Infektiöse Gastroenteritis
Eine infektiöse Gastroenteritis ist eine durch Erreger verursachte Entzündung des Magen-Darm-Trakts mit Durchfall, Erbrechen, Bauchbeschwerden und möglicher rascher Ausbreitung.
Pflegebedürftige Menschen sind durch Austrocknung gefährdet; mehrere zeitnah Erkrankte können einen Ausbruch anzeigen.
Auch gebräuchlich: Magen-Darm-Infektion, Brechdurchfall
Flüssigkeitsverlust und Ansteckung gleichzeitig beachten
Erbrechen und Durchfall können bei gebrechlichen Menschen schnell zu Flüssigkeits- und Salzverlust führen. Notieren Sie Beginn, Häufigkeit, mögliche Kontakte und ob weitere Personen erkrankt sind. Die Ursache lässt sich nicht sicher am Stuhl erkennen. Wenn Trinken möglich ist, sind kleine häufige Mengen oft leichter verträglich; eine geeignete orale Elektrolytlösung kann helfen. Bei Herz- oder Nierenerkrankung und bestehenden Trinkvorgaben wird der Ersatz ärztlich abgestimmt.
Den Kontakt mit Erbrochenem und Ausscheidungen sicher organisieren
Benutzen Sie getrennte Handtücher und reinigen Sie verschmutzte Sanitärbereiche rasch. Im professionellen Bereich richten sich Schutzkleidung, Händedesinfektion und Flächenaufbereitung nach Hygieneplan. Bei Noroviren muss das Mittel den passenden Wirkbereich besitzen, etwa begrenzt viruzid PLUS oder viruzid. Erkranktes Personal meldet sich vor dem Dienst; Rückkehr und Tätigkeiten mit Lebensmitteln werden geklärt. Bei Norovirus ist die Wiederaufnahme solcher Tätigkeiten frühestens zwei Tage nach Ende der Beschwerden vorgesehen. Auch danach bleibt sorgfältige Hygiene nötig.
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Quellen
Der RKI-Ratgeber beschreibt Noroviren als eine häufige Ursache; nicht jeder Brechdurchfall ist eine Norovirusinfektion. BfR ergänzt lebensmittelbedingte Ursachen. Schutzmaßnahmen und notwendige Diagnostik richten sich nach Verlauf und vermutetem Erreger.
- Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber: Norovirus-Gastroenteritis
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt – Quellen erkennen, Risiken vermeiden
- Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117
Quellen- und Prüfstand: 20. September 2026