Gesundheit, Krankheiten & Symptome

Infektiöse Gastroenteritis

Eine infektiöse Gastroenteritis ist eine durch Erreger verursachte Entzündung des Magen-Darm-Trakts mit Durchfall, Erbrechen, Bauchbeschwerden und möglicher rascher Ausbreitung.

Pflegebedürftige Menschen sind durch Austrocknung gefährdet; mehrere zeitnah Erkrankte können einen Ausbruch anzeigen.

Auch gebräuchlich: Magen-Darm-Infektion, Brechdurchfall

Klinisch einordnen

Infektiöse Gastroenteritis: Verlauf, Funktion und Alltag zusammen betrachten

Pflegebedürftige Menschen sind durch Austrocknung gefährdet; mehrere zeitnah Erkrankte können einen Ausbruch anzeigen. Bei Infektiöse Gastroenteritis werden Beschwerden, Fähigkeiten, Verlauf, Behandlung und persönliche Ziele zusammen betrachtet. Einzelbeobachtungen erhalten erst durch Zeitpunkt, Ausgangslage und Veränderung ihre Bedeutung und werden verständlich an die zuständige Fachperson übergeben.

Sicher handeln

Drei Entscheidungspunkte bei Infektiöse Gastroenteritis

  • Veränderung erkennen

    Beginn, Häufigkeit, Erbrechen, Stuhl, Fieber, Kontakte, gemeinsame Mahlzeiten und betroffene Personen werden früh zusammengeführt. Beobachtet wird im Vergleich zum persönlichen Ausgangszustand und nicht anhand eines einzelnen unspezifischen Zeichens.

  • Unterstützung anpassen

    Konsequente Handhygiene, geeignete Schutzkleidung, getrennte Sanitär- und Reinigungsabläufe sowie Flüssigkeitsbeobachtung werden nach Hygieneplan umgesetzt. Wirkung, Belastung und unerwünschte Folgen werden zeitnah mit demselben geeigneten Maß erneut beurteilt.

  • Versorgung abstimmen

    Bei Infektiöse Gastroenteritis werden aktuelle Diagnosen, Anordnungen, Medikamente, Hilfsmittel und vereinbarte Warnzeichen über Sektorengrenzen vollständig weitergegeben. Unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor einer riskanten Handlung geklärt.

Vom Begriff zur Handlung

Passende Fachbeiträge

Quellen

  1. Robert Koch-Institut: Infektionsprävention in der Pflege
  2. Robert Koch-Institut: Ausbruchsmanagement bei nosokomialen Infektionen
  3. Bundesministerium für Gesundheit – gesund.bund.de: Notfallnummern 112 und 116117

Quellen- und Prüfstand: 29. August 2026