Muskelschwäche
Muskelschwäche ist eine verminderte Fähigkeit, Kraft für Haltung, Transfer, Gehen oder Alltagsbewegungen zu entwickeln, und kann lokal oder am ganzen Körper auftreten.
Ursachen reichen von Inaktivität und Sarkopenie bis zu neurologischer, metabolischer, entzündlicher oder akuter Erkrankung.
Auch gebräuchlich: verminderte Muskelkraft
Fehlende Kraft, Schmerz und Erschöpfung unterscheiden
Wenn Aufstehen oder Greifen schwerfällt, kann tatsächlich Muskelkraft fehlen. Möglich sind aber auch Schmerzen, starke Erschöpfung oder Schwierigkeiten mit Koordination und Bewegungsplanung. Die Unterschiede sind für die Behandlung wichtig. Beginn, Seitenunterschiede und Verlauf werden deshalb erfragt, statt jede Einschränkung auf Alter oder zu wenig Übung zurückzuführen.
Eine vertraute Tätigkeit beschreiben, keine riskante Kraftprobe machen
Beobachten Sie beispielsweise, ob eine zuvor selbstständig mögliche Tasse noch sicher gehalten wird oder wie viel Unterstützung beim Aufstehen nötig ist. Notieren Sie, seit wann sich das verändert hat und ob es im Tagesverlauf schwankt. Ein wiederholter Treppenversuch trotz Unsicherheit bringt keine sichere Diagnose. Nach Klärung der Ursache werden Bewegung, Ernährung und Hilfen an ein konkretes Ziel angepasst; die sichere Durchführung ist wichtiger als eine möglichst hohe Zahl von Wiederholungen.
Quellen
NICE beschreibt Warnzeichen neuer neurologischer Schwäche. Der Sarkopenie-Konsens ordnet Kraftverlust bei Muskelerkrankung im Alter ein; eine einzelne Alltagsbeobachtung beweist weder Sarkopenie noch eine bestimmte neurologische Ursache.
- National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Suspected neurological conditions – NG127: recommendations for adults
- European Working Group on Sarcopenia in Older People 2 (EWGSOP2): Sarcopenia: revised European consensus on definition and diagnosis (2019)
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Schlaganfall
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026