnt.Auch: Patientenwille
  11. PEG-SondeEine PEG-Sonde ist ein durch die Bauchdecke angelegter Zugang zum Magen, über den Nahrung, Flüssigkeit oder Medikamente gegeben werden können.Auch: perkutane endoskopische Gastrostomie, PEG
  12. Periphere arterielle VerschlusskrankheitDie periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine Verengung von Schlagadern, meist in den Beinen, die Durchblutung und Wundheilung beeinträchtigt.Auch: pAVK, Schaufensterkrankheit
  13. PersonalausfallplanungPersonalausfallplanung legt fest, wie bei kurzfristigem oder längerem Ausfall ausreichend qualifizierte Pflege für zeitkritische Bedarfe organisiert und transparent priorisiert wird.Auch: Ausfallplanung Pflegepersonal
  14. Personzentrierte PflegePersonzentrierte Pflege richtet Entscheidungen an der Person, ihren Rechten, Beziehungen, Zielen und Lebensgewohnheiten aus – nicht nur an Diagnosen oder Abläufen.Auch: person-zentrierte Pflege, person-centered care
  15. Pflege auf DistanzPflege auf Distanz bezeichnet Unterstützung und Koordination durch Angehörige, die nicht dauerhaft am selben Ort leben.Auch: Distance Caregiving, Fernpflege
  16. PflegeabwehrPflegeabwehr ist verbaler oder nonverbaler Widerstand gegen eine angebotene pflegerische Handlung, der eine Grenze, Angst, Schmerz, Unverständnis oder Kontrollverlust ausdrücken kann.Auch: Widerstand gegen Pflege, Abwehr bei Pflegemaßnahmen
  17. Pflegeabwehr bei der KörperpflegePflegeabwehr bei der Körperpflege bezeichnet verbales oder nonverbales Zurückweisen von Wasch-, Dusch-, Ankleide- oder Intimpflegehandlungen.Auch: Abwehr beim Waschen, Widerstand bei der Körperpflege
  18. PflegeanamneseDie Pflegeanamnese sammelt zu Beginn und bei Veränderungen relevante Informationen zu Fähigkeiten, Gewohnheiten, Beschwerden, Risiken, Hilfen und Zielen.Auch: pflegerische Anamnese
  19. Pflegeassoziierte InfektionEine pflegeassoziierte Infektion steht zeitlich und ursächlich möglicherweise mit invasiven Zugängen, Wunden, Übertragung oder Versorgungsabläufen in Zusammenhang.Auch: versorgungassoziierte Infektion, nosokomiale Infektion
  20. PflegeauditEin Pflegeaudit ist eine geplante, nachvollziehbare Überprüfung ausgewählter Pflegeprozesse und Ergebnisse anhand vorab festgelegter fachlicher Kriterien.Auch: internes Pflegeaudit
  21. Pflegebedarf bei Kindern und JugendlichenPflegebedarf bei Kindern und Jugendlichen beschreibt Unterstützung, die wegen Krankheit oder Behinderung über das altersentsprechende Maß elterlicher Hilfe hinausgeht.Auch: pädiatrischer Pflegebedarf, Kinderkrankenpflegebedarf
  22. PflegebedürftigkeitPflegebedürftigkeit liegt im Sinne des SGB XI vor, wenn gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen.Auch: pflegebedürftig
  23. PflegebegutachtungDie Pflegebegutachtung prüft im Auftrag der Pflegekasse, wie selbstständig eine Person in den maßgeblichen Lebensbereichen ist und welcher Pflegegrad vorliegt.Auch: Begutachtung zur Pflegebedürftigkeit, MD-Begutachtung
  24. PflegeberatungPflegeberatung unterstützt bei der Einschätzung des Hilfebedarfs, bei Leistungen, Versorgungslösungen und der Koordination von Angeboten.Auch: Beratung nach SGB XI
  25. PflegeberichtDer Pflegebericht dokumentiert relevante Abweichungen, Veränderungen, Beobachtungen, Ereignisse und Wirkungen im Pflegeverlauf.Auch: Berichteblatt, Verlaufsdokumentation
  26. PflegebettEin Pflegebett ist ein verstellbares Bett, das Positionierung, Transfer, Pflegehandlungen und Sicherheit einer unterstützungsbedürftigen Person erleichtern kann.Auch: Krankenbett für zu Hause, elektrisches Pflegebett
  27. PflegediagnostikPflegediagnostik ist das fachlich begründete Erkennen, Ordnen und Benennen pflegerelevanter Probleme, Ressourcen, Risiken und Reaktionen einer Person.Auch: pflegerische Diagnostik
  28. PflegedienstwechselEin Pflegedienstwechsel beendet eine ambulante Versorgungsbeziehung und übergibt vereinbarte Pflege- und Behandlungsaufgaben an einen neuen Anbieter.Auch: ambulanten Pflegedienst wechseln, Anbieterwechsel Pflege
  29. PflegefachpersonEine Pflegefachperson verfügt über eine gesetzlich geregelte Pflegeausbildung und übernimmt fachliche Einschätzung, Planung, Durchführung und Evaluation von Pflege.Auch: Pflegefachfrau, Pflegefachmann, Pflegefachkraft
  30. PflegegeldPflegegeld ist eine Leistung der Pflegeversicherung für häusliche Pflege, wenn die Versorgung in geeigneter Weise selbst sichergestellt wird.Auch: Geldleistung der Pflegeversicherung
  31. PflegegradDer Pflegegrad ordnet das Ausmaß der Beeinträchtigung von Selbstständigkeit und Fähigkeiten in fünf Stufen ein und steuert Ansprüche der Pflegeversicherung.Auch: Pflegestufe, Pflegegrade
  32. PflegegradverfahrenDas Pflegegradverfahren ist der formale Weg vom Antrag bei der Pflegekasse über die Begutachtung bis zum schriftlichen Bescheid über Pflegebedürftigkeit und Pflegegrad.Auch: Pflegegrad beantragen, Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit
  33. PflegehilfsmittelPflegehilfsmittel sind Produkte der Pflegeversicherung, die häusliche Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder Selbstständigkeit fördern.Auch: Hilfsmittel der Pflegeversicherung
  34. PflegekursEin Pflegekurs vermittelt pflegenden Angehörigen Wissen und praktische Fertigkeiten für die häusliche Versorgung.Auch: Angehörigenschulung, Pflegeschulung
  35. Pflegende AngehörigePflegende Angehörige sind nahestehende Personen, die einen pflegebedürftigen Menschen regelmäßig unbezahlt unterstützen oder versorgen.Auch: pflegende Zugehörige
  36. PflegepräferenzEine Pflegepräferenz beschreibt, wie eine Person Unterstützung, Nähe, Ansprache, Tagesablauf oder Entscheidungen bevorzugt und welche Formen sie ausdrücklich nicht möchte.Auch: persönliche Pflegewünsche, Präferenz
  37. PflegeprozessDer Pflegeprozess ist ein strukturierter Kreislauf aus Informationssammlung, Einschätzung, Ziel- und Maßnahmenplanung, Durchführung und Evaluation.Auch: prozesshafte Pflegeplanung
  38. Pflegerisches RisikomanagementPflegerisches Risikomanagement ist das systematische Erkennen, Gewichten, Begrenzen und Überwachen vermeidbarer Gefährdungen in einer individuellen Versorgungssituation.Auch: Risikomanagement in der Pflege
  39. PflegesachleistungPflegesachleistung finanziert körperbezogene Pflege, Betreuung und Haushaltsführung durch zugelassene ambulante Pflegedienste bis zu gesetzlichen Höchstbeträgen.Auch: ambulante Sachleistung
  40. PflegeumgebungDie Pflegeumgebung umfasst räumliche, akustische, visuelle, klimatische und soziale Bedingungen, die Sicherheit, Orientierung, Schlaf, Aktivität und Wohlbefinden beeinflussen.Auch: heilungsfördernde Pflegeumgebung
  41. PflegevertragEin Pflegevertrag regelt zwischen Leistungserbringer und pflegebedürftiger Person die vereinbarten Leistungen, Entgelte, Pflichten und Beendigungsmöglichkeiten.Auch: Versorgungsvertrag mit Pflegebedürftigen
  42. Pflegevertrag und KündigungEin Pflegevertrag regelt zwischen pflegebedürftiger Person und Anbieter insbesondere Leistungen, Preise, Abrechnung, Mitwirkung, Haftung, Änderungen und Beendigung der Versorgung.Auch: Vertrag mit Pflegedienst, Pflegeheimvertrag kündigen
  43. PflegezielEin Pflegeziel beschreibt einen angestrebten, für die Person bedeutsamen Zustand, der durch pflegerische Unterstützung erreicht oder erhalten werden soll.Auch: Versorgungsziel
  44. PhysiotherapiePhysiotherapie untersucht und behandelt Einschränkungen von Bewegung, Kraft, Gleichgewicht, Atmung und körperlicher Funktion mit individuell ausgewählten Maßnahmen.Auch: Krankengymnastik, Bewegungstherapie
  45. PneumonieEine Pneumonie ist eine Entzündung der Lungenbläschen und des umgebenden Gewebes, meist durch Infektion und bei Aspiration auch durch eingedrungenes Material verursacht.Auch: Lungenentzündung, Aspirationspneumonie
  46. PolyneuropathiePolyneuropathie ist eine Schädigung mehrerer peripherer Nerven, die Taubheit, Kribbeln, brennenden Schmerz, Muskelschwäche und unsicheren Gang verursachen kann.Auch: periphere Neuropathie
  47. PolypharmaziePolypharmazie bezeichnet die gleichzeitige Anwendung mehrerer Arzneimittel, häufig mit erhöhtem Risiko für Wechsel- und Nebenwirkungen.Auch: Multimedikation, Mehrfachmedikation
  48. PortkatheterEin Portkatheter ist ein unter die Haut implantiertes Zugangssystem zu einer zentralen Vene für wiederholte Infusionen, Blutentnahmen oder parenterale Therapie.Auch: Port, implantierter venöser Zugang
  49. PositionierungPositionierung unterstützt eine individuell geeignete Körperhaltung im Liegen oder Sitzen, um Komfort, Funktion, Atmung und Druckverteilung zu fördern.Auch: Lagerung, Positionsunterstützung
  50. PräventionPrävention umfasst Maßnahmen, die Krankheiten, Schäden oder Verschlechterungen vermeiden, früh erkennen oder ihre Folgen begrenzen sollen.Auch: Vorbeugung
  51. PraxisanleitungPraxisanleitung ist die geplante, qualifizierte Begleitung von Auszubildenden beim Erwerb beruflicher Pflegekompetenzen in der Praxis.Auch: praktische Ausbildungsanleitung
  52. ProstatavergrößerungEine gutartige Prostatavergrößerung kann den Harnabfluss behindern und schwachen Strahl, Startverzögerung, häufiges Wasserlassen, Nachträufeln oder Restharn verursachen.Auch: benigne Prostatahyperplasie, BPH
  53. ProthesengebrauchProthesengebrauch bezeichnet das individuell erlernte Anlegen, Tragen und Nutzen einer äußeren Gliedmaßenprothese für Haltung, Fortbewegung oder Alltagshandlungen.Auch: Beinprothese nutzen, Exoprothese
  54. ProthesenpflegeProthesenpflege umfasst das sichere Herausnehmen, Reinigen, Kontrollieren und Aufbewahren von herausnehmbarem Zahnersatz sowie die Pflege der darunterliegenden Mundschleimhaut.Auch: Gebissreinigung, Zahnersatz reinigen
  55. Psychologische SicherheitPsychologische Sicherheit beschreibt ein Teamklima, in dem Beschäftigte Fragen, Unsicherheiten, Fehler und abweichende fachliche Einschätzungen ohne Angst vor Herabsetzung ansprechen können.Auch: sichere Teamkultur
  56. Psychopharmaka und SedierungPsychopharmaka beeinflussen psychische Funktionen; sedierende Wirkungen können therapeutisch beabsichtigt oder unerwünscht sein und Wachheit, Atmung, Mobilität sowie Teilhabe verändern.Auch: sedierende Medikamente, Beruhigungsmittel in der Pflege
  57. PsychoseEine Psychose ist ein Zustand, in dem Wahrnehmung, Denken und Realitätsbezug deutlich verändert sein können, etwa durch Wahn, Halluzinationen oder desorganisiertes Verhalten.Auch: psychotische Episode
  58. PulsbeobachtungPulsbeobachtung erfasst Herzfrequenz, Rhythmus, Qualität und Zusammenhang mit Beschwerden, Belastung, Medikamenten und Blutdruck.Auch: Puls messen, Herzfrequenz beobachten

Q

  1. QualitätsindikatorenQualitätsindikatoren verdichten festgelegte Daten zu Hinweisen auf Versorgungsqualität, die im Kontext interpretiert werden müssen.Auch: Indikatorenverfahren, Ergebnisindikatoren
  2. QualitätsprüfungEine Qualitätsprüfung untersucht nach festgelegten Regeln, ob Pflegeleistungen und Versorgungsergebnisse gesetzlichen und fachlichen Anforderungen entsprechen.Auch: MD-Prüfung, Pflegequalitätsprüfung
  3. Qualitätsprüfungs-RichtlinienQualitätsprüfungs-Richtlinien legen verbindlich fest, wie Prüfungen zugelassener Pflegeeinrichtungen vorbereitet, durchgeführt und bewertet werden.Auch: QPR

R

  1. Rechtliche BetreuungRechtliche Betreuung ist eine gerichtlich angeordnete Unterstützung für festgelegte Aufgabenbereiche, wenn eine volljährige Person ihre Angelegenheiten krankheits- oder behinderungsbedingt nicht selbst regeln kann.Auch: gesetzliche Betreuung, Betreuungsrecht
  2. RefluxReflux ist das Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre mit möglichem Sodbrennen, saurem Aufstoßen, Husten, Heiserkeit oder Schluckbeschwerden.Auch: Sodbrennen, gastroösophagealer Reflux
  3. RehabilitationRehabilitation bündelt Maßnahmen, die Funktionen, Selbstständigkeit, Teilhabe und den Umgang mit gesundheitlichen Einschränkungen verbessern oder erhalten sollen.Auch: Reha
  4. Rehabilitation nach GelenkersatzRehabilitation nach Gelenkersatz unterstützt nach einer Hüft- oder Knieoperation die sichere Rückkehr zu Mobilität, Selbstversorgung und persönlicher Alltagsaktivität.Auch: Reha nach Endoprothese, Reha nach Hüft- oder Knieprothese
  5. RehabilitationsnachsorgeRehabilitationsnachsorge führt erreichte Fähigkeiten, Training und Teilhabeziele nach einer stationären oder ambulanten Rehabilitation im Alltag weiter.Auch: Reha-Nachsorge, Nachsorge nach Rehabilitation
  6. ReinigungsplanEin Reinigungsplan legt fest, welche Flächen und Gegenstände mit welchem Verfahren, Mittel, Rhythmus und Schutz durch wen gereinigt oder desinfiziert werden.Auch: Hygienischer Reinigungsplan
  7. RessourcenorientierungRessourcenorientierung richtet den Blick auf vorhandene Fähigkeiten, Beziehungen, Hilfsmittel und Bewältigungsstrategien statt ausschließlich auf Defizite.Auch: ressourcenorientierte Pflege
  8. Rezidivierender HarnwegsinfektEin rezidivierender Harnwegsinfekt ist das wiederholte Auftreten ärztlich bestätigter Infektionen der Harnwege innerhalb eines begrenzten Zeitraums.Auch: wiederkehrender Harnwegsinfekt
  9. RheumaRheuma ist ein Sammelbegriff für zahlreiche Erkrankungen des Bewegungsapparats und des Immunsystems, nicht eine einzelne Diagnose.Auch: rheumatische Erkrankungen
  10. RollatorEin Rollator ist eine fahrbare Gehhilfe mit Griffen, Bremsen und meist Sitzfläche, die beim Gehen Stabilität und Pausenmöglichkeit bieten kann.Auch: Gehwagen, vierrädrige Gehhilfe
  11. RollstuhlEin Rollstuhl ermöglicht sitzende Fortbewegung, wenn Gehen nicht, nur begrenzt oder nicht für alle Wege sicher und kräfteschonend möglich ist.Auch: Greifreifenrollstuhl, Pflegerollstuhl
  12. RückenschmerzRückenschmerz kann unspezifisch durch Muskeln und Belastung entstehen oder auf eine konkrete Ursache wie Fraktur, Entzündung, Nervenkompression oder Organerkrankung hinweisen.Auch: Kreuzschmerz, Rückenschmerzen
  13. Rückkehr aus der RehabilitationDie Rückkehr aus der Rehabilitation überträgt erreichte Fähigkeiten, Therapieempfehlungen und verbleibenden Unterstützungsbedarf in den Alltag zu Hause oder in einer Einrichtung.Auch: Reha-Entlassung nach Hause, Pflege nach Rehabilitation

S

  1. SarkopenieSarkopenie ist eine fortschreitende Erkrankung mit verminderter Muskelkraft und Muskelmasse, die Mobilität, Sturzrisiko und Selbstständigkeit beeinträchtigen kann.Auch: altersbedingter Muskelschwund
  2. SauerstofftherapieSauerstofftherapie ist die medizinisch verordnete Zufuhr von Sauerstoff zur Behandlung eines nachgewiesenen Sauerstoffmangels.Auch: Sauerstoffgabe
  3. SchädlingsmanagementSchädlingsmanagement umfasst Vorbeugung, frühes Erkennen und fachgerechtes Beseitigen von Schädlingen, die Lebensmittel, Hygiene, Gebäude oder Gesundheit beeinträchtigen können.Auch: Schädlingskontrolle
  4. SchilddrüsenunterfunktionEine Schilddrüsenunterfunktion ist ein Mangel an Schilddrüsenhormonen, der Stoffwechsel, Kreislauf, Verdauung, Haut, Stimmung und Denken verlangsamen kann.Auch: Hypothyreose
  5. SchlafstörungEine Schlafstörung bezeichnet anhaltende Probleme beim Ein-, Durchschlafen oder mit nicht erholsamem Schlaf, die den Tag beeinträchtigen.Auch: Insomnie, gestörter Schlaf
  6. SchlaganfallEin Schlaganfall entsteht durch eine plötzlich gestörte Blutversorgung oder Blutung im Gehirn und kann akute neurologische Ausfälle verursachen.Auch: Apoplex, Hirninfarkt
  7. SchlaganfallrehabilitationSchlaganfallrehabilitation ist die koordinierte Wiedergewinnung oder Kompensation von Bewegung, Sprache, Schlucken, Wahrnehmung, Denken und Alltagskompetenz nach einem Schlaganfall.Auch: Reha nach Schlaganfall, neurologische Rehabilitation
  8. SchlaganfallzeichenSchlaganfallzeichen sind plötzlich auftretende neurologische Ausfälle wie einseitige Lähmung, hängender Mundwinkel, Sprach-, Seh-, Gleichgewichts- oder Bewusstseinsstörung.Auch: FAST-Test, Schlaganfall erkennen
  9. Schmerz bei DemenzSchmerz bei Demenz ist körperlicher Schmerz bei einem Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, der möglicherweise nicht zuverlässig benannt, lokalisiert oder erinnert werden kann.Auch: Schmerzen bei Demenz erkennen, Schmerzverhalten bei Demenz
  10. SchmerzassessmentEin Schmerzassessment erfasst Schmerzen systematisch nach Ort, Stärke, Verlauf, Qualität und Auswirkungen auf Alltag und Wohlbefinden.Auch: Schmerzerfassung, Schmerzbeurteilung
  11. Schmerzerkennung bei KindernSchmerzerkennung bei Kindern verbindet alters- und entwicklungsangepasste Selbstauskunft mit Beobachtung von Mimik, Lauten, Körperhaltung, Aktivität, Trostbarkeit und physiologischen Veränderungen.Auch: Kinderschmerz erkennen, Schmerzbeobachtung bei nicht sprechenden Kindern
  12. SchulbegleitungSchulbegleitung ist eine individuell ausgestaltete Unterstützung, die Kindern oder Jugendlichen mit Behinderung die Teilnahme am Unterricht und am schulischen Alltag ermöglichen soll.Auch: Integrationshilfe Schule, Teilhabeassistenz Schule
  13. Schweigepflicht und AkteneinsichtSchweigepflicht schützt persönliche Gesundheits- und Lebensdaten vor unbefugter Weitergabe; Akteneinsicht ermöglicht der betroffenen Person grundsätzlich Zugang zu ihrer eigenen Behandlungsdokumentation.Auch: Vertraulichkeit in der Pflege, Einsicht in Pflegedokumentation
  14. SchwerhörigkeitSchwerhörigkeit bezeichnet eine verminderte Hörfähigkeit, die Gespräche, Orientierung, Sicherheit und soziale Teilhabe beeinträchtigen kann.Auch: Hörminderung, Hörverlust
  15. SehbehinderungEine Sehbehinderung ist eine dauerhaft oder längerfristig eingeschränkte Sehfunktion, die Orientierung, Lesen, Gesichtserkennung und sichere Alltagshandlungen erschweren kann.Auch: Seheinschränkung, hochgradige Sehbehinderung
  16. SekretmanagementSekretmanagement umfasst Maßnahmen, die Atemwegssekret mobilisieren, abhusten oder bei klarer Indikation fachgerecht entfernen lassen.Auch: Atemwegssekret lösen, Bronchialtoilette
  17. Selbstbestimmtes RisikoSelbstbestimmtes Risiko bezeichnet eine informierte Entscheidung, ein persönliches Lebensziel trotz nachvollziehbarer Gefahren zu verfolgen, sofern Wille und Entscheidungsfähigkeit gegeben sind.Auch: Recht auf Risiko, Autonomie und Sicherheit
  18. Selbstfürsorge in der AngehörigenpflegeSelbstfürsorge in der Angehörigenpflege bedeutet, die eigene körperliche und psychische Gesundheit als notwendige Voraussetzung einer tragfähigen Pflegebeziehung systematisch zu schützen.Auch: Selbstfürsorge für pflegende Angehörige, eigene Gesundheit bei Pflege
  19. SelbstständigkeitSelbstständigkeit beschreibt, in welchem Maß ein Mensch eine Handlung oder Lebensaktivität ohne personelle Hilfe durchführen kann.Auch: Selbständigkeit
  20. SelbstvernachlässigungSelbstvernachlässigung beschreibt eine anhaltend unzureichende Versorgung eigener grundlegender Bedürfnisse, etwa Hygiene, Ernährung, Wohnen, medizinische Behandlung oder Sicherheit.Auch: Selbstfürsorgedefizit, Verwahrlosung der eigenen Person
  21. SelbstversorgungSelbstversorgung umfasst alltägliche Handlungen wie Waschen, Ankleiden, Essen, Trinken und Toilettennutzung, die ein Mensch selbst oder mit Unterstützung bewältigt.Auch: Selbstpflege
  22. SepsisSepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion durch eine fehlgesteuerte Reaktion des Körpers auf eine Infektion.Auch: Blutvergiftung
  23. SepsisfrüherkennungSepsisfrüherkennung bedeutet, eine lebensbedrohliche Organdysfunktion infolge einer Infektion anhand rascher Verschlechterung und mehrerer Warnzeichen früh zu vermuten.Auch: Sepsis früh erkennen, Warnzeichen Blutvergiftung
  24. Sexualisiertes VerhaltenSexualisiertes Verhalten bezeichnet Worte, Gesten oder Berührungen mit sexuellem Bezug, die erwünscht, missverständlich, enthemmt oder grenzverletzend sein können.Auch: enthemmtes sexuelles Verhalten
  25. Sexuell übertragbare InfektionEine sexuell übertragbare Infektion wird überwiegend durch sexuelle Kontakte übertragen und kann mit Ausfluss, Läsionen oder Schmerzen, aber auch ohne erkennbare Symptome verlaufen.Auch: STI, Geschlechtskrankheit
  26. Sexuelle GesundheitSexuelle Gesundheit umfasst körperliches, emotionales und soziales Wohlbefinden in Bezug auf Sexualität, Intimität und Selbstbestimmung.Auch: Sexualität in der Pflege
  27. Sexuelle GrenzverletzungEine sexuelle Grenzverletzung ist jede sexualisierte Handlung, Berührung, Äußerung oder Darstellung ohne wirksame Zustimmung oder unter Ausnutzung von Abhängigkeit und Macht.Auch: sexualisierte Gewalt in der Pflege, Verletzung sexueller Selbstbestimmung
  28. Skin TearEin Skin Tear ist eine akute traumatische Hautverletzung, bei der Scherung, Reibung oder ein Stoß die oberen Hautschichten teilweise oder vollständig voneinander trennt.Auch: Hautriss, traumatischer Hauteinriss
  29. Soziale IsolationSoziale Isolation beschreibt einen objektiv geringen Umfang sozialer Kontakte oder Beziehungen; sie kann, muss aber nicht als Einsamkeit erlebt werden.Auch: soziale Abgeschiedenheit
  30. Soziale PflegeversicherungDie soziale Pflegeversicherung ist ein gesetzlicher Teilabsicherungsschutz für pflegebedingte Aufwendungen und Unterstützungsleistungen.Auch: Pflegeversicherung, Pflegekasse
  31. SpastikSpastik ist eine geschwindigkeitsabhängige Erhöhung der Muskelspannung durch eine Schädigung des zentralen Nervensystems, die Bewegung, Pflege und Schmerz beeinflussen kann.Auch: spastische Tonuserhöhung
  32. Spezialisierte ambulante PalliativversorgungSAPV ist eine ärztlich verordnete spezialisierte Versorgung für Menschen mit besonders aufwendigem palliativem Bedarf im häuslichen Umfeld.Auch: SAPV
  33. SpiritualitätSpiritualität umfasst persönliche Fragen nach Sinn, Verbundenheit, Hoffnung, Werten und Transzendenz und kann religiös oder nicht religiös gelebt werden.Auch: spirituelle Bedürfnisse
  34. SprachmittlungSprachmittlung überträgt gesprochene oder geschriebene Informationen zwischen Sprachen, damit Pflege, Aufklärung, Zustimmung und Zusammenarbeit verständlich werden.Auch: Dolmetschen in der Pflege, Sprachdolmetschen
  35. Starke BlutungEine starke Blutung ist ein äußerer oder vermuteter innerer Blutverlust, der den Kreislauf gefährden und innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden kann.Auch: lebensbedrohliche Blutung, Blutstillung
  36. SterbephaseSterbephase bezeichnet die letzte Phase des Lebens, in der Körperfunktionen zunehmend nachlassen und der Tod absehbar näher rückt.Auch: letzte Lebensphase, Terminalphase
  37. StomaEin Stoma ist eine operativ angelegte Öffnung eines Hohlorgans zur Körperoberfläche, etwa für Darm oder Harnwege.Auch: künstlicher Ausgang
  38. StromausfallvorsorgeStromausfallvorsorge plant, wie lebenswichtige Pflege, Medizintechnik, Wärme, Wasser, Licht, Kommunikation und Dokumentation bei Energieausfall gesichert werden.Auch: Vorsorge bei Energieausfall
  39. Strukturierte InformationssammlungDie Strukturierte Informationssammlung ist ein Instrument des Strukturmodells zur personenzentrierten Erfassung pflegerelevanter Situation, Sichtweisen und Risiken.Auch: SIS
  40. Strukturierte VersorgungsübergabeEine strukturierte Versorgungsübergabe vermittelt entscheidungsrelevante Informationen in fester Reihenfolge zwischen Personen, Diensten, Einrichtungen oder Sektoren.Auch: Pflegeübergabe, Informationsübergabe in der Pflege
  41. StuhlinkontinenzStuhlinkontinenz ist die eingeschränkte Fähigkeit, Darmgase oder Stuhl kontrolliert zurückzuhalten und zu einem passenden Zeitpunkt auszuscheiden.Auch: Darminkontinenz
  42. SturzpräventionSturzprävention bündelt individuell passende Maßnahmen, die Sturzrisiken vermindern und sichere Mobilität möglichst erhalten.Auch: Sturzprophylaxe
  43. SturzrisikoSturzrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person unbeabsichtigt auf dem Boden oder einer tieferen Ebene zu liegen kommt.Auch: Sturzgefährdung
  44. Subkutane InjektionEine subkutane Injektion bringt ein dafür vorgesehenes Arzneimittel mit einer geeigneten Nadel in das Unterhautfettgewebe ein.Auch: s.c. Injektion, Injektion ins Unterhautfettgewebe
  45. SuchtSucht ist eine Erkrankung, bei der Konsum oder Verhalten zunehmend schwer kontrollierbar wird und trotz schädlicher Folgen fortgesetzt wird.Auch: Abhängigkeitserkrankung, Substanzabhängigkeit
  46. SuchtpräventionSuchtprävention in Pflegesituationen soll riskanten Konsum, Abhängigkeit und Folgeschäden früh erkennen und reduzieren, ohne Menschen zu beschämen oder pauschal zu kontrollieren.Auch: Abhängigkeit vorbeugen, Prävention problematischen Konsums
  47. SuizidalitätSuizidalität umfasst Gedanken, Absichten, Planungen oder Handlungen, die auf die Beendigung des eigenen Lebens gerichtet sind.Auch: Selbsttötungsgedanken, Suizidgefahr
  48. SymptomtagebuchEin Symptomtagebuch dokumentiert über einen begrenzten Zeitraum Beschwerden, Auslöser, Maßnahmen und Wirkung in einer einheitlichen, für die konkrete Frage geeigneten Form.Auch: Beschwerdetagebuch, Symptomprotokoll
  49. SynkopeEine Synkope ist ein plötzlich einsetzender, kurzer Bewusstseinsverlust durch vorübergehend zu geringe Hirndurchblutung mit meist rascher spontaner Erholung.Auch: kurze Bewusstlosigkeit, Ohnmacht

T

  1. TagespflegeTagespflege ist eine teilstationäre Versorgung, bei der pflegebedürftige Menschen tagsüber in einer Einrichtung betreut und gepflegt werden.Auch: teilstationäre Tagespflege
  2. TagesstrukturTagesstruktur ist die verlässliche, an Gewohnheiten und aktuelle Fähigkeiten angepasste Ordnung von Aktivität, Ruhe, Mahlzeiten, Pflege, Kontakten und Schlaf.Auch: Tagesrhythmus, Tagesablauf
  3. TechniknotfallplanEin Techniknotfallplan beschreibt, wie Versorgung bei Ausfall von Strom, Internet, Gerät, Plattform oder Alarmweiterleitung sicher fortgeführt wird.Auch: Ausfallplan für Pflegetechnik, Notfallplan bei Strom- oder Internetausfall
  4. TeilhabeTeilhabe bedeutet, an persönlich bedeutsamen Lebensbereichen, Beziehungen und gesellschaftlichen Aktivitäten beteiligt zu sein.Auch: soziale Teilhabe
  5. TeilhabezielEin Teilhabeziel beschreibt, an welcher persönlich bedeutsamen Lebenssituation ein Mensch wieder, weiter oder anders beteiligt sein möchte.Auch: Partizipationsziel
  6. Teilstationäre PflegeTeilstationäre Pflege ist die zeitweise Versorgung in einer zugelassenen Einrichtung am Tag oder in der Nacht, während der Lebensmittelpunkt in der eigenen Häuslichkeit bleibt.Auch: Tages- und Nachtpflege, teilstationäre Versorgung
  7. TelepflegeTelepflege ist eine räumlich getrennte pflegerische Beratung, Anleitung, Einschätzung oder Koordination über Telefon, Video oder eine sichere digitale Plattform.Auch: Pflegeberatung per Video, telepflegerische Unterstützung
  8. ThrombozytopenieThrombozytopenie ist eine verminderte Zahl von Blutplättchen mit erhöhtem Risiko für Haut-, Schleimhaut- oder innere Blutungen.Auch: Mangel an Blutplättchen, niedrige Thrombozyten
  9. Tiefe VenenthromboseEine tiefe Venenthrombose ist ein Blutgerinnsel in einer tiefen Vene, meist im Bein, das den Blutfluss behindert und eine Lungenembolie verursachen kann.Auch: TVT, Beinvenenthrombose
  10. ToilettenassistenzToilettenassistenz ist die abgestufte Unterstützung beim Erkennen, Erreichen und Benutzen der Toilette sowie bei Kleidung, Intimhygiene und sicherem Transfer.Auch: Hilfe beim Toilettengang, Toilettenunterstützung
  11. TracheostomaEin Tracheostoma ist eine operativ angelegte Öffnung der Luftröhre nach außen, häufig mit eingesetzter Trachealkanüle.Auch: Luftröhrenschnitt, Trachealkanüle
  12. TransferEin Transfer ist der Wechsel zwischen zwei Positionen oder Orten, etwa vom Bett in den Rollstuhl oder vom Sitzen zum Stehen.Auch: Umsetzen, Positionswechsel
  13. TransferhilfeEine Transferhilfe unterstützt das sichere Aufstehen, Umsetzen oder Umlagern und reicht von Gleit- und Drehhilfen bis zu Aufstehlifter oder Hebelifter.Auch: Umsetzhilfe, Aufstehhilfe, Patientenlifter
  14. Transition in die ErwachsenenversorgungTransition in die Erwachsenenversorgung ist der früh vorbereitete, strukturierte Wechsel eines chronisch kranken oder pflegebedürftigen jungen Menschen aus kinderzentrierten in erwachsenenorientierte Systeme.Auch: Übergang aus der Kinder- in die Erwachsenenmedizin, medizinische Transition
  15. Trauer pflegender AngehörigerTrauer pflegender Angehöriger kann bereits während fortschreitender Erkrankung beginnen und nach dem Tod mit Erschöpfung, Leere, Erleichterung, Schuld oder Identitätsverlust verbunden sein.Auch: Trauer nach Angehörigenpflege, Abschied nach langer Pflege
  16. TrauerbegleitungTrauerbegleitung unterstützt Hinterbliebene dabei, Verlust, Gefühle, Rituale, Alltag und neue Orientierung in ihrem eigenen Tempo zu bewältigen.Auch: Begleitung nach einem Todesfall, Nachsorge für Trauernde
  17. TrauerreaktionEine Trauerreaktion ist die individuelle seelische, körperliche und soziale Antwort auf Verlust, die in Intensität, Dauer und Ausdruck stark variieren kann.Auch: Trauerprozess
  18. Traumafolgen in der PflegeTraumafolgen in der Pflege sind anhaltende oder wiederkehrende Reaktionen auf überwältigende Erfahrungen, die durch Nähe, Berührung, Kontrollverlust oder bestimmte Sinnesreize aktiviert werden können.Auch: traumasensible Pflege, Retraumatisierung vermeiden
  19. TrinkmengenbegrenzungEine Trinkmengenbegrenzung ist eine individuell ärztlich festgelegte maximale Flüssigkeitsaufnahme bei bestimmten Herz-, Nieren- oder Elektrolyterkrankungen.Auch: Flüssigkeitsrestriktion, begrenzte Trinkmenge
  20. TrinknahrungTrinknahrung ist industriell hergestellte flüssige Zusatznahrung mit definierter Energie- und Nährstoffzusammensetzung zur Ergänzung einer unzureichenden normalen Ernährung.Auch: orale Nahrungssupplemente, hochkalorische Trinknahrung
  21. TrockengewichtTrockengewicht ist das individuell angestrebte Körpergewicht nach einer Dialyse ohne überschüssige Flüssigkeit und ohne Zeichen einer Austrocknung.Auch: Dialysezielgewicht
  22. TumorerkrankungEine bösartige Tumorerkrankung entsteht durch unkontrolliert wachsende Zellen, die Gewebe schädigen und sich ausbreiten können.Auch: Krebserkrankung, Krebs
  23. TumorschmerzTumorschmerz kann durch den Tumor, Metastasen, Behandlung oder Begleiterkrankungen entstehen und akut, dauerhaft, bewegungsabhängig, neuropathisch oder als Durchbruchschmerz auftreten.Auch: krebsbedingter Schmerz

U

  1. ÜbelkeitÜbelkeit ist ein unangenehmes Gefühl mit möglichem Brechreiz, das durch Erkrankungen, Medikamente, Schmerz, Bewegung, Gerüche, Verstopfung oder Stoffwechselveränderungen ausgelöst werden kann.Auch: Nausea, Brechreiz
  2. ÜberwässerungÜberwässerung ist eine krankhafte Flüssigkeitsansammlung im Körper, die bei Herz- oder Nierenschwäche zu Ödemen, Gewichtszunahme und Atemnot führen kann.Auch: Volumenüberlastung, Flüssigkeitsüberlastung
  3. Ulcus crurisUlcus cruris bezeichnet einen länger bestehenden Gewebedefekt am Unterschenkel, häufig infolge venöser oder arterieller Durchblutungsstörungen.Auch: offenes Bein, Unterschenkelgeschwür
  4. UnruheUnruhe ist ein gesteigertes inneres oder motorisches Aktivitätsniveau, das sich durch Umhergehen, Nesteln, häufiges Aufstehen, Anspannung oder fehlende Ruhe zeigen kann.Auch: motorische Unruhe, innere Unruhe
  5. Unterstützte KommunikationUnterstützte Kommunikation ergänzt oder ersetzt Lautsprache durch Gesten, Bilder, Tafeln, Geräte oder andere individuell passende Ausdruckswege.Auch: UK, augmentative and alternative communication
  6. UrostomaEin Urostoma ist eine operativ geschaffene Ableitung des Urins über die Bauchdecke.Auch: künstlicher Blasenausgang, Harnstoma

V

  1. Vaginale Blutung nach der MenopauseEine vaginale Blutung nach der Menopause ist jeder neue Blutabgang aus der Scheide nach dauerhaft ausgebliebener Regelblutung und muss gynäkologisch abgeklärt werden.Auch: postmenopausale Blutung
  2. ValidationValidation bezeichnet einen kommunikativen Ansatz, der Gefühle und subjektives Erleben eines Menschen ernst nimmt, ohne jede sachliche Aussage bestätigen zu müssen.Auch: validierende Kommunikation
  3. Vaskuläre DemenzVaskuläre Demenz ist eine kognitive Störung durch Gefäßschäden im Gehirn, die einzeln oder zusammen mit einer Alzheimer-Erkrankung auftreten kann.Auch: gefäßbedingte Demenz
  4. Veränderter PflegebedarfEin veränderter Pflegebedarf liegt vor, wenn Art, Umfang, Häufigkeit oder Dringlichkeit der benötigten Unterstützung nicht mehr zur bisherigen Versorgung passen.Auch: Bedarfsveränderung, zunehmender Hilfebedarf
  5. Verantwortung bei DelegationVerantwortung bei Delegation bezeichnet die getrennten Pflichten bei Auswahl, Anordnung, Übernahme, Durchführung, Überwachung und Rückmeldung einer übertragenen Aufgabe.Auch: Haftung bei Delegation, Anordnungs- und Durchführungsverantwortung
  6. Vereinbarkeit von Pflege und BerufVereinbarkeit von Pflege und Beruf umfasst arbeitsrechtliche Freistellungen, finanzielle Absicherung und betriebliche Absprachen, mit denen Beschäftigte eine Angehörigenpflege organisieren können.Auch: Pflegezeit, Familienpflegezeit, Arbeiten und Angehörige pflegen
  7. Vergiftung und ÜberdosierungEine Vergiftung oder Überdosierung ist eine gesundheitsschädliche Aufnahme, Anwendung oder Exposition gegenüber Arzneimitteln, Chemikalien, Pflanzen, Gasen oder anderen Stoffen.Auch: Intoxikation, Medikamentenüberdosierung
  8. VerhinderungspflegeVerhinderungspflege finanziert unter gesetzlichen Voraussetzungen eine Ersatzpflege, wenn die private Pflegeperson zeitweise verhindert ist.Auch: Ersatzpflege
  9. VermisstenmanagementVermisstenmanagement ist das vorbereitete und zeitkritische Vorgehen, wenn eine gefährdete pflegebedürftige Person nicht am erwarteten Ort auffindbar ist.Auch: Vermisste Person in der Pflege
  10. Verordnung häuslicher KrankenpflegeDie Verordnung häuslicher Krankenpflege ist der ärztliche Auftrag für bestimmte behandlungspflegerische, grundpflegerische oder hauswirtschaftliche Leistungen zulasten der Krankenversicherung.Auch: HKP-Verordnung, Muster 12
  11. VerordnungsmanagementVerordnungsmanagement koordiniert Ausstellung, Prüfung, Genehmigung, Änderung und Laufzeit ärztlich verordneter Leistungen zwischen Praxis, Pflegedienst, versicherter Person und Krankenkasse.Auch: Management ärztlicher Verordnungen
  12. Versorgung VerstorbenerVersorgung Verstorbener umfasst die würdige, rechtssichere und kulturell sensible Betreuung des Körpers sowie die Begleitung Zugehöriger nach festgestelltem Tod.Auch: Totenversorgung, Versorgung nach dem Tod
  13. VersorgungskoordinationVersorgungskoordination verbindet die Ziele einer pflegebedürftigen Person mit Leistungen, Fachstellen, Angehörigen, Terminen und verlässlichen Informationswegen.Auch: Pflegekoordination, Care Coordination
  14. VersorgungssicherheitVersorgungssicherheit bedeutet, dass notwendige Pflege und Unterstützung auch bei Störungen verlässlich, priorisiert und fachlich vertretbar aufrechterhalten werden.Auch: Sicherstellung der Versorgung
  15. Vertraute RolleEine vertraute Rolle ist eine persönlich bedeutsame Aufgabe oder Zugehörigkeit – etwa als Partnerin, Großvater, Gastgeber, Vereinsmitglied oder Fachperson – die Identität und Teilhabe prägt.Auch: soziale Rolle, biografische Rolle
  16. Vitamin-B12-MangelEin Vitamin-B12-Mangel kann Blutbildung und Nervensystem beeinträchtigen und Müdigkeit, Anämie, Kribbeln, Gangunsicherheit oder kognitive Veränderungen verursachen.Auch: Cobalaminmangel
  17. Vollstationäre PflegeVollstationäre Pflege versorgt pflegebedürftige Menschen dauerhaft in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung mit Unterkunft und umfassenden Leistungen.Auch: Pflegeheim, stationäre Langzeitpflege
  18. VorbehaltsaufgabenVorbehaltsaufgaben sind gesetzlich festgelegte pflegerische Kernaufgaben, die nur Pflegefachpersonen durchführen dürfen.Auch: vorbehaltene Tätigkeiten
  19. Vorgehen nach einem SturzDas Vorgehen nach einem Sturz verbindet akute Ersteinschätzung, sichere Hilfe, Beobachtung möglicher Verletzungen und eine anschließende Ursachenanalyse.Auch: Sturzfolge, Sturzereignis auswerten
  20. VorsorgevollmachtMit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigt eine Person eine andere, in festgelegten Bereichen rechtsverbindlich für sie zu handeln.Auch: Vollmacht für den Vorsorgefall

W

  1. WäschehygieneWäschehygiene verhindert die Weiterverbreitung von Verunreinigungen und Krankheitserregern bei Sammlung, Transport, Waschen und Lagerung von Textilien.Auch: hygienische Wäscheaufbereitung
  2. WeglauftendenzWeglauftendenz beschreibt wiederholtes Verlassen eines sicheren oder vereinbarten Bereichs mit dem Risiko, sich zu verirren oder Gefahren nicht ausreichend zu erkennen.Auch: Hinlauftendenz, Verirren bei Demenz
  3. Widerspruch gegen einen PflegebescheidEin Widerspruch gegen einen Pflegebescheid ist der förmliche Rechtsbehelf, mit dem eine Entscheidung der Pflegekasse fristgerecht überprüft werden kann.Auch: Pflegegrad-Widerspruch, Widerspruch Pflegekasse
  4. WiederanlaufplanEin Wiederanlaufplan legt fest, in welcher sicheren Reihenfolge Pflegeleistungen, Systeme, Räume und Lieferketten nach einer Störung in den Regelbetrieb zurückgeführt werden.Auch: Wiederanlauf nach Pflegekrise
  5. Wiederholtes RufenWiederholtes Rufen bezeichnet häufige Lautäußerungen oder Fragen, die bei kognitiver Beeinträchtigung, Angst, Schmerz, Einsamkeit, Reizüberflutung oder unerfüllten Bedürfnissen auftreten können.Auch: ständiges Rufen, wiederholtes Fragen
  6. Wirkungsfluktuation bei ParkinsonEine Wirkungsfluktuation bei Parkinson ist ein Wechsel zwischen guter Beweglichkeit und Phasen zunehmender Steifigkeit, Verlangsamung oder unwillkürlicher Bewegungen im Verhältnis zur Medikamentenwirkung.Auch: On-Off-Phänomen, Wearing-off
  7. WohnraumanpassungWohnraumanpassung verändert das Wohnumfeld, um häusliche Pflege zu ermöglichen, zu erleichtern oder Selbstständigkeit zu erhalten.Auch: wohnumfeldverbessernde Maßnahme, barrierearmer Umbau
  8. WohnraumsicherheitWohnraumsicherheit bedeutet, Wege, Beleuchtung, Bad, Schlafzimmer, Küche und Zugänge an Fähigkeiten, Gewohnheiten und konkrete Risiken der dort lebenden Person anzupassen.Auch: sichere Wege zu Hause, Bad und Schlafzimmer sicher gestalten
  9. WundinfektionEine Wundinfektion liegt vor, wenn sich Mikroorganismen im Gewebe vermehren und lokale oder systemische Entzündungszeichen verursachen.Auch: infizierte Wunde

Z

  1. Zahnarztbesuch bei PflegebedürftigkeitEin Zahnarztbesuch bei Pflegebedürftigkeit erfordert häufig zusätzliche Planung für Transport, Barrierefreiheit, Kommunikation, Medikamente, Begleitung und die Umsetzung der Nachsorge.Auch: Zahnarzttermin mit Pflegebedarf, aufsuchende Zahnmedizin
  2. ZahnpflegeZahnpflege ist die regelmäßige mechanische Reinigung der natürlichen Zähne, Zahnzwischenräume und Übergänge zum Zahnfleisch mit individuell geeigneten Hilfsmitteln.Auch: Zähneputzen bei Pflegebedarf, unterstützte Zahnpflege
  3. ZahnprotheseEine Zahnprothese ist herausnehmbarer oder festsitzender Zahnersatz, der fehlende Zähne funktionell und ästhetisch ersetzt.Auch: Zahnersatz, Gebissprothese