Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Basishygiene

Basishygiene umfasst die grundlegenden Schutzmaßnahmen, die unabhängig von einer bekannten Infektion bei jeder Versorgung situationsgerecht angewendet werden.

Dazu zählen insbesondere Händehygiene, passende Schutzausrüstung, sichere Aufbereitung und der Umgang mit Ausscheidungen.

Auch gebräuchlich: Standardhygiene

Pflegealltag

Basishygiene passt Maßnahmen an den Übertragungsweg an

Basishygiene sind Maßnahmen, die bei jeder Versorgung nach möglichem Kontakt mit Blut, Sekreten, Ausscheidungen, Schleimhäuten oder nicht intakter Haut angewendet werden. Sie richten sich nach Tätigkeit und Übertragungsweg, nicht nach einem pauschalen Verdacht, eine Person sei infektiös. Basishygiene wird in der richtigen Reihenfolge durchgeführt und in Schulung praktisch überprüft, weil korrekt vorhandenes Material ohne sichere Anwendung keinen verlässlichen Schutz bietet.

Vertiefung

Basishygiene sicher einordnen: Händehygiene passend – Atemwegshygiene

  • Händehygiene passend

    Händedesinfektion erfolgt zu den relevanten Zeitpunkten; Handschuhe ersetzen sie nicht. Sichtbare Verschmutzung benötigt zusätzlich geeignete Reinigung.

  • Schutzausrüstung nach Risiko

    Handschuhe, Schutzkittel, Maske oder Augenschutz werden entsprechend erwarteter Exposition gewählt und korrekt an- sowie abgelegt.

  • Sauber und unrein trennen

    Material, Flächen, Wäsche und Abfall werden so geführt, dass Erreger nicht von belasteten in saubere Bereiche übertragen werden.

  • Atemwegshygiene

    Hustenetikette, Lüftung, Abstand und situationsgerechter Mund-Nasen-Schutz ergänzen Maßnahmen bei respiratorischen Infektionen.

Kurz geklärt

Missverständnisse rund um Basishygiene klären

  • Braucht man bei jeder Pflegehandlung Handschuhe

    Nein. Handschuhe sind bei erwartetem Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Schleimhäuten, nicht intakter Haut oder kontaminiertem Material nötig. Unnötiges Tragen belastet Haut und kann falsche Sicherheit geben.

  • Gilt Basishygiene auch zu Hause

    Ja, angepasst an die häusliche Situation. Händehygiene, saubere Arbeitsflächen und sichere Entsorgung bleiben wichtig, ohne eine Wohnung in einen sterilen Bereich verwandeln zu müssen.

  • Wann kommen zusätzliche Maßnahmen hinzu

    Bei bekanntem oder vermutetem Erreger und passendem Übertragungsweg, etwa Kontakt-, Tröpfchen- oder Aerosolübertragung. Umfang richtet sich nach Risiko und Hygieneplan.

Vom Begriff zur Handlung

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Quellen

  1. Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026